Unkraut und Klee im Rasen bekämpfen
Wie bei allen Pflanzen so treten auch beim Rasen Probleme wie Krankheiten, Schädlinge und ähnliches auf. Und ebenso wie bei anderen Anpflanzungen gibts hier auch verschiedene mehr oder weniger sinnvolle und wirksame Lösungen.
Ein „Problem“ ist die natürliche „Verschmutzung“ der Rasenfläche. Während eines Jahres lassen sich Laub, Pflanzenreste, Schnittgut, herangewehte Blüten und Blumen auf dem Schmuckstück nieder. Normalerweise sieht dies nur nicht besonders schön aus, aber gegen Herbst und Winteranfang kann es dann richtig schädlich für den Rasen werden, vor allem das Laub kann Probleme machen. Es besteht dabei die Gefahr, dass durch obenliegendes Laub kein Licht mehr an die Gräserpflanzen dringt. Durch den auch noch dazukommenden Feuchtigkeitsstau kann es dann zur Bildung von Moos, Schimmel und anderen Krankheiten kommen. Deshalb muss man mit einem Fächerbesen oder einer Laubharke die toten Blätter vom Rasen entfernen. Ab Oktober/November sollte man mindestens einmal pro Woche diese Tätigkeit ausführen, da es sonst überhand nimmt.
Ein weiteres Problem ist das Unkraut, hier vor allem Löwenzahn und Klee. Auch Gänseblümchen sind eigentlich Rasenunkraut, wenns auch schön aussieht. Hin und wieder treten auch Disteln oder die sogenannte Vogelschmiere auf. Der hartnäckigste Rasenbewohner dürfte der Löwenzahn und das Gänseblümchen. Löwenzahn ist mehrjährig, mit leicht regenerierenden Wurzeln und immer neuen Austrieb und er sät sich selbst aus! Will man ihn bekämpfen, muss man ihn am Blühen und Samen verteilen hindern. Das Gänseblümchen ist ebenfalls mehrjährig und blühen das ganze Jahr, sie lieben lehmige, feuchte Böden. Für ihre Eliminierung braucht man Geduld und Nerven. Ebenfalls lästig ist der Klee, er mag lehmige Böden und verbreitet sich durch kriechende Austriebe. Distelen, vor allem die sogenannte Acker-Kratzdistel, ist ebenfalls mehrjährig und hat sehr dicke Wurzeln, sie muss am Blühen und Aussamen gehindert werden.
Gegen all dieses Unkraut kann man mit guter Pflege, ausgewogenen Dünger und regelmässiges Mähen vorsorgen. Benutzt man Unkrautvertilger, so ist selektives Granulat am besten, dies kann man problemlos ausstreuen und bewässern, ratsam ist eine Anwendung im Frühjahr, Gänseblumen und Löwenzahn kann man jedoch sehr gut im Herbst bekämpfen. Selektiv bedeutet hierbei, dass das Unkraut bekämpft wird, die Graspflanzen jedoch nicht. Die Anwendungstemperatur sollte nicht unter 10Grad liegen, aber auch nicht über 20Grad.
Ein Hauptgegner von Rasenliebhabern ist Moos. Siedelt es sich an, bedeutet es im Normalfall, dass der Boden zu feucht ist und zu wenig Nährstoffe hat. Oft bei schattigem Rasen oder zu verdichtenden. Vorsorglich sollte man also den Rasen ausreichend lüften und besanden, ausfilzen und regelmässig düngen. Im Handel gibt es sogenannte Moosvernichter, den man ausbringen kann, enthält er Eisensulfat Vorsicht vor unlöslichen Flecken auf Beton und Stein. Bei guter Wirkung wird das Moos braun und man kann es wegharken.
Auch Pilzbefall gibt es beim Rasen, meist macht er sich durch scharf abgegrenzte gelb-bräunlich, rosa oder weiße Flecken bemerkbar. Er tritt auf bei zu viel gewässerten Rasen, lange liegengebliebenen Schnee, Unterernährung oder zu hoher Luftfeuchtigkeit. Harmlosere Krankheiten wie Rost oder echter Mehltau kann man mit gezielter Düngergabe und etwas Geduld bekämpfen, andere können die gefürchtete Wurzelfäule hervorrufen. Dabei kann es passieren, dass es zum Absterben des Rasens kommt.
Und natürlich gibt es auch ein paar „Tierchen“, die man nicht auf seinem Rasen haben will.
Dazu gehören der Maulwurf mit seinen Hügeln, er ist eigentlich nicht schlecht für den Rasen, aber es sieht halt nicht schön aus. Da es geschützte Tiere sind, sanft vertreiben!
Z.Bsp. mit Windmusik. Dabei gräbt man Flaschen bis zum Hals in die Erde ein. Oder man verteilt ein paar für die Maulwürfe übelriechende Dinge auf den Rasen wie duftgetränkte Holzstäbchen oder Kugel, oder pflanzliche Öle. Unangenehmere Tiere sind aber Herbstgras- und Erntemilben. Sie nisten sich in den Rasen ein, tun zwar ihm nichts, sind aber für den Menschen schädlich. Sie verursachen Hautentzündungen durch Stiche. Ebenso unbeliebt sind Ameisen. Sie sind eigentlich keine Schädlinge, können aber die Samen nach der Aussaat fressen, vor allem also lästig, wenn sie in Scharen auftreten. Sie sind sehr schwer wegzubringen. Helfen kann das Ausbringen von Lavendeljauche. Ein Problem für den Rasen, das manche Gartenbesitzer nicht gerne sehen wollen, sind Haustiere und dabei vor allem deren Urin. Hunde und Katzenurin führen zu verbrannten Flecken im Gras.
