Archiv der Kategorie: Gartenpavillon-Gartenhäuser

Tipps zur Planung oder zum Kauf eines Pavillons, Gartenhauses oder einer Gartenlaube

Stilvolles Mülltonnenhaus aus Holz

Wie kann ich die Mülltonnen am besten unterbringen?

Holzhaus für Mülltonnen
Seitenansicht des Müllhäuschens

Heute möchte ich Ihnen zeigen wie wir das Problem mit der Unterbring unsere drei Mülltonnen gelöst haben. Bisher standen dieTonnen verteilt im Kellerund mussten recht mühevoll nach oben transportiert werden. Deshalb haben wir bereits seit geraumer Zeit nach einem Mülltonnenhäuschen gesucht, dass irgendwie zu unserem Haus und dem Garten passt. Eine Verkleidung und Haus aus Edelstahlkam eigentlich nie in Frage. Das sehr helle Material  passte uns überhaupt nicht zur Umgebung. Also sollte es eine Variante aus Holz sein. Auf alle Fälle legten wir Wert auf ein hochwertiges Modell. Deshalb habe ich etwas im Internet recherchiert und mir die Auswahl einmal genauer angesehen.

Müllhäuschen mit bewachsenem Dach
Müllhäuschen mit bewachsenem Dach

Welches Material ist besonders langlebig?

Genau diese Frage war für uns besonders wichtig. Schliesslich möchten wir nicht in ein paar Jahren nicht die ersten faulen Hölzer haben. Das ist aber bei den vielenfältigen Angeboten im Internet gar nicht so einfach. Schaut man sich die Häuschen genauer an findet man Matrialbeschreibungen wie „Nadelholz“ oder auch “ kesseldruckimprägniert“.Aber was bedeutet das für die Haltbarkeit? Ich vermute, dass es sich bei den meisten Hölzern um Tannenholz handelt. Das ist an sich nichts schlechtes,aber es ist auch noch lange nicht das haltbarste Holz für den Aussenbereich. Selbst wenn ein Tannenholz imprägniert ist, so entstehen doch, je nach Standort und Feuchtigkeit Fäulnis und Pilze. Ein Freund von mir hat einen Gartenzaun aus soclhen kesseldruckimprägnierten Holz. Trotzdem fault dieser Zaun nach 10 Jahren sehr stark. Das allein ist zwar kein Kriterium, man sollte aber einfach die verschiedendlichen Hölzer kennen. Nur so kann man letztlich seine Kaufentscheidung für ein bestimmtes Tonnenhaus treffen.

Wir haben uns für Lärchenholz entschieden

Da Lärchenholz sich für den Aussenbereich am besten eignet, sollte unser Haus unbedingt aus Lärche sein. Früher fertigt an bereits gute Holzfenster immer schonaus Lärchenholz. Man wusste schon immer über die gute Qualität Bescheid. Mit diesen Voraussetzungen ging ich dann auf die Suche im Internet. Leider habe ch nicht so wirklich etwas passendes gefunden. Uns haben die Ausführungen oft nicht so wirklich gefallen. Auch die Preise haben uns nicht wirklich überzeugt. Entweder zu günstig oder eben sehr teuer. Da stellt sich dann die Frage ob es nicht besser ist sich ein Müllhaus anfertigen zu lassen.

Unser Schreiner vor Ort war die Lösung

Nach einigem Nachdenken haben wir dan unseren örtlichen Schreiner gefragt. Er hat uns das abgebildete Objekt für uns nach Maß gefertigt.

Unser Haus ist ca. zwei Meter lang und 86 Zentimeter breit. Es bietet Platz für drei große Tonnen mit Rädern. Die Höhe beträgt an der höchsten Stelle 1,40 Meter und hat ein leichtes Gefälle nach hinten. Die Verkleidung besteht aus 5 cm breiten und 2 cm starken Lärchenleisten die an den Kanten abgerunden sind. Die Eckposten sind 7×7 cm stark, die Rahmenhölzer dazwischen und an den Türen sind ca. 7×3,5 cm dick.

Im Inneren haben wir nur einen Pfosten an dem die rechte Tür anschlägt. Dadurch haben wir im zweiflügen Bereich etwas mehr Platz.

Vorbereitung Fundament
Das Fundament wird 30 cm tief ausgegraben

 Die Vorbereitungen

Zuerst einmal mussten wir den Platz an dem das MTH stellen soll vorbereiten. Dort stand bisher noch eine Ligusterhecke. Die hat als zusätzlcihen Sichtschutz gedient. Die Hecke war mehr als 20 Jahre dort und hatte viele dicke Wurzeln. Mit einer Baumschere haben wir zuerst dieGartenhecke bis auf etwa 10 cm herunter geschnitten. Danach haben wir mit einer Spitzhacke die Wurzeln heraus gehackt. Das ging besser als wir anfangs gedacht hatten. Die Wurzeln waren nicht besonders tief und so war die „Rodungsarbeit“ in fast 2 Stunden erledigt.

Das Fundament musste jetzt nur noch etwa 30 cm tief gegraben werden. Dort hinein kam dann Kies und Splitt so etwa 20 cm hoch. Das Ganze wurde dann verdichtet und gestampft und dadrauf wurde ein Steinpflaster verlegt. Diese Arbeiten hat für uns der Schreiner mit übernommen. Darüber waren wir sehr froh. Nicht jeder hat mal eben eine Rüttelgerät und eine Schneidemaschine für Pflaster zur Hand.

Das Dach wird bepflanzt

Da am Standort unseres neuen Müllhauses vorher eine Hecke als Sichtschutz stand, haben wir uns für ein Pflanzdach entschieden. Damit das Tonnenhaus nicht gar so ein Fremdkörper im Garten ist wird das Dach mit Hauswurz und anderen niedrigen Pflanzen bepflanzt.

Damit das Dach die Pflanzungen aushält haben wir uns von einem Spengler eine Bedachung aus Dachpappe speziell für Pflanzen anbringen lassen. Das Dach hat eine kleine Muldenform in die hinein die Dachpappe verlegt und verschweißt wurde. Am hinteren Rand wurde ein Lochblechstreiben befestigt damit Wasser abtropfen kann, aber die Erde und die Pflanzen nicht weggespült werden können. Als Abschluss wird dann noch die Kante zwischen Dachkonstruktion und Dachpappe mit einem Blechstreifen abgedeckt.

Zur Bepflanzung haben wir zwei verschiedenen Sorten Erde gemischt und dann diese ca 10 dick auf dem Dach verteilt. So konnten wir dann unsere Hauswurz & Co gut in die Erde einpflanzen. Was jetzt über den Winter überlebt, werden wir sehen. Das was den Winter mit vielen Frostnächten überstanden hat wächst eben weiter, dass andere wird ersetzt. Eine ganz einfache Lösung. Zusätzlich zu dem Grünzeug haben wird auch noch ein paar unserer Teichgesichter, kleine Ammoniten und Steinschnecken, Moos und ein paar Hölzer verteilt.

Ein Mülltonnenhaus kann auch romantisch sein !

Das klingt jetzt zwar ziemlich blöd, ist es aber nicht. Wir haben uns nach der ganzen Pflanzerei am Abend unser Werk vom Wohnzimmer aus angeschaut. Dabei ist uns die Idee gekommen einige Windlichter auf dem Haus zu verteilen. Das sah wirklich sehr gut aus.

Müllhaus Lärche
Bepflanztes Mülltonnenhaus aus Lärche

Was ist eine Orangerie?

Der Wintergarten und die Orangerie

Quartiere für Pflanzen, die nicht frostfest sind, gibt es schon relativ lange, um das 18.Jahrhundert herum galt so ein „Wintergarten“ gar als Statussymbol bei den Reichen und Schönen. Erste Vertreter dürften die sogenannten Orangerien gewesen sein. Ihre Vorgänger ware die Pomeranzenhäuschen, zerlegbare Holzkonstruktionen für Pomeranzenpflanzen. Orangerien waren in jedem Schloß- oder Gutshofgarten vertreten, der etwas auf sich hielt. Hauptsächlich darin untergebracht waren tatsächlich Orangen- und Zitronenbäumchen. Sie wurden wegen der Beweglichkeit immer mehr in Töpfen kultiviert, da man desöfteren den Platz in den Orangerien für Veranstaltungen nutzte.
Man stellte an die Ausstattung schon damals hohe Ansprüche bzgl. Belüftung oder Beheizung. Ein herausragendes Beispiel ist die Orangerie von Versailles in Paris, erbaut unter Ludwig XIV. Auch heute noch finden dort Veranstaltungen darin statt, aber auch die Lieblingspflanzen des Sonnenkönigs sind von Oktober bis Mai noch dort untergebracht. Die Temperatur beträgt dabei konstant 5-8Grad und die 1000 Pflanzen werden einmal im Monat von Hand gegossen. Etwa ab 1800 wurden öffentliche Wintergärten errichtet, teilweise sogar mit Kaffeehausbetrieb. Die Holzkonstruktionen wurden allmählich durch Eisenbauweise abgelöst. Beispiel dafür ist der sogenannte „Kristallpalast“ auf der Weltausstellung in London. Aber auch wohlhabende Privatleute leisteten sich solche Bauten, private Wintergärten wurden sogar zum unverzichtbaren Teil einer Bürgervilla. Weniger der Wunsch nach dem Garten als die Vergrößerung des Wohnraums waren hier wichtig, allerdings waren die meisten dieser Räume unbeheizt. Heute kann man noch in vielen Villenviertel diese wunderbaren Exemplare, sofern sie nicht im Krieg zerstört wurden, bewundern. Die damals erreichte Vielfalt kann heute mit den modernen Fertigungsweisen nicht erreicht werden. Eine Variantion sind auch noch die Freisitze, sie waren, zumindestens am Anfang, noch an den Seiten offen und nicht beheizt. Eine serienmässige Herstellung von Wintergärten erfolgte bereit im 19.Jhd.
Vor ca. 12Jahren begann eine regelrechte Renaissance des Wintergartens in Deutschland, wie eigentlich zuletzt vor dem Ersten Weltkrieg. Eine große Rolle spielt dabei natürlich die technische Entwicklung, leichtere Verfahren bei den Konstruktionen oder Verglasungen sind wichtig. Außerdem kann man durch die Nutzung der Sonnenwärme auch Energie sparen. Heute wird der „Wintergarten“ eher als „Ganzjahresgarten“ genutzt. Entspannung und Ruhe stehen im Vordergrund, die Pflanzen dienen meistens als Dekoration und sollen pflegeleicht sein.

Den richtigen Standort für den Wintergarten finden

Die genaue Planung des Wintergartens ist wichtig?

Bevor man sich einen Wintergarten baut, ist die Frage nach dem Standort wichtig. Der Platz hängt dabei hauptsächlich von der Größe, der Form und der Ausrichtung des zur Verfügung stehenden Grundstückes ab. Außerdem muss man Bebauungspläne, Bauvorschriften und auch die schon vorhandene Bausubstanz beachten. Bei der Planung unbedingt zu berücksichtigen ist die Tatsache, dass sich Sonne, aber auch Frost durch den Einsatz von Glas intensivieren. Natürlich will man den Wintergarten möglichst ans Wohnzimmer auf der Südseite anhängen. Wird er im Zuge eines Neubaues errichtet, dann klappt dies ganz gut, mehr Probleme bereitet ein nachträglicher Anbau.
Ist der Wintergarten „nur“ zur Einsparung von Energie vorgesehen, so sollte der Anbau an die Südseite des Hauses. Will man ihn auch anderweitig nutzen, ist auf jeden Fall zu beachten, dass sich der Raum auf der Südseite im Sommer enorm, manche glauben es kaum, aufheizen kann, dies können auch mehr als 50Grad sein. Deshalb sind Vorrichtungen für Schattierung und Lüftung dringend notwendig. Die Nordseite eines Hauses kann auch genutzt werden. Im Sommer ist hier der Wintergarten der angenehmste Raum, im Winter wirkt die Außenwand des Gebäudes als Puffer für die kalten Winde aus Norden oder Nordosten. Durch die vom Licht beeinflusste leichte Erwärmung auch im Winter ist ein solcher Wintergarten ein Wärmepolster für das Wohnhaus.
Ausgeglichenes Klima herrscht bei einer Ausrichtung nach Westen(Abendschwärmer) oder Osten(für Frühaufsteher).
Einfachste Lösung für den Anbau ist die Überbauung an der Terrasse, ist das Haus mehrere Stockwerke hoch, lässt sich der Wintergarten auch noch oben ziehen.
Nicht vergessen sollte man den jeweiligen Nachbarn, dies gilt vor allem bei Reihenhäuser. Ist dessen freie Sicht dann verbaut oder behindert das einstrahlende Sonnenlicht, droht in den meisten Fällen Ärger, verständlicherweise. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollte man auf jeden Fall mit seinem Nachbar vor der Planung und Ausführung sprechen.

Lauben aus Weide und Buche pflanzen

Gepflanzte Lauben und Unterstände

Plant man eine Laube im eigenen Garten, ob nun aus lebenden oder anderen Material, steht im Normalfall nur eine begrenzte Fläche zur Verfügung. Dabei muss man darauf achten, dass die Laube nicht zu nah an Häuser oder bei großen Bäumen steht. Bei lebenden Material muss man beachten, dass die Pflanzen Luft und Platz brauchen, da sie ja weiter wachsen. Stehen sie zu sehr im Schatten oder sehr eng, gibts schiefe Wände. Im Gegensatz zur freien Natur, kann man im Hausgarten beim Wachsen und Gedeihen ein bißchen z.Bsp. durch Düngung, Schneiden und Wässern nachhelfen, so dass die Zeitspanne bis man es sich gemütlich machen kann nicht allzu lange ist. Größe, Boden und Lichtverhältnisse entscheiden über das verwendete Pflanzenmaterial.
Bei der Form sollten die naturnahen Verhältnisse gewahrt bleiben, d.h. keine Dreiecke oder ähnliches. Die natürlichste Form ist dabei auf jeden Fall das Rund. Außerdem ist bei dieser Form der Gebrauch an zusätzlichen Hilfen eher gering, lediglich einige sehr starke Seile oder Stricke sind später nötig.
Ob die Laube letztendlich dann oben geschlossen, offen oder wie im römischen Pantheon ein rundes Loch im Dach hat, bleibt jedem selbst überlassen. Beim Durchmesser oder der Kantenlänge der geplanten Laube richtet man sich am besten nach der Endhöhe der verwendeten Pflanze, Richtwert wäre etwa ein Viertel der Endhöhe.
Bei rechteckigen Grundrissen benötigt man normalerweise ein Gerüst, um das man die Pflanzen biegen kann. Ohne ein solches Gestänge würden sich die Gehölze bei steigender Höhe immer mehr in eine Rundform biegen. Bei den immerwieder mal erforderlichen Flechtarbeiten mit Zweigen und Ästchen ist das Gestell allerdings auch recht hinderlich. Was das Erscheinungsbild des Bauwerkes betrifft, kann man je nach Geschmack offene, sehr dichte, leicht filigrane Wände „errichten“. Wo Licht und Wind es zulassen, ist eigentlich eine offenwirkende , lockere Struktur am reizvollsten.
Das Pflanzmaterial richtet sich vor allem auch nach der Größe der Laube. Für Durchmesser von etwa 4m-5m eignen sich fast alle Gehölzarten aus Mitteleuropa. Wichtiger Aspekt sind noch die Kosten und wann die Laube nutzbar sein soll. Fur einen Meter Wand braucht man im Normalfall etwa 10 Stecklinge. Für eine 4m große Laube rechnet man 100-150 Pflanzen, bei teueren Gehölzen kommt dabei eine erkleckliche Summe zusammen. So kosten z.Bsp. Kupferbirken etwa 20Euro pro Stück, Linde oder Birke etwa die Hälfte. Zu bedenken ist auch, dass solche Menge in den meisten Gartengeschäften nicht sofort vorrätig sind. Für „Alles-Selbst-Macher“ bietet sich auch die preiswerte Variante an, die Sämlinge selbst auszusäen, Geduld und ausreichend Zeit vorausgesetzt.
Heister, das sind mehrmals verpflanzte Jungsämlinge, von der Größe 170cm-200cm sind ideal, um möglichst schnell geschlossene Wände zu erhalten. Außerdem wachsen sie noch leicht an und entwickeln sich bei Pflege sehr gut. Größere und vor allem ältere Pflanzen bieten dazu keinen weiteren Vorteil.
Bleiben noch die Standortbedingungen:
trocken: -Hainbuch, Wildapfel-,oder birne, Grauerle
nass: Weiden, Roterle, Moorbirke

Lebendige Gartenlaube bauen

Lebende Gartenhäuser und Gartenkunst

In den letzten Jahren findet man vermehrt Lauben, Bänke und andere kleine Gartenbauten aus lebendigem Material. Vor allem der Weidenbau hat viele neue Freunde gefunden. Manch einer will sich auch selbst an diese schönen Naturobjekte wagen. Dazu muss man die Grundlagen des „Baus“ kennen. Und die beginnen mit dem geeigneten Material. Eigentlich kann man alle Bäume und Sträucher verwenden, sie müssen nur die Fähigkeit haben stammbildend zu sein und es muss die Möglichkeit bestehen mit gleichartigen Gehölzen zu verwachsen. Im Prinzip funktioniert es wie bei einer Veredelung von Obstgehölz. Die Stämmchen verwachsen miteinander, sobald das Kambium, eine Wachstums-Schicht zwischen Splintholz und Rinde, sich berührt. Ohne fremde Hilfe oder zwang wachsen die Geweb zusammen, wenn sie nur lange genug eng und unverrückbar zusammenstehen. Dabei gibts schnelle(Rotbuche, Hainbuche) und  langsame(Bergahorn) Zusammenwachser.
Grundsätzlich gilt, je grober und dicker die Rinde, desto schwerer fügen sich die Gehölze zusammen. Natürlich kann man auch nachhelfen mit Binden, Schrauben und ähnlichem. Für größere und ebene Flächen ist ein möglichst frühes Zusammenwachsen nötig, ansonsten genügt eine kurze Vorlaufzeit. Um möglichst dichtes Geflecht zu erreichen, sind nicht die Anzahl der Äste wichtig, sondern die Dicke derselben. Manchmal ist es sogar wichtig, die Äste auszuschneiden, damit man nicht den Überblick verliert und kein schönes Geflecht mehr zu erkennen ist, sondern einfach nur Dickicht.

lebendige Gartenlaube
Gartenlaube aus Weide

Ist dann ein Grundgerüst für eine Laube oder ein Gartenzimmer nach ein paar Wachstumsperioden erreicht, muss man aufpassen, dass das ganze Gebilde nicht zu sehr in die Höhe schießt. Am besten hält man dazu die Baumkrone oder die Strauchspitzen regelmässig klein. Eigentlich erledigt die Natur im Laufe der Jahre die Hauptarbeit zu einen dichten „Gartengebäude“. Für manche stellt sich bei solch lebenden Bauten die Frage, ob dies nicht zum Leidwesen der Natur geschieht. Doch eigentlich können sich die Pflanzen trotz aller Lenkung frei entfalten Bevor man sich an die Planung und Ausführung eines lebenden Baus macht, sollte man noch ein paar Grundbegriffe beherrschen: -Heister, mehrmals verpflanzte Jungsämlinge -Wurzelhals ist die Stelle einer jungen Pflanze, an der der Stamm zu Ende ist und die  Wurzel beginnt Wurzelanlauf ist die Basis eines ausgewachsenen Baumes, dort wo die Wurzel den Boden verlässt und der Stamm beginnt Trieb ist das frischgetriebene krautige Gehölz, einjährig Traufe ist der Bereich, der sich senkrecht unter den äußeren Zweigen beginnt, hier werden feine Haarwurzeln gebildet Schleppen, starke waagrecht gewachsene Äste im unteren, mittleren Stamm, diese wachsen seitlich und eher schräg nach unten, sie schützen den Stamm und die Wurzelanläufe Vegetationsperiode ist die Wachstumszeit vom Frühjahr bis in den Herbst, die Zeit also, in der die Pflanze aktiv ist Adventivwurzeln, sehr feine sogenannte Vorwurzeln, die in kleinste Erdspalten dringen. Beispiel einer lebendigen Gartenlaube in England.

Gartenlaube gewachsen
Gartenlaube in England

Die Einrichtung eines Gewächshauses

Interieur des Gewächshauses

Gut, es ist nicht nötig, einen Innenarchitekten für sein Gewächshaus zu engagieren, aber ein paar Gedanken sollte man sich neben der Bepflanzung schon über die Einrichtung machen. Neben den Beeten sehr wichtig sind schon mal die Wege. Dabei ist es empfehlenswert einen geraden Mittelgang in der ganzen Länge des Hauses anzulegen. Man lässt ihn ca. 60cm vor der Wand enden. Davon ausgehend verästeln sich dann die Wege in die Beete. Als Material nicht zu empfehlen sind Holz oder Waschbetonplatten, darin setzt sich meistens die Erde ab und lässt sie rutschig werden. Geeignet sind Natursteinplatten(speichern im Sommer auch Wärme und geben sie nachts ab), Beton oder Ziegel. Die Steinplatten sollte man mit Sand unterstreuen, damit sie gerade, aber leicht abschüssig und auch höher als die Beete liegen. Sonst wird bei Giessen dauernd Erde auf die Wege geschwemmt. In großen Häuser sollte man zwei Wege anlegen. Was das Anlegen von Beeten  betrifft, die meisten liegen natürlich ebenerdig, aber man kann auch Hochbeete gestalten. Die Beetbreite darf 90cm nicht überschreiten, sonst braucht man zur Bearbeitung sehr lange Arme. Auch Bankbeete kann man anlegen. vor allem für kleinwüchsige Pflanzen. Dies sind leicht erhöht angelegte Beete, die man bequem erreichen und bearbeiten kann. Auch eine Arbeitsfläche ist im Gewächshaus sinnvoll, sie werden für das Aussäen und Vermehren, aber auch zur Aufbewahrung von Arbeitsgeräten genutzt. Bei der Aufstellung von Tischen und ähnlichem sollte man vor allem auf Stabilität achten. Von günstigen Alutischen ist dabei abzuraten.

Ist das Gewächshaus recht klein, empfiehlt es sich mit Regalen oder Hängeschienen zu arbeiten. Sie nehmen weniger Platz weg als Tische.

Eine Option für die Einrichtung ist bei genügend Platz noch das Vermehrungsbeet. Das beginnt bei einfachen Schalen mit dem passenden Deckel bis zu speziellen Beeten mit Temperatursteuerung und ähnlichem. Natürlich kann man so ein Beet mit Wärmematten und Heizkabel selbst herstellen.

Besonderheiten bei Gewächshäusern

Haben Sie das schon gewusst? Nützliches für Gewächshausbesitzer

So seltsam es klingen mag, bevor man mit dem Gedanken spielt sich ein Gewächshaus zu kaufen, sollten sich dieselben auch mit den dazugehörenden Türen und Fenstern beschäftigen. Das fängt schon bei der Tür an, durch die man das Haus betritt. Eine grundsätzliche Überlegung ist es, ob man eine einfache oder eine doppelte Tür einbaut. Es gibt dabei Flügeltüren und Schiebetüren. Dabei sollte man bedenken, welches der Inhalt des Gewächshauses ist oder werden soll. Wird nämlich das Haus zur Überwinterung großer Kübelpflanzen genutzt empfiehlt sich auf jeden Fall eine Doppeltür.

Oder man muss desöfteren Kompost mit der Schubkarre, schwere Säcke mit Erde transportieren. Eine weitere Rolle spielt, dass die Türen auch als Belüftung und zur Frischluftzufuhr genützt werden. Entscheidet man sich gegen eine Doppeltür, so sollte eine einfache Tür die Mindestmaße von 80cm besitzen, aber auch nicht sehr viel breiter, da dies auf Kosten der Stabilität geht oder sich verzieht. Die Höhe sollte etwa 1,80m sein.
Auch wenn im Sommer die Gewächshaustür meistens offen steht, sollte man wegen der starken mechanischen Belastung auf eine feste und stabile Rahmenausführung achten.
Deshalb empfiehlt es sich auch , eine normale Flügeltür statt einer Schiebetür einzubauen.
Schiebetüren sind kaum in der Lage über längere Zeit den Anforderungen standzuhalten, nach einer Zeit schließen sie schlechter, manchmal bleibt immer ein kleiner Spalt offen, der Wind wird nicht mehr abgehalten, die Dichtungen(kleine schwarze Bürstchen) können bei Frost einfrieren. Muss es unbedingt die, natürlich bequemere, Schiebetür sein, muss man auf jeden Fall auf sehr gute Qualität achten, die auch ihren Preis hat.
Die Fenster eines Gewächshauses sind sehr wichtig. Sie dienen in der Hauptsache zur Belüftung. Im Sommer kann es ohne Frischluftzufuhr ganz schnell zu Temperaturen von 40 – 50Grad kommen. Die gesamte Fensterfläche sollte ungefähr 10% der Fläche betragen, es ist dabei nicht die Grundfläche des Gewächshauses, sondern dessen Umlauffläche wichtig. Ein Fenster muss dabei möglichst auf der Schattenseite sein, ein zweites gegenüberliegend auf der Sonnenseite. Ausserdem ist darauf zu achten, dass die Fenster nicht zu stark durch Pflanzenbewuchs eingeengt werden und nicht mehr zu öffnen sind. Bei Bedarf sollte man es auf jeden Fall freischneiden. Ein Punkt ist auch noch, wie die Fenster geöffnet werden können. Manchmal sind im Preis des Gewächshauses auch ein automatischer Fensteröffner mit inbegriffen. Ist dies nicht so, sollte man sich diese Investition auf jeden Fall gönnen. Im Sommer wird dadurch Überhitzung verhindert, im Winter das zu starke Auskühlen. Und wenn man Heizung im Glashaus besitzt, spart die Automatik auch Energie. Die automatischen Öffner laufen ohne Strom, in dem Technikteil befindet sich Spezialöl, manchmal auch Wachs, das sich je nach Temperatur ausdehnt oder einengt und damit die Mechanik in Gang setzt. Beim nachträglichen Einbau ist wichtig, dass der Öffner über eine Sturmsicherung verfügt.