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Wie baue ich einen Gartenbrunnen selbst

Was brauche ich um einen Gartenbrunnen zu bauen?

Heute beschäftige wir uns mit dem Bau eines Gartenbrunnens. Damit meine ich einen Brunnen, der zur Dekoration dient und mit einer Pumpe betrieben wird.

Garten-Brunnen mauern
Fotomontage – Natursteinmauer mit Wasserspeier

Wer Tipps für den Bau eines Schlagbrunnens zur Bewässerung sucht, findet hier einen Artikel dazu.

Standort:

Wo soll der neue Brunnen stehen? Diese Frage haben sich wohl alle diejenigen schon beantwortet, die mit dem Gedanken spielen sich ein Wasserspiel zu bauen. Dazu vielleicht noch ein paar Gedanken von uns zur Anregung. Soll der Brunnen auch Nachts beleuchtet sein? Wozu den das, werden Sie sich sicher fragen? Aber gerade dieser Aspekt kann später das berühmte i-Tüpfelchen sein. Deshalb fragen Sie sich vor dem Bau unbedingt ob Sie nicht auch Abends noch vom Wohn/Schlafzimmer aus einen Blick auf den künftigen Brunnen werfen möchten. Das klingt vielleicht gerade in der Planungsphase ungewöhnlich, erweißt sich aber später als sehr romantischer Aspekt. Deshalb sollten Sie nach Möglichkeit einen Standort so auswählen, dass Sie auch noch am Abend und in der Nacht freie Sicht darauf haben.

Natürlich ist es genauso wichtig den Standort auch so zu wählen, dass man das künftige Wasserspiel auch von der Terrasse oder dem Balkon aus gut sehen kann. Der Wandbrunnen wird auf alle Fälle ein zentraler Blickfang im Garten werden. Deshalb macht es Sinn ihn dort hin zu mauern/bauen wo man sich sowieso schon aufhält. Eben auf der Terrasse/ Balkon etc.

Ausserdem stellt sich u.U. auch die Frage nach einem Wasseranschluss ( nicht unbedingt notwendig)  und Strom ( alternativ Solarstrom).

Material:

Genauso wie der Standort, so ist auch das zu verwendete Material schon früh in der Planung festgelegt worden. Oft sind es Fotos, Bilder und Erlebnisse aus dem Urlaub, die in uns den Gedanken an einen Brunnen reifen lassen.

Soll es nun der gemauerte Gartenbrunnen aus Ziegelstein oder Naturstein aus der Region sein? Oder vielleicht doch die Variante aus Holz mit Teichfolie und Pflanzkörben.

Holz   Wählt man die „Leichtbauweise“ so hat dies den grossen Vorteil, dass man bei einem Umzug später schnell den Brunnen abbauen kann und vielleicht sogar mit umziehen lässt. Für die Variante aus Holz gibt es bereits fertige Brunnen, meist in Form eines alten Brunnens mit Wassereimer und Kurbel.

Aber auch mit Holz kann man sich selbst einen schönen Brunnen bauen. Die einfachste Variante ist die, sich eine Art “ Sandkasten“ zu zimmern und dies dann mit einer Teichfolie auszulegen. Die Ränder etwas breiter arbeiten, so das man die Teichfolie mit steine, Kiesel oder anderen Naturmaterial (Treibholz) bedecken kann.

Stein   Bei Stein kann man wählen zwischen einem gemauerten Brunnen oder einem Brunnen aus Naturstein gehauen z.B. einem alten Wassertrog ähnlich so wie die Tröge die man früher in der Landwirtschaft als Viehträge genutzt hat.Wer bereits einen Trog besitzt, der möchte diesen vielleicht noch mit einer Steinsäule ergänzen, um dort einen Wasserhahn oder einen schönen Wasserspeier zu montieren. Verschiedene Wasserspeiermodelle finden Sie auch hier bei uns.

Gemauerter Brunnen Einen besonderen Reiz hat auch ein gemauerter Gartenbrunnen. In dem ein oder anderen Gartenmagazin finden sich immer wieder einmal schöne Bilder solch gemauerter Kunstwerke aus Backstein. Um einen Brunnen zu mauern bedarf ES aber einiges an Erfahrung und Kenntnissen im Beruf des Maurers. Hier beginnte es bereist mit dem Fundament und geht weiter über das Wissen des Mörtels und der Steinbearbeitung. Am Standort muss eine feste Unterlage geschaffen werden und eventuelle andere Dinge vorher beseitigt werden. Wer selbst nicht viel über das mauern weiß, der sollte sich Rat bei einem Freund oder einem Fachmann einholen. Lassen Sie aber bitte den enormen Zeitaufwand für die Erstellung nicht ausser acht.Es ist nicht mal eben so mir nichts dir nichts erledigt. Schnell werden mal eben ein paar hundert Kilo Steine gebraucht und oft vielleicht auch eine Mörtelmaschine.Ein oder zwei Helfer sind nötig um zügig arbeiten zu können.Der An- und Abtransport von Baumaterial sollte so geplant sein, dass man mit einen Fahrzeug ziemlich nahe an die Baustelle heran fahren kann. Das spart viel Schweiß und Nerven. Wenn das nicht geht und man die Baumaterialien mit der Schubkarre heranfahren muss, unbedingt 1-2 weitere Helfer organisieren. Körperliche Arbeit (vorallen wenn man sie sonst nicht gewohnt ist) ermüden dann schon mal schnell.

Wer es nicht eilig hat und alles in „Eigenregie“ machen möchte sollte auch bedenken, dass er während der Bauzeit meist eine unschöne Baustelle im Garten hat. Das kann bei längeren Verzögerungen doch schon mal ganz schön nerven. Dann ist es doch besser mit ein paar Freunden an einem Wochenende etwas ran zu klotzen und die gröbsten Arbeiten innerhalb kürzester Zeit zu erledigen. Nur all zu oft höre ich, dass sich Bauherren in puncto Aufwand verschätzt haben und dann mittedrin die Lust am weiter arbeiten verlieren.

Strom und Wasser   Schon bei der Standortwahl haben wir uns ja überlegt wo es günstig sein könnte Leitungen für die Wasserpumpe zu bekommen. Jetzt sollte wir auch hierfür planen, wie die Wasserleitung am idealsten zu verlegen ist oder ob man den Brunnen einfach befüllt und ab und an das Wasser austauscht/ergänzt. Die Wasserleitung sollte immer so verlaufen, dass man Sie im Herbst restlos entleeren kann. So können keine Wasserrest im Winter einfrieren und die Leitung zerstören.

Die Befüllung mit dem Gartenschlauch ist auf alle Fälle die günstigste und schnellste Lösung. Bleibt dann nur noch die Stromleitung für den Betrieb einer Gartenpumpe. Dazu sollte man unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen. Der örtliche Elektrikermeister ist da der richtige Ansprechpartner, auch was die Auswahl des geeigneten Materials angeht. Meist verlegt man eine Aussensteckdose an der die Pumpe eingesteckt wird und die man vom Haus aus abschalten kann. Es gibt hier aber auch noch andere Möglichkeiten, hier einfach vom Elektriker beraten lassen.

Achtung Strom: Arbeiten Sie bitte nie bei eingesteckter Gartenpumpe an oder im Wasser. Hier droht Lebensgefahr durch Stromschläge!

 

Gartenteich im Herbst reinigen

Wann ist die beste Zeit den Koiteich zu reinigen?

Interview mit dem Geschäftsführer Jürgen Saladin von der Firma Kübler GmbH.
Gartenteiche im Herbst reinigen
Da ich selbst nur einen kleinen Gartenteich besitze, ist die Reinigung immer schnell erledigt. Aber dennoch habe ichmich in diesem Jahr gefragt, ob ich das eigentlich so wie ich es macht, auch richtig mache. Deshalb habe ich mich mit Herrn Saladin unterhalten. Die Profis der Firma Kübler sollten des doch wissen. Verblüffendes und Interessantes habe ich hierbei erfahren und dürfte selbst gestandene Teichbesitzer erstaunen. Aber lesen Sie selbst, ob Sie schon alle Kniffe für die Teichreining kennen.
Jürgen Saladin ist Geschäftsführer der Kübler GmbH und Autor der sehr beliebten Teichreporte,
die über www.Teichreport.de interessierten Teichfreunden vollkommen kostenlos zur Verfügung stehen.
Die Kübler GmbH aus dem nordbadischen Leimen berät und beliefert bundesweit hunderte von Garten- und
Landschaftsbaubetrieben mit professioneller Teichtechnik und Teichpflegeprodukten.

Jetzt im Herbst geht die Gartenteich-Saison so langsam zu Ende. Was sollte man bei der Teichpflege im Herbst als erstes beachten?
Kann ich den Teich einfach“liegenlassen“ und im Frühjahr mit der Reinigung beginnen?

Entgegen der landläufigen Meinung empfehlen wir ausdrücklich die Teichpflege im Herbst!!

Jetzt umdenken und ungewollte Algendüngung vermeiden!

Schauen wir gemeinsam einmal auf das nächste Frühjahr. In den Monaten März bis Mai reinigen Sie mit viel Fleiß und Hingabe Ihr geliebtes Biotop im eigenen Garten und bereiten es auf die kommende Teichsaison vor. Damit erweisen Sie sich einen „Bärendienst“, denn die reinigungsbedingte Durchmischung des Teichinhalts schafft zusammen mit steigenden Temperaturen und ideale Wachstumsbedingungen für Schwebe-, Faden- und Blaualgen.

Was ist passiert?

In den wärmeren Monaten sinken Fischausscheidungen, Staub, Pollen, Laub und andere Pflanzenreste auf den Gewässerboden und werden zu Sediment. Temperaturbedingt bilden sich im Winter darüber Wasserschichten, zwischen denen meist kein Austausch stattfindet.

Am Grund vollziehen sich deshalb Fäulnisprozesse, Nährstoffe wie Phosphat lagern sich ab. Genau die brauchen Algen für üppiges Wachstum. Phosphat und Licht – nach ein paar sonnigen Tagen kann selbst im Winter eine Algenblüte auftreten.

Sogar unter einer dicken Eisschicht, bei gleichzeitig glasklarem Wasser wachsen unter dem Eis mitten im Winter Fadenalgen, sofern die Sonnenstrahlen den Grund erreichen.

Wird jetzt das Teichwasser im Frühjahr bei einer Putzaktion noch zusätzlich aufgewirbelt und kräftig durchmischt, wirkt das wie Dünger für die unerwünschten Algen. Steigende Temperaturen, länger werdende Tage, noch nicht „eingefahrene“ Teichfilter und eventuelle Nachspeisung mit phosphathaltigem Leitungswasser verstärken die Problematik zusätzlich.

Deshalb: Planen Sie Ihre jährliche Putzaktion entgegen der landläufigen Meinung schon jetzt zum Saisonende im Spätherbst (Sept./Okt.) ein.

Gibt es Unterschiede bei der Teichreinigung bei Teichen mit und ohne Fischen?

Hier gibt es enorme Unterschiede. Die Teichreinigung in Teichen mit Fischbesatz wird regelmäßig unterschätzt.

Wir können Ihnen ein paar Faustregeln an die Hand geben, damit Sie sich an die notwendigen Größenordnungen selbst herantasten können.

Die Basisgröße um die richtige Auswahl zu treffen ist das Teichvolumen. Berechnen Sie das Volumen nach der Formel: Länge x Breite x ½ Tiefe.

Faustregel zur Auswahl von Filter und Pumpe

Bei Teichen mit Bepflanzung (ohne Fischbesatz) sollte das Teichwasser 5 Mal am Tag durch den Filter gepumpt werden.

Bei Teichen mit Bepflanzung und Fischbesatz bis zu 1 kg pro 1000 Liter sollte das Wasser 10 Mal am Tag durch den Filter gepumpt werden.

Bei Teichen mit Bepflanzung und Fischbesatz von 1 – 3 kg pro 1000 Liter (Koiteiche) sollte das Wasser 20 Mal am Tag durch den Filter gepumpt werden.

Mit Hilfe dieser Faustregeln können Sie in etwa erkennen, welche Größenordnungen notwendig sind.

Sie sehen auch leicht, wie sehr Fischbesatz einen Gartenteich belastet.

Sehr viele Gartenteiche sind mit Fischen überbesetzt, was natürlich zu enormen Problemen bei der Filtrierung des Teichwassers führt.

Reicht es eigentlich aus, im Herbst den Bodenschlamm abzusaugen und ansonsten den Teich so über den Winter bringen?

Denken Sie zusätzlich an folgende Punkte:

Abgestorbene Pflanzenteile abschneiden.

Pflanzen sollten jetzt zurück geschnitten werden. Dabei dürfen sie Stängel ruhig weiter einige Zentimeter aus dem Wasser herausragen. Denn so wird der Teich zusätzlich mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt, falls sich eine geschlossene Eisdecke bildet.

Schwimm- und Unterwasserpflanzen sowie stark wuchernde Pflanzen auslichten.

Laub und Schlamm bei Bedarf absaugen. Alternativ mit biologischen Mikroorganismen ökologisch nachhaltig abbauen.

Tipp: Jetzt ist die Zeit, um Blumenzwiebeln zu pflanzen. Wenn Sie jetzt rund um Ihren Teich verschiedene Arten von Blumenzwiebeln in die Erde stecken, werden Sie im zeitigen Frühjahr einen herrlichen Blütenteppich rund um Ihren Gartenteich bewundern können.

Laub abfischen. Bei Bedarf Laubschutznetz über den Teich spannen und am Rand befestigen.

Sinkt die Wassertemperatur unter 10 °C Wasserspiele, Pumpen und Filter aus dem Teich nehmen, reinigen und frostfrei lagern. Pumpen in einen Behälter mit Wasser geben, damit die Dichtungen geschmeidig bleiben.

Frostgefährdete Pflanzen und empfindliche Fische entnehmen.

Sind die Teichpflegemittel eigentlich nicht schädlich für Wasserpflanzen und Kleinstlebewesen?

Ich kann hier nur für Teichpflegemittel sprechen, die wir selbst vetreiben. Diese sind rein biologisch auf der Basis von Mikroorganismen.
Alle Produkte arbeiten nach dem gleichen Prinzip: natürliche Mechanismen, die in ungeschädigten Gewässern für deren Reinigung
und qualitative Stabilität verantwortlich sind und funktionieren, werden wieder in Gang gesetzt.

Das Gewässer erhält Hilfe zur Selbsthilfe. Gerade Wasserpflanzen und Lebewesen, besonders Kleinstlebewesen profitieren
von der sinnvollen Zugabe von biologischen Teichpflegeprodukten am meisten.

Muss die Teichbeleuchtung im Herbst im Wasser demontiert werden?

Gute Frage. Gerade im Herbst und Winter erzielt man mit Teichleuchten wunderschöne Lichteffekte und zauberhafte Stimmungen
rund um den eigenen Gartenteich. Gekoppelt mit einer Fernbedienung kann man die Teichleuchten vom Wohnzimmer oder vom Wintergarten aus
nach Bedarf ein- und ausschalten.

Liegen die Teichleuchten tief genug im Wasser kann nichts passieren. Werden Sie während einer Frostperiode komplett von Eis eingeschlossen kann es
eventuell zu Schäden kommen. Frostschäden sind von der Garantie der Hersteller ausgeschlossen.

Benötigt der Gartenteich auch im Herbst noch die Filteranlage und Sauerstoffzufuhr? Oder ist dies nur im Sommer nötig.

Mikroorganismen, die der biologischen Reinigung dienen, sind bei Wassertemperaturen über 10 °C aktiv. Daher sollte Ihr Filtersystem zu dieser Zeit 24 Stunden lang durchströmt werden. Sinkt die Temperatur unter 10 °C, ist dies nicht mehr notwendig und Pumpe und Filter können abgeschaltet werden und an einem frostsicheren Ort überwintern.

Je nach Gartenteich und Fischbesatz kann es jedoch sinnvoll sein während der kalten Monate einen Teichbelüfter zu installieren, der eine volumenreiche, gleichmäßige Sauerstoffabgabe über Belüftersteine garantiert.

Was passiert, wenn ich meinen Gartenteich gar nicht pflege und ihn einfach sich selbst überlasse?

Da hängt immer von einzelnen Gartenteich ab. Hier spielen diverse Faktoren eine wichtige Rolle wie zum Beispiel: Größe, Standort, Fischbesatz, Bepflanzung, Bauart usw. Ist ein Gartenteich
im biologischen Gleigewicht, kann man durchaus dauerhaft – auch ohne Eingriffe – Freude daran haben.

Dies ist aber nicht die Regel. Die meisten Gartenteiche kommen wegen zu kleiner Wassermengen und übermäßigem Fischbesatz früher oder später in Schwierigkeiten. Ohne äußere
Pflege- und Vorsorgemaßnahmen würden Sie „umkippen“.

Welche 3 Punkte sollte Ihrer Meinung nach jeder Teichbesitzer unbedingt beachten?

Schauen wir in die Natur. Schauen wir auf Gewässer im biologischen Gleichgewicht und übertragen wir die vorhandenen
Bedingungen auf den eigenen Gartenteich. Daraus ergeben sich drei wichtige Punkte:

1. Magern Sie Ihren Teich aus und halten Sie ihn so gut es geht frei von Nährstoffen. Sorgen Sie für eine nachhaltige Reduzierung von
schädlichen Nährstoffen und binden Sie die freigesetzten Phosphate. Phosphat ist der Hauptnährstoff der Algen. Algenfreie Gewässer sind immer nährstoffarm!

2. Achten Sie auf einen angemessenen Fischbesatz. Richtwert: Pro 1000 Liter einen Fisch. Unter 5000 Liter sollten Sie keine Kois halten.

3. Überprüfen Sie regelmäßig die Wasserwerte. Wichtigste Parameter: pH-Wert zwischen 7,5 und 8,5 (optimal 8,3) und
Karbonathärte immer über 5 Grad.

 

Sehr geehrter Herr Saladin, vielen Dank , dass Sie sich die Zeit genommen haben uns über die Teichpflege zu informieren.

 

Soweit die Tipps vom Profi. Ich habe mich sehr gefreut Ihnen heute die wichtigsten Grundlagen für eine optimale Teichpflege aus erster Hand zu präsentieren. Ich werde das jetzt auch für meinen “ Miniteich“ im Garten beherzigen und bin mir sicher, ich kann so die Algen im kommenden Sommer reduzieren. Mal sehen. Ich werde berichten.

Viele Hilfsmittel und Zubehör für die Teichpflege finden Sie im Shop der Firma Kübler unter: www.gartenshop-online.de

 

Teichpflege

Wasserpflege im Teich

Wer hat sich nicht schon mal beim Anblick eines dunklen, trüben, grünlich schimmernden Teiches gedacht….“ganz schön verdreckt“. Doch das ist ein großer Irrtum. Das Aussehen des Wasser im Gartenteich ähnelt dem von Seen und Flüssen, es ändert während des Jahres ständig seine Farbe und vermeitliche „Konsistenz“. Es beginnt schon im Frühjahr mit dem Schmelzen des Schnees und geht weiter im Sommer mit der allseitsbeliebten „Pflanzenvermehrung“. Trübes Wasser im Frühjahr klart recht bald auf, nämlich dann wenn es sich erwärmt und viele kleine Mikroorganismen tätig werden. Sehen kann man sie allerdings nicht. Viele vernichten dieses wertvolle Biotop im Teich, wenn sie leistungsfähige Filteranlagen einbauen. Diese vernichten quasi genau jene Fauna, die für die Wasserpflege wertvoll und wichtig ist. Deshalb sollte man darauf achten die Pumpen oder Filteranlagen so zu installieren, dass sie das Wasser nur immer stellenweise behandeln, z.Bsp. zum Betrieb eines Quellsteines oder Wasserspeiers. Natürlich kann man argumentieren, dass ein solchen Pflanzenbiotop nicht gleich von Anfang an zu haben ist und erst wachsen muss. Doch das sollte es einem wert sein, schließlich erhält man einen Teich im biologischen Gleichgewicht. Um das Ganze etwas zu „beschleunigen“kann man altes Wasser aus einem bereits bestehenden Teich zugeben. Darin enthalten sind schon eine ganze Ansammlung von Mikroorganismen, die sich rasch vermehren.

Wasserstand im Teich kontrollieren

Im Sommer verliert jeder Gartenteich oder See durch Verdunstung immer einen Teil Wasser, der oft durch den Regen wieder komplett aufgefüllt wird. Zusätzlich sollte man das Regenwasser von Hausdächern nutzen. So kann man fast komplett auf die Wasserversorgung des Teiches durch Trinkwasser verzichten, außerdem entlastet es die Kanalisation. Einfache Vorrichtung zum Auffangen des Regenwassers gibt’s in vielen Fachgeschäften und Baumärkten. Es empfiehlt sich beim Einleiten in den Teich sogenannte Sammler mit einem Schlauchanschluss zu verwenden, damit kann das Wasser direkt abgeleitet werden. Sollte man bedenken wegen der Qualität des Regenwassers haben, es ist kalkfrei und eventuelle Schadstoffe aus der Luft sinken im Regenwasserauffanggefäß,- tonne,- oder Becken ab. Will man es genauer wissen, es gibt ganz einfache Testsets im Fachhandel, er misst pH-Wert, Sauerstoff, Kohlendioxid und die Härte. Nicht zu vergessen ist dabei, dass es natürlich regionale Unterschiede gibt, Härte z.Bsp. Richtet sich nach der bodenbeschaffenheit. Stimmt ganz offensichtlich mit dem Wasser des Teiches etwas nicht, sollte man einen Schnelltest durchführen. Gedeihen etwa keine Pflanzen, ist oft der pH-Wert die Ursache. Oder Fische schnappen quasi nach Luft, sollte man mehr sauerstoffspendende Wasserpflanzen setzen oder Frischwasser zuführen.

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Gartenteich eisfrei halten

Algenbeseitigung im Teich

Schlammsauger Teich

Seerosen pflanzen

Seerosen im Gartenteich pflanzen

Prachtvoll sehen sie aus auf dem Wasser, meistens mit üppigen weißen Blütenblätter und einer goldgelben Mitte. Seerosen, sie sind die Zierde eines jeden Teiches oder kleinen Sees. Mehr als 50 verschiedene Sorten sind mittlerweile im Angebot von gutsortierten Geschäften. Dabei unterscheidet man zwischen den Wildarten, z.Bsp. eine der bekanntesten Seerosen, der weißen Seerose oder auch „Nymphaea alba“ und neuen und alten Züchtungen in den Farben rot,gelb, rosa oder weiß. Selbst für den kleinsten Teich gibt es mittlerweile eigene Zwergformen. Ursprünglich stammen viele der Züchtungen von den heimischen weißen Seerosen und ihrer kleinen Schwester, der Kleinen Seerose. Sie sind geschützt und nicht gerade üppig in freier Natur vorkommend.
Die Blätter und Blüten der Seerosen sind recht empfindlich, aber die ganze Pflanze ist recht ausdauernd. Unter Wasser bilden sich dicke Rhizome im Schlamm während des Frühjahrs bis zum Herbst. Die Blüten und Blätter treiben an die Oberfläche. Im Winter dagegen ziehen sie sich zurück in die Wurzeln in den lehmigen Teichgrund. Dort lässt es ich auch bei Frost gut überwintern und überleben.

Seerosen Sorten

Gepflanzt werden sollten die Diven des Wassers am besten in ausreichend tiefen Randzonen von Teichen, Schwimmteichen oder Seen. Herrscht im Schwimmteich reger Badebetrieb wird es schwierig, die Seerosen zu halten, da die Blüten kein bewegtes Wasser z.Bsp. von Springbrunen, sprudelnden Quelle oder andere Wasserströmungen schätzen. Außerdem empfiehlt es sich die Pflanzen in Körben in den Teich zu geben. Zum einem breiten sich auch die Wurzelrhizome nicht so sehr aus und wuchern die Wasseroberfläche zu, zum anderen ist das Handhaben mit Körben einfach praktischer, z.Bsp. Für den Transport im Winter in den Keller. Beliebte Arten und Sorten sind eben die Weiße Seerose mit sehr großen Blüten, die gelbe Teichrose, die ebenfalls sehr groß wird, eine kleine Blüte besitzt die blutrote „Rubra“, recht spitze Blütenblätter besitzt die ebenfalls großblühende weiße „Hermine“oder die rosa „Rosennymphe. Gut gefüllt ist die rote Blüte der „James Brydon“. Und tatsächlich gibt es blaue Seerosen, so z.Bsp. die „Pananma Pacific“

Seerose oder Teichrose?

Unterschied zwischen Seerosen und Teichrosen

Worin besteht der wesentliche Unterschied von Seerosen zu Teichrosen für den Laien? Die naheliegende Erklärung, dass Seerosen in einem See wachsen und Teichrosen in einem Gartenteich stimmt so nicht. Aber welche Erklärung ist dann richtig? Oder ist es doch alles das selbe und es gibt keine Unterschiede?

Hier finden Sie meine Erklärung zum Unterschied von Teichrosen und Seerosen.

Teichrosen

Die Teichrose blüht eher gelb und ihre Blüte ist kleiner als die der Seerosen. Man erkennt sie auch daran, das die Teichrose keine Tragblätter hat und der Blütenstengel der Teichrose steht meist etwas aus dem Wasser heraus. Die Teichrose sieht im Vergleich zu Seerose eher etwas unscheinbar aus. Das soll ihre Qualität als Pflanze nicht schmälern, ist aber auf der ersten Blick der auffälligste Unterschied zur Seerose.

Seerosen

Die Seerose ist bei Gartenteichbesitzern die beliebteste Bepflanzung im Teich. Ihre Blüten sind sehr vielfältig, von prächtig geformt über leuchtend bis hin zu elegant und kompakt für Wassertiefen ab 10 Zentimetern. Die Blüten der Rose „liegen fast schon auf den Schwimmblätter und bilden so einen schönen „Blätterteppich“ für die Seerose.

Die Seerosen können in Spezialgeschäften oder auch im Gartenfachmarkt gekauft werden. Die Auswahl an Seerosen für den heimischen Gartenteich ist sehr groß. Wichtig für die Auswahl ist vor allem die Wassertiefe. Achten Sie darauf die Seerosen nach der Tiefe in der Sie sie pflanzen zu kaufen.
Seerosen können ab Mai und bis in den Oktober hinein blühen.

Kurz gesagt
Im Prinzip kann man sagen, dass die meisten Rosen im Teich, Seerosen sind. Das klingt zwar etwas merkwürdig, aber so ist es nun mal.

Ich hoffe ich konnte hiermit etwas zum besseren Verständnis in Sachen Seerosen und Teichrosen beitragen.

Teichbau ohne Folie

Teichbau mit Ton und Lehm

Teichbau mit Ton ist wahrscheinlich nicht sehr bekannt, allerdings gibt es ihn. Tonbauelemente eignen sich allerdings nur für mittlere und große Teiche. Vorher sollte man sich allerdings kurz über Ton informieren. So sind zum Beispiel die Transportkosten wegen des Gewichtes recht hoch. Mit Ton bezeichnet man ein Sedimentgestein aus Tonmineralien, das im feuchten Zustand sehr plastisch formbar ist. Jeder kennt dabei den so typischen Geruch des feuchten Tons, verursacht durch ein ätherisches Öl. Vor allem bei sehr fetten Tonen mit hohem Humingehalt nimmt man ihn war. Geruch und Qualität des Tons stehen in engen Zusammenhang. Tonbauelemente für den Teichbau bestehen aus naturreinem, aufbereiteten Ton aus Abbaugebieten in Deutschland, so in Süddeutschland, der Gegen von Hannover oder östliche Nachbarn. Für den Teichbau eignen sich dabei nicht alle Tonelemente, besonders feinstrukturiert, fett und schwer sollte das Material sein.

Dieser Ton ist frostbeständig und jederzeit reversibel im Trocken-Nass-Zustand. Nass ist dieser Ton schwarz, getrocknet eher dunkel- bis hellgrau, gebrannt hellorange. Über einen Produktionsweg wird das Material am Schluss in ein entsprechendes Formteil gepresst.

Vorteile des Teichbau mit Ton

Der größte Vorteil dieser Formbauteile aus Ton ist jegliches Fehlen von Zusätzen und Zuschlägen, sowie keine Gift- oder Schadstoffe. Außerdem gibt es bei einem Rückbau gegenüber Teichfolien oder Beton keine Entsorgung, außerdem unterliegt die Abdichtung durch Ton keiner Alterung. Auch jahreszeitliche Witterungswechsel haben, bei richtigem Einbau, keinen Einfluss. Da das Material extrem flexibel ist, sind der naturnahen und plastischen Gestaltung keinerlei Grenzen gesetzt. Sind bestimmte Voraussetzungen gegeben, dann kann man eine solche natürliche Bauweise in jedem Gelände anwenden. Bei Dichtigkeit und Wasserundurchlässigkeit erreicht das Material hervorragende Werte, entsprechen etwa 20cm Stahlbeton. Die Tondichtung ist auch begehbar, vorausgesetzt man hat das Material fachgerecht eingesetzt. Verstärkt man den Aufbau, die Tragschicht, dann wird die Teichabdichtung hochbelastbar und kann sogar als Badeteich oder Regenrückhaltebecken genutzt werden. Gibt es Schäden, lassen die sich mit entsprechenden Tonstücken beheben, dabei muss man aber die Stelle sorgsam verstampfen. Das Teichwasser bleibt bei einem solchen Teich eigentlich immer sehr klar, vorausgesetzt man verzichtet auf nährstoffreiche Substrate im Teichbett. Außerdem heizen sich solche Teiche im Sommer weniger auf, die Konsequenz daraus ist mehr Sauerstoff und bessere Wasserqualität. Da die Uferböschungen meist sehr flach und naturnah sind, gedeihen Wasserpflanzen hier recht üppig. Allerdings gibt es Pflanzen, bei denen man vorsichtig sein muss, und eventuell rechtzeitig eingreifen muss. So sind z.Bsp. rhizombildende Bambusarten ohne Sperren in Teichnähe zu meiden. Neben diesen Vorteilen gibt es natürlich auch Nachteile, so der teure Transport oder der große Arbeitsaufwand.

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Gartenteich undicht

Schlammsauger Teich

Schlammsauger für Gartenteich

Schon beim Anlegen des Gartenteiches ist es wichtig sich über die anfallenden Pflegearbeiten Gedanken zu machen. So kommt bei vielen Besitzern von Teichen ein bis mehrmals im Jahr ein sogenannter Schlammsauger zum Einsatz. Im Prinzip ein etwas modifizierter Nasssauger, wie man ihn aus dem Haushalt vielleicht schon kennt.

Beim Kauf des Schlammsaugers bedenken

Beim Schlammsauger sollte man auch die Motorleistung und die maximale Länge des Saugrohres achten. Nur wenn man auch mit dem Ansaugrohr des Schlammsaugers bis zur Mitte des Gartenteiches kommt, macht die Sache auch Sinn. Gerade in der Tiefwasserzone sammelt sich der meiste Schlamm und muss mindestens einmal im Jahr abgesaugt werden. Messen Sie vor dem Kauf die Länge bis zur Teichmitte am besten zuerst einmal aus.

Bei Arbeiten mit dem Schlammsauger beachten

Beim Absaugen des Schlammes sollte man vorsichtig arbeiten und nicht zuviel Schlamm aufwirbeln um Fische nicht zu gefährden oder zu erschrecken. Arbeiten Sie ruhig und machen Sie zwischendurch eine Pause, damit der aufgewirbelte Schlamm sich wieder setzen kann.

Schützen Sie sich mit Gummistiefeln, wasserdichten Handschuhen und wenn möglich mit einer Gummihose, wie sie von Anglern verwendet werden. All diese Schutzkleidung kann nach der Reinigung genauso wie der Schlammsauger selbst bequem mit dem Gartenschlauch gereinigt werden.