Archiv der Kategorie: Gartentermine

Besuchsbericht Garten München

Gestern auf der ersten Gartenausstellung 2012

Und jetzt ist Frühling! Nachdem die Krokusse blühen und ich mein erstes Eis in diesem Jahr gegessen habe wird es Zeit für eine Gartenausstellung.

Ich bin auf der Garten München zu Besuch

Die Messe findet zusammen mit der internationalen Handwerksmesse in München Riem statt.

Für die Gartenmesse ist die Halle A6 voll belegt mit Ausstellern.

Mir fällt auf, dass es doch immer wieder die gleichen Ausstellungskonzepte gibt und ich eigentlich nichts wirklich Neues entdeckt habe. Nach 2 Stunden in der Halle 6 bin ich dann noch in die anderen Hallen beflüchtet.
Was gibt es dort zu sehen?

Ich finde wie in jedem Jahr die Gartengestalter mit ihren großen, gestalteten Flächen. Auch hier sieht mehr oft die gleiche Gartengestaltung. Meist besteht der Stand aus Rollrasen und Natursteinewände aus Muschelkalk.

Dazwischen findet sich dann so Allerlei Tolles und Schmuckes für den Garten. So zum Beispiel ein Whirlpool, besser gesagt eine ganze Menge an Pools. Die kleinen Dinger ( ab 180 cm) sehen wirklich gemütlich aus und und stehen das ganze Jahr über im Garten oder auf der Terrasse. Geheizt wird das Ganze elektrisch und wird wohl so ab 5000-6000€ kosten. Die Whirlpools gefallen mir, sind aber auch jedes Jahr präsent.

Wer natürlich nicht fehlen darf, sind die Blumenzwiebelhändler. Hier kann man sich mit dem Nötigsten für den schnell startetenden Frühling wappnen.

Wasser fasziniert die Menschen

An jedem Stand der mit fließemdem Wasser ausgestattet ist, bleiben die Menschen stehen. Ein südtiroler Steinmetz hat viele Brunnensteine ausgestellt und in jedem läuft Wasser. Schaut sehr gut aus. Hoffentlich verkauft er auch gut, sonst ist die Mühe ja um sonst.

Schön und praktisch fand ich auch den runden Pavillon. Den kann man öffnen, schließen oder auch nur zur Hälfte öffnen kann. Je nach dem aus welcher Richtung der Wind kommt. Praktisch und schön.

Ein Aussteller mit Mülltonnenhäuschen aus Edelstahl erklärt die Montage sehr gut und hat auch gleich eines an ein interessirtes Paar verkauft.

Aber auch die Aussteller mit Frühbeeten, Hochbeeten und Treibhäusern sind zahlreicher vertreten. Nicht neu aber man braucht sowas auch ab und an wieder einmal neu.

Und dann die Gartenscheren-Stände. Keine Ahnung wieviele Schnitte die Verkäufer galant am Stand vorführen. Aussehen tut das immer Klasse. Mein Muskelkater vom letzten Baumschnitt ist aber noch sehr präsent und so geh ich weiter und schnell an diesem Stand vorbei.

Wie funktioniert ein automatisches Sonnensegel?

Dann interessiert mich ein Stand mit Sonnensegeln. Ich lasse mir das mal erklären, weil ich gerade nach einer Beschattungsmethode für die Terasse Ausschau halte. Die Sonnensegel sind aber auch wirklich schön und praktisch. Das Ganze gibt es statt mit einer Handkurbel auch mit einem elektrischen Antrieb mit Sonnen- und Windsensor. Sprich, wenn es stürmt und man hat vergessen das Sonnensegel einzufahren, wird es automatisch eingerollt. Die Befestigungsmasten sind höhenverstellbar und können so am Abend gegen die tiefstehende Sonne eingesetzt werden. Gut, das Sonnensegel kostet dann je nach Ausstattung, Größe etc. zwischen 4000- 8000€. Im Winter muss das Sonnensegel dann aber immer rein ins Haus.

So ein Sonnensegel ist schon was ganz Besonderes. Dieser Stand hat mir am besten gefallen.

Fazit: Es war ein netter Tag und zwischen den ganzen Ständen findet jeder bestimmt was für sich. Für Neuerungen im Garten wird es aber nicht ausreichen. Ich glaub, dass vielen kleinen Ausstellern die Kosten für einen Stand zu teuer sind. Deshalb findet man dann auch immer wieder die gleichen, großen Hersteller auf den verschiedensten Gartenmessen wieder. Und darum ist die Suche im Internet wohl die effektivere Suche nach Dekorativen und Ausgefallenem für den Garten.

 

Besuchsbericht Gartenfestival Frankreich

Internationales Gartenfestival in Chaumont-sur-Loire

 

Neue Bildergalerie unserer handgefertigten Gartenkunst

Internationale Gartenausstellung in Frankreich von April bis Oktober geöffnet

Nachdem wir schon viel vom Gartenfestival in Frankreich gehört haben, nutzten wir die Nähe zu unserem Urlaubsort in Frankreich zu einem Besuch. Das Motto der diesjährigen Ausstellung heißt „Gärten der Zukunft oder die Kunst einer glücklichen Artenvielfalt“. Unser Fazit, wer die Möglichkeit hat, sollte sich unbedingt auf das Schloss Chaumont begeben. Das Festival befindet sich in mitten der riesigen Schlossanlage in Chaumont-sur-Loire, neben den Ausstellungen kann man sich auch noch das Schloss und den ganz „normalen“ Park ansehen, neben einer wahrhaft fantastischen Aussicht über die Loire.

Kunstinstallation im Gartern
Künstlerisches im Garten-alles unecht

Das Gartenfestival  ist nicht zu vergleichen mit den deutschen Variationen von Gartenausstellungen. Auf Kunst wird, wie ja in ganz Frankreich, sehr viel wert gelegt, das merkt man auch den Besuchern an. Der Eintritt beträgt 10,50 Euro und lohnt sich unbedingt. Vorbei an einer Linie mit Strandkörben, in denen man relaxen und hinunter auf die Loire schauen kann, gehts in Richtung Gartenfestival. Das gesamte Areal ist mit vielen Zimmern bestückt,ca. 24 an der Zahl, die mitten in dem sowieso schon wunderschönen Garten des Schlosses liegen. Alle diese Zimmer sind von Künstler gestaltet und sind je nachdem wundersam, aufrüttelnd, blumig oder realistisch.
Es gibt zum Beispiel ein Zimmer mit dem Namen Lucy in the sky und ein jeder soll sich nun vorstellen, was das wohl sein könnte. Am besten gefielen uns die Zimmer „Sculptillonnages, Les pollen exuberant und la nature des choses“.

Gartenausstellung in Frankreich
Moderne Gartenkunst aus Draht

In ersteren Raum wurden Pflanzen, vor allem die blühenden Schnittlauchkugel, aber auch Pilze und Marienkäfer aus sogenannten Hasengitter gestaltet und zu einem wunderbar leicht wirkenden, farbigen Garten zusammengefügt. Die Pollen im zweiten Zimmer schweben über allem in diesem Garten, zart, leicht und durchsichtig wiegen sie sich im Wind und bezaubern die Besucher. Das persönliche Highligt war dann ein Schlafzimmer aus Stein- oder Betongegenständen und Möbeln, die langsam von den Pflanzen überwachsen und überwuchert werden. So steht vor dem Schminkspiegel noch die vergessenen Tasse und über das Bett wuchert keine Decke, sondern eine Pflanze. Alles in allem waren wir ziemlich erschlagen von den Eindrücken, als angenehm empfanden wir auch, das nur auf die Gestaltung von Gärten Wert gelegt wurde und keine Verkaufsausstellung stattfand. Stärken kann man sich in einem Restaurant, in dem ein komplettes Menue angeboten wird.

Schloss

Uns hat es jedenfalls sehr gut gefallen und wir können diesen Ausflug in die Gartenkunst nur wärmstens empfehlen. Das Festival des jardins dauert von April bis Oktober. Wenn man danach noch will, kann man sich den wunderbaren Schlosspark von Chaumont-sur-Loire noch ansehen, indem scheinbar wahllos große Skulpturen ausgestellt sind.

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