Teichbelüftung mit Solar
Sauerstoff und Luftzufuhr ist lebenswichtig für jeden Gartenteich. Man kann dies durch technische oder natürliche Massnahmen regulieren. Vor allem bei der Sauerstoffzufuhr sollte man bedenken, dass die Aufnahme von der jeweiligen Wassertemperatur abhängt. Es gilt dabei, niedrige Wassertemperatur ermöglicht hohe Aufnahme und im Gegensatz dazu bei hoher Wassertemperatur wenig Aufnahme. Belüftung des Teiches ist auf jeden Fall im Sommer genauso wichtig wie im Winter, vor allem da hier bei kleinerer Oberfläche das Wasser durch eine Eisfläche verschlossen ist. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Sauerstoff in den Teich zu bringen. Es gibt Teichbelüftungssysteme, Geräte, die Sauerstoff produzieren und eine ganze Reihe von Gartenteichpumpen. Mit diesen Pumpen kann man Wasserspeier, Wasserspiele oder auch kleine Wasserfälle betreiben, die für die optimale Zirkulation im Wasser sorgen. Dabei sollte man beachten, dass die Teichpumpen nicht zu tief im Wasser stehen, was dazu führt, dass die unten lebenden Organismen ständig durcheinandergewirbelt werden. Und die kühle, extrem sauerstoffreiche untere Wasserschicht vermischt sich mit der oberen, es kommt zu einer gleichmäßigen Wassererwärmung.
Eine Versenk-Tiefe von etwa 35-40cm ist daher optimal. Außerdem sollte man sich überlegen, vor allem im Sommer, die Vorrichtungen zur Sauerstoffzufuhr auch in der Nacht beizubehalten. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Technischen Sauerstoffspendern: Teichbelüftungspumpen, Membranpumpen und Kompressoren, sie alle sind Pumpenarten, die auf die ein oder andere Weise Sauerstoff in den Teich bringen. Diese können mit “normalem” Strom oder mit Solar betrieben werden. Bei der Teichpumpe eignet sich vor allem eine Schaumdüse als hervorragender Sauerstoffspender und er sieht in Aktion auch noch sehr dekorativ aus. Es gibt sie in verschiedenen Materialien und ihre Spritzhöhe läßt sich abhängig von der Pumpleistung variieren. Oxidatoren: dies ist eine Vorrichtung, die ohne Schlauch- oder Kabelverbindung unter geschlossener Eisdecke Sauerstoff produziert. Es wird mit einer Wasserstoffsuperoxid-Lösung, das zu Wasser und Sauerstoff abgebaut wird, betrieben. Ein großer Vorteil ist der fast geräuschlose Betrieb. Ist die Betreiberlösung aufgebraucht(Sommer 2Monate, Winter 6Monate), taucht das Gerät einfach auf. Man rechnet mit einem Jahresverbrauch von etwa 3-4Liter, erhältlich ist das Wasserstoffsuperoxid in jeder Apotheke. Vorsicht, die Lösung darf nie ohne Gerät in den Teich gelangen. Sauerstofftabletten: erhältlich im Aquaristikhandel, sind eigentlich als eine Art Notlösung gedacht. Bei Kontakt mit dem Wasser fangen die Tabletten sofort an zu sprudeln und Sauerstoff freizusetzen.
Die Wirkung ist allerdings sehr kurzfristig. Einsatz von Pflanzen: es gibt viele Teichpflanzen, die über ihre Blätter Sauerstoff an den Teich abgeben. Gut zu beobachten, wenn silbrige Perlen und Bläschen an den Blättern hängen und nach einiger Zeit an die Oberfläche schweben. Leider haben viele Teichbesitzer ein recht schlechtes Verhältnis zu Unterwasserpflanzen, die eigentlich die natürlichsten Sauerstoffspender sind. Angeboten werden die Pflanzen in großer Zahl zwischen Mai und August im Fachhandel, sie sind sehr preiswert und einfach zu „pflanzen“. Es gibt ein paar Arten, die sich explosionsartig im Teich vermehren können, diese kann man meiden oder immer wieder entfernen. Bei kalkhaltigen Wasser entstehen leider auch sehr oft Fadenalgen, dann hilft leider nur vorsichtiges Entfernen. Einige Beispiele: Krebsschere, europäische Wasserfeder, Sumpfwasserstern, Kanadische Wasserpest oder Laichkraut.
Für den Winter gibt es noch ganz spezielle Sachen, die die Sauerstoffzufuhr regeln. So zum Beispiel der Eisfreihalter, er sieht ein bißchen dem Toilettensitz ähnlich und ist zu großen Teilen aus Hartstyropor. Durch die leiseste Windbewegung wird das Teil immer an die seichteste Stelle im Teich befördert, deshalb sollte man ihn über der tiefsten Stelle befestigen. Der Kauf empfiehlt sich im September, auch wenn dann noch kein Teichbesitzer daran denkt. Manchen gefallen sie auch gar nicht, doch die Wirkung ist enorm. Ist der Teich zum ersten Mal zugefroren, ist ihr Einsatz allerdings zu spät. Man hört im Frühjahr immer wieder, dass die Eisfreihalter nichts bringen, doch das liegt fast immer im falschen Gebrauch. Unabdingbar ist die richtige Eintautiefe und die Verankerung. Das aufmerksame Durchlesen der Gebrauchsanweisung ist wichtig. Leider gibt es auch Modelle im Handel, die nicht zu empfehlen sind, sie schaden sogar. Sie fördern ständig wärmeres Wasser vom Boden nach oben, die durch den falschen Eisfreihalter ausströmen. Das führt dazu, dass immer kälteres Wasser an den Teichboden gelangt, es kommt zu einer absoluten Unterkühlung im Wasser. Bei einem richtigen Eisfreihalter kommt es zu keiner Durchmischung. Ein zweites Hilfmittel im Winter ist der sogenannte Teichheizer. Damit werden bestimmte Stellen im Teich freigehalten. Allerdings erfordern diese Geräte hohe Energiekosten, da sie mit Strom betrieben werden. Es schaltet sich automatisch je nach Temperatur ein oder aus.