Archiv der Kategorie: Gartenreisen

Gartenreiseberichte und Beschreibungen von Gartenparks

Gartenkunst in Südengland

Südengland das Gartenparadies

Haben Sie nicht auch schon mal darüber nachgedacht, ob nicht was dran ist an Geschichten über Elfen, Wassergeister, Trolle oder Schratzeln. Was sich wohl so unter Ihren Garten herumtreibt….und wie man das Gelichter und Gelächter dazu bringt, sich mal zu zeigen? Wie wärs mit einer ungewöhnlichen Art der Gartengestaltung? Die Lösung wäre nämlich, dem scheuen Völkchen doch in Ihrem Garten ein Gesicht zu geben oder eine Gestalt zu verleihen. Suchen sie doch mal Wurzeln, Äste und große Kiesel und formen Sie zusammen mit Lehm, Sand, Erde und Matsch ein grobes Gerüst für ein Gesicht oder eine Figur. Die ganzen Materialien müssen so vermengt und zusammengebracht werden, dass sie einigermassen zusammen halten. Dann schütten Sie noch mal einen Teil Erde und einen Teil feuchte Erde oder Lehm über das Gebilde, backen alles mit der Hand fest und modellieren Sie z.Bsp. ein Gesicht. Das ganze Ensemble kommt natürlich erst zur Geltung, wenn Sie Pflanzen integrieren. Schilfgras oder blühende Ranken für Haare, Moos für eine ebenmäßige Gesichtshaut und ein paar Büschel Wiesenblumen in die Ohren, für die Augen können Sie eventuell farbige Glassteine nehmen oder Kieselsteine in den verschiedensten Grau-Braun- Schattierungen. Begutachten können Sie solche lebenden Skulpturen in den „Lost Gardens of Heligan“ in Cornwall. Diese vor Jahren wiederentdeckte riesige und mit viel Geduld wieder hergestellte Gartenanlage beherbergt zwei solcher Wesen in riesenhafter Erscheinung(bis zu 5m Länge). Ein Gartenausflug der ganz besonderen Art.

 

Gartenkunst aus Cornwall
Gartenkunst aus Cornwall

 

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Gartenreise nach Wörlitz, 80km südl. von Berlin

Reisebericht vom Gartenreich Dessau-Wörlitz

Vielleicht überlegt mancher Gartenfreund gerade, wohin er 2009 in den Urlaub fahren könnte und denkt dabei sicher bei Gartenbesichtigungen an Großbritannien oder Frankreich, vielleicht noch Italien, aber mit Sicherheit nicht gerade an Sachsen-Anhalt. Dabei gibt es eine wunderschöne und sehr großzügige Gartenanlage in Wörlitz und gleich daneben im kleinen Ort Oranienbaum noch eine, zwar kleinere, aber nicht minder interessante.

Die Anlage in Dessau-Wörlitz gehört zum Weltkulturerbe der Unesco und das zu Recht. Ähnlich wie die Anlagen in Stourhead oder Hever Castle gibt’s eine Menge zu sehen. Zum Gelände gehört ein Schloss, dahinter ein sogenannter Bibelturm, und praktischerweise gleich daneben ein nettes kleines Cafe und Restaurant, angeschlossen ist dazu noch ein kleiner Shop mit Gartenartikeln und Büchern. Bevor man jedoch die gesamte Anlage betritt, öffnet sich dem Besucher der Blick auf einen riesigen See, an dessen Ende ein kleiner Palazzo und ein künstlicher Vulkan wartet. Wer es mag, kann gleich ein Boot incl. Champagner oder Sekt mieten und sich den Garten in aller Ruhe „auf See“ zu Gemüte führen. Schwäne, Wasserspeier, und allerlei Getier werden die Ausflügler begleiten. Natürlich ist die Anlage noch nicht ganz restauriert und renoviert, aber das merkt man als Besucher wenig. Man kann wunderbar durch die Wiesen streifen und die Wege erkunden, einzig störend empfanden wir eigentlich nur, dass es gestattet ist, auf den Wegen Radzufahren. So ist man in der Hauptsaison auf den Wegen eigentlich permant am Ausweichen und Aufpassen. Das unterscheidet diese Anlage wirklich sehr von den englischen Gärten.

Im Nachbarörtchen Oranienbaum gibt es noch eine kleinere Gartenanlage vollkommen anderer Art, schon mal das Schloss ist größer. Außerdem gibt’s ein wirklich sensationelles Chinesisches Teehaus unter dem ein Bach durchfließt und daneben den dazu passenden Aussichts-Turm, nicht zu vergessen die Orangerie, in der ein kleines provisorisches Cafe untergebracht ist. Hier merkt man die Restaurierungen, die noch im Gange sind, doch noch etwas stärker, aber störend ist das nicht wirklich. Der Ort Oranienbaum selbst hat mit einer Barocken Rundkirche ein wirklich architektonisches Schmuckstück zu bieten. Der vor der Kirche liegende Hauptplatz ist komplett saniert worden und erstrahlt nun wieder ganz in seiner traditionellen barocken Anordnung.

Was wir sehr schade fanden, war die sehr begrenzte Anzahl von Übernachtungsmöglichkeiten und das Angebot an Restaurants oder Kaffes in der näheren Umgebung des Gartenreiches Wörlitz, sowie im Ort selbst, aber vielleicht hat sich das ja im Jahre 2009 auch schon geändert.

 

Gartenreich-Wörlitz
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Bibelturm im Gartenreich
Bibelturm im Gartenreich

Hier finden Sie einen Gartenreisebericht aus England