Archiv der Kategorie: Gartenreisen

Gartenreiseberichte und Beschreibungen von Gartenparks

Gartenreise in Suedengland

Gärten in Südengland – Cornwall

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Lost Garden of Heligan, wie die verschwundenen Gärten in Cornwall genannt werden, ist eigentlich ein Muss für jeden Gartenliebhaber auf Gartenreise. Auch wenn sich hier ab Mai ganze Schwärme von Touristen und Gartenfans treffen, man muss sich Ihnen unbedingt anschließen. Und in den riesigen Anlagen verlaufen sich auch größere Besucherströme.


1560 wurde das Gut Heligan(corn. Weidenbäume) in Suedengland von einem Sampson Tremayne gekauft. Seit dieser Zeit ist das Anwesen immer im Besitz der Familie geblieben. Wie es zu jedem Herrenhaus gehört, wurden auch über die Generationen Gärten angelegt und erweitert. Während des ersten Weltkrieges wurde das Haus als Erholungsheim für Offiziere genutzt, die Gärtner der Anlagen, 22 an der Anzahl, mussten in den Krieg ziehen. Bis auf kleine Teile verwilderte die weitläufige Anlage in dieser Zeit immer mehr. Nach dem Krieg war kein Geld mehr vorhanden, um die Gärten wieder in Stand zu setzten und so wurden Haus und Gärten vermietet. Im zweiten Weltkrieg war das Gut sozusagen ein Truppenübungsplatz, die Allierten übten die Landung in der Normandie, Panzer und ähnliches schweres Gerät walzten über die Gärten. 1970, nachdem sich auch die Nachbarn am Gartenbestand bedient hatten, galt das Gut als verloren. 1990, mit John Willis als Gutsherr, begann die Wiederentdeckung und mittlerweile ist es ein touristisches Highlight geworden.
Die 30 Hektar große Gartenanlage teilt sich in den Nördlichen Garten mit einem italienischen Garten, dem Ananashof, einem Sonnenuhrgarten, den Wunschbrunnen und so weiter, dann folgt der Dschungel mit abenteuerlichen und auch sehr seltenen Bäumen und Pflanzen und zum Schluss das übrige Aussengelände. Hier finden Sie das “Verlorene Tal”, ein Farmprojekt und ein Wildlifeprojekt, wo z.Bsp. Schleiereulen in ihren Nistkästen beobachtet werden können.
Als Besucher sollten Sie sich unbedingt einen halben Tag Zeit mitbringen. Während der Hauptsaison werden auch tägliche Führungen angeboten.

Fazit: Südengland ist immer eine Gartenreise wert.

Irrgarten,Wasserirrgärten und Labyrinthe

Wasser-Irrgarten-England

Wasser-Irrgarten-England

Labyrinth-Bericht

Viele Gärten und Gartenanlagen in England besitzen eine ganz besondere und kniffelige Methode der Gatengestaltung, nämlich den Irrgarten. Es gibt recht einfache, kleinere und leicht durchgehbare Anlagen wie die in den Gärten von Hever Castle in Kent, dem Schloss von Anne Boleyn. Und es gibt solche, bei denen Sie wirklich ohne die Hilfe des in der Mitte auf einer Erhöhung stehenden Wegweisers nicht mehr herausfinden, wie z.Bsp. in Longleat House (www.longleat.co.uk) oder in Leeds Caste(www.leads-castle.com). Besuchen Sie bitte dieses Labyrinth nie kurz vor Ihrer Abreise, denn die Fähre oder das Flugzeug wartet wohl kaum, bis Sie wieder herausgefunden haben. Am schönsten aber sind die recht seltenen Wasserirrgärten .
Ebenfalls in Hever Castle gibt’s so einen und man sollte auf jeden Fall damit rechnen, dass man nass wird, wenn man ihn betritt. Ganz harmlos sieht er aus, ohne mannshohe Hecken oder Büsche, klein und überschaubar. Nur ein paar Wasserpflanzen und in der Mitte die obligatorische Erhöhung in Form eines Turmbaues. Allerdings schallt einem schon von weitem Gelächter und Gekreische entgegen. Das Labyrint ist in mehreren Ringen angelegt mit großen Plastern und Platten, die den Weg im Irrgarten markieren, Und die sind recht heimtückisch. Wenn Sie Glück haben, geht ein Trupp Kinder Ihnen voraus, so dass Sie sehen, was auf Sie zukommt. Denn tritt man auf den falschen Pflasterstein, dann geht eventuell ein Wasserfällchen auf Sie nieder oder aus irgendeinem Eck spuckt Sie doch glatt einer an. Und auch unter der Wasseroberfläche scheint sich jemand einen Spaß zu erlauben und zu Ihnen herauf zu prusten.
Und verlassen Sie bloss nicht den Weg bzw. die Pflaster, wer weiß, was im kniehohen Wasser auf Sie wartet. Das auffallendste Bild vom Wasserirrgarten in Hever Castle ist wohl dieses: Grüppchen von Erwachsenen stehen um die Anlage herum und trauen sich nicht hinein, während Kinder sich ohne Scheu sozusagen ins Nass stürzen.
Als Reiseführer für Gärten auch mit Labyrinthen in England ist “Englische Gartenlust: Von Cornwall bis Kew Gardens” von Peter Sager, 2007,
ISBN 978 345834849

zu empfehlen und auch das neue Buch “Kompakt und Visuell: Englische Gärten” von Patrick Taylor, Januar 2009, ISBN 978 383 1013531

Sehr hilfreiche und gute Broschüren gibt es unter www.visitengland.com, man muss allerdings ein bißchen stöbern und Prospekte für spezielle Ziele aussuchen.

Irrgärten in England
Irrgärten in England

Text von gartenfee

Gartenkunst in Südengland

Südengland das Gartenparadies

Haben Sie nicht auch schon mal darüber nachgedacht, ob nicht was dran ist an Geschichten über Elfen, Wassergeister, Trolle oder Schratzeln. Was sich wohl so unter Ihren Garten herumtreibt….und wie man das Gelichter und Gelächter dazu bringt, sich mal zu zeigen? Wie wärs mit einer ungewöhnlichen Art der Gartengestaltung? Die Lösung wäre nämlich, dem scheuen Völkchen doch in Ihrem Garten ein Gesicht zu geben oder eine Gestalt zu verleihen. Suchen sie doch mal Wurzeln, Äste und große Kiesel und formen Sie zusammen mit Lehm, Sand, Erde und Matsch ein grobes Gerüst für ein Gesicht oder eine Figur. Die ganzen Materialien müssen so vermengt und zusammengebracht werden, dass sie einigermassen zusammen halten. Dann schütten Sie noch mal einen Teil Erde und einen Teil feuchte Erde oder Lehm über das Gebilde, backen alles mit der Hand fest und modellieren Sie z.Bsp. ein Gesicht. Das ganze Ensemble kommt natürlich erst zur Geltung, wenn Sie Pflanzen integrieren. Schilfgras oder blühende Ranken für Haare, Moos für eine ebenmäßige Gesichtshaut und ein paar Büschel Wiesenblumen in die Ohren, für die Augen können Sie eventuell farbige Glassteine nehmen oder Kieselsteine in den verschiedensten Grau-Braun- Schattierungen. Begutachten können Sie solche lebenden Skulpturen in den „Lost Gardens of Heligan“ in Cornwall. Diese vor Jahren wiederentdeckte riesige und mit viel Geduld wieder hergestellte Gartenanlage beherbergt zwei solcher Wesen in riesenhafter Erscheinung(bis zu 5m Länge). Ein Gartenausflug der ganz besonderen Art.

 

Gartenkunst aus Cornwall
Gartenkunst aus Cornwall

 

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Gartenreise nach Wörlitz, 80km südl. von Berlin

Reisebericht vom Gartenreich Dessau-Wörlitz

Vielleicht überlegt mancher Gartenfreund gerade, wohin er 2009 in den Urlaub fahren könnte und denkt dabei sicher bei Gartenbesichtigungen an Großbritannien oder Frankreich, vielleicht noch Italien, aber mit Sicherheit nicht gerade an Sachsen-Anhalt. Dabei gibt es eine wunderschöne und sehr großzügige Gartenanlage in Wörlitz und gleich daneben im kleinen Ort Oranienbaum noch eine, zwar kleinere, aber nicht minder interessante.

Die Anlage in Dessau-Wörlitz gehört zum Weltkulturerbe der Unesco und das zu Recht. Ähnlich wie die Anlagen in Stourhead oder Hever Castle gibt’s eine Menge zu sehen. Zum Gelände gehört ein Schloss, dahinter ein sogenannter Bibelturm, und praktischerweise gleich daneben ein nettes kleines Cafe und Restaurant, angeschlossen ist dazu noch ein kleiner Shop mit Gartenartikeln und Büchern. Bevor man jedoch die gesamte Anlage betritt, öffnet sich dem Besucher der Blick auf einen riesigen See, an dessen Ende ein kleiner Palazzo und ein künstlicher Vulkan wartet. Wer es mag, kann gleich ein Boot incl. Champagner oder Sekt mieten und sich den Garten in aller Ruhe „auf See“ zu Gemüte führen. Schwäne, Wasserspeier, und allerlei Getier werden die Ausflügler begleiten. Natürlich ist die Anlage noch nicht ganz restauriert und renoviert, aber das merkt man als Besucher wenig. Man kann wunderbar durch die Wiesen streifen und die Wege erkunden, einzig störend empfanden wir eigentlich nur, dass es gestattet ist, auf den Wegen Radzufahren. So ist man in der Hauptsaison auf den Wegen eigentlich permant am Ausweichen und Aufpassen. Das unterscheidet diese Anlage wirklich sehr von den englischen Gärten.

Im Nachbarörtchen Oranienbaum gibt es noch eine kleinere Gartenanlage vollkommen anderer Art, schon mal das Schloss ist größer. Außerdem gibt’s ein wirklich sensationelles Chinesisches Teehaus unter dem ein Bach durchfließt und daneben den dazu passenden Aussichts-Turm, nicht zu vergessen die Orangerie, in der ein kleines provisorisches Cafe untergebracht ist. Hier merkt man die Restaurierungen, die noch im Gange sind, doch noch etwas stärker, aber störend ist das nicht wirklich. Der Ort Oranienbaum selbst hat mit einer Barocken Rundkirche ein wirklich architektonisches Schmuckstück zu bieten. Der vor der Kirche liegende Hauptplatz ist komplett saniert worden und erstrahlt nun wieder ganz in seiner traditionellen barocken Anordnung.

Was wir sehr schade fanden, war die sehr begrenzte Anzahl von Übernachtungsmöglichkeiten und das Angebot an Restaurants oder Kaffes in der näheren Umgebung des Gartenreiches Wörlitz, sowie im Ort selbst, aber vielleicht hat sich das ja im Jahre 2009 auch schon geändert.

 

Gartenreich-Wörlitz
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Bibelturm im Gartenreich
Bibelturm im Gartenreich

Hier finden Sie einen Gartenreisebericht aus England