Archiv der Kategorie: Gartenkunst

Schmuckelemente für eine Gartenmauer aus Stein

Wir bekommen immer wieder Fotos unserer Kunden die die Ammoniten und Posthornschnecken in ihre Gartenmauer integrieren oder diese anders wo als Dekoelement verwenden. Ausserdem fotografieren wir auch ab und an Ideen die uns in Gärten oder Parks auffallen. Ein paar dieser Ideen wollen wir euch nicht vorenthalten. Wer Interesse an unseren Steinobjekten hat, kann uns hier kontaktieren.

Ammoniten in Ziegelmauer einmauern um so die große Fläche auf zu lockern

Schmucksteine-Ziegelmauer
Unsere Ammoniten wurden beim Kunden in die Ziegelmauer integriert. Danke an Familie Scheibhofer für das schöne Foto.

Porzellangeschirr in die Gartenmauer so einmauern, dass die Flächen aussen sichtbar sind. So in einem englischen Garten gesehen.

Porzellan-Deko-Gartenmauer
In England gesehen

Natürlich eignet sich auch ein Wasserspeier aus unserem Hause sich dafür in einer Gartenmauer als Dekoelement seinen Platz zu finden.

Bronzespeier
Bronzemaske für die Gartenmauer-zu beziehen bei AtelierAndreaWenzel.de -089-18970249

Oder einfach mal unterschiedlich große, runde Steine einmauern. Auch diese Idee hat seinen Reiz.

Kieselstein-Mauerdeko

In Südengland findet man ausserdem viele Ammonitenfossilien. Um keine Originale der Winterung aus zu setzen kann man auch unsere Ammoniten in eine Gartenmauer integrieren.

Hier nochmal ein Beispiel aus England:

 

 

Gartenmauer-Schmuckstein
Ammonit aus Steinguss in eine Gartenmauer integriert

In dem nächsten Beispiel für eine ganz besondere Gartenmauer findet man eine gekonnt gemauerte Ziegelsteinmauer mit einem Bronzeelement.

Bronzeschmuck-Gartenmauer
Hier spielt Bronze wieder eine zentrale Rolle, in England gesehen.

Gartenschmuck aus Stein

Schmuck für den Garten klingt im ersten Moment vielleicht verwunderlich. Aber es ist logisch das der Mensch sein grünes Reich sehr gern mit Schönem schmückt.  Man möchte zeigen was man hat und das am besten gleich im Eingangsbereich.

Gartenschmuck aus Stein
Individueller Gartenschmuck aus Steinguss -u beziehen bei www.AtelierAndreaWenzel.de

Der Gartenschmuck kann auch Glas, Holz,Eisen oder Stein sein. Neben Glasschmuck wie Rosenkugeln und ähnlichem ist der Gartenschmuck aus Stein sehr beliebt. Steine passen sich mit der Zeit ihrer Umgebung an und sehen so in Kürze aus als wären sie schon immer hier zuhause gewesen.

Welcher Stil passt zu welchem Garten?

Das fragt sich immer dann, wenn man ein passends Geschenk für einen lieben Gartenfreund sucht. Passt die Figur, der Rosenstab, die Vogeltränke oder die Sonnenuhr in den jeweiligen Garten? Welcher Gartenschmuck ist schon dort vorhanden? Anhand der Informationen kann man sich am besten orientieren und leitet so den passenden Schmuck dazu ab. Damit meine ich wenn man Stein in rot oder ocker vorfindet so ist leicht das dazu passende Stück aus Stein hinzu zu finden.

Ist die Gartenmauer aus Sandsteinen oder Kalkstein gebaut, so können schöne Gartensteine in Schneckenform oder eine Sonnenuhr auf einer Gartenmauer ihren Platz finden.

Alle hier abgebildeten Objekte können Sie direkt bei uns hier erwerben.

Atelier Andrea Wenzel

Telefon: 0151-28 76 43 25

 

Welche Steine für einen japanischen Garten?

Der Zen-Garten – ein ganz besonderer Ort!

Steingarten deko
Beispiel für einen schönn Steingarten mit Ammoniten aus dm Atelier Andrea Wenzel, München
Ein Zen-Garten ist kein gewöhnlicher Garten. Er gibt vielmehr Ihrer Seele Ruhe, Entspannung und ist ein guter Ort für Meditation. Schon die alten Zen-Mönche wussten dies und haben den Zen-Garten nach bestimmten Ritualen angelegt. Der Buddhismus ist in Japan die vorherrschende Religion und so befanden sich die ersten Zen-Gärten in dem Innenhof von Klöstern und Tempeln. Zen bedeutet „wegloser Weg“, denn nur wer sich auf das Leben und das eigene Ich besinnen kann, wird zu einem gelösten Menschen.

Woraus besteht ein Zen-Garten?

Ammoniten frostfest
Frostfeste Ammoniten aus dem Haus Andrea Wenzel

Aus Steinen, Moos und Sand. Die Steine prägen einen Zen-Garten, sie sind meist schwarz und natürlich in allen Formen erhältlich. Wichtig ist nur, dass sie schön aussehen. In Japan gibt es sogar ein Buch über Gartenkunst, in dem steht, dass die Steine mit ihrer schönen Seite nach vorne gedreht werden sollen und somit die Schönheit sichtbar wird. Die Steine dürfen auch nicht geometrisch angeordnet werden, es soll so natürlich aussehen, als wären die Steine schon immer da.

Der Sand wird oft auch durch Kies ersetzt, aber wirklich wichtig sind die wellenförmigen Linien. Mit einem Rechen sind diese ganz leicht zu ziehen, sie symbolisieren nämlich das Wasser. Der Zen-Garten heißt übersetzt „trockene Landschaft“, aber im übertragenen Sinne gibt es eben doch Wasser.
Die geschwungenen Linien müssen dabei immer ineinander verschmelzen, es gibt keinen Anfang und kein Ende, Wasser fließt.

Moos gibt es im Zen-Garten, es ist die einzige Pflanze, die in diesem Garten zu finden ist. Sie steht für Weisheit und Klugheit und schafft Grünflächen auf den Steinen. Immer wieder faszinieren auch die Ammoniten, also Fossilien und Versteinerungen. Sie beruhigen die Gedanken und mit den Augen können Sie der Spiralform folgen. Sie schmücken den Zen-Garten ungemein, auch wenn die Ammoniten eigentlich nachgebildet wurden und „nur“ aus Steinguss bestehen. Es sind kleine Kunstwerke darunter, wie sie auch in der Natur vorkommen. Schauen Sie mal auf die Internetseite www.ammoniten.net, hier finden Sie die schönsten Nachbildungen, die in Ihrem Zen-Garten keinesfalls fehlen dürfen.

Ein Zen-Garten soll aber nicht einfach nur schön aussehen, er soll immer eine Botschaft überbringen. Er stellt den Fluss des Lebens dar und gibt Ihnen einen Ort zum Meditieren und dem Abschalten des Alltags. In Ihrem Zen-Garten werden Sie nicht nur hingerissen sein, sondern auch all Ihre Sorgen vergessen und zu sich selbst finden. Es ist ein ganz besonderer Garten, Stress und Hektik fallen einfach von Ihnen ab und Sie werden die entspannende Wirkung genießen. Legen Sie sich einen Zen-Garten an, es ist eine wunderbare Möglichkeit zu ganz neuen Gedanken zu kommen.

Bezugsquelle der Ammoniten( Foto):

Atelier Andrea Wenzel, München

Telefon: 0151-28 76 43 25

www.AtelierAndreaWenzel.de

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Historisches zur französischen Gartenkunst

Der französische Garten im 17.Jahrhundert

Wenn man aus heutiger Sicht das 17.Jahrhundert betrachtet, erscheint es befremdlich, dass während all dieser kriegerischen Auseinandersetzungen die Menschen sich für so etwas „harmloses“ und friedliches wie Gärten überhaupt interessierten. Pest, der dreißigjährige Krieg, der ganz Europa in einen Abgrund riss, Hunger und Armut und dann der Wunsch nach Natur und Garten?

Gartenkunst Schloss Versailles
Brunnen im Garten von Versailles

Frankreich wurde nach all diesen Wirrungen das, was man heute als Großmacht bezeichnen würde. Das absolutistische System hielt Einzug, dem sich alles unterzuordnen hatte, auch die Kunst und alles, was im weitesten Sinne mit ihr zu tun hatte. In Frankreich herrschte der Sonnenkönig und mit ihm etablierte sich Paris als die Stadt der Kunst und Kultur. Alle Anstrengungen in dieser Richtung diente vor allem einem, der Zurschaustellung von Macht, die Verherrlichung von Schönheit und nicht zuletzt der Schmeichelei menschlicher Eitelkeit.

Grosse Gärten und Park dienten der Präsentation von Macht

In der Architektur schuf man durchdachte und hochkomplexe Systeme von Gebäuden, Villen und Palästen und…unerlässlich….von Gärten und Parks. Sie waren in diesem ganzen glorifizierenden Schema ungeheuer bedeutend für die „Hausherren“. Wer glaubt, dass die Natur dabei die Hauptrolle spielt, sollte sich die erhaltenen Gärten Frankreichs genau ansehen. Sie dienten als eine Art Bühne, monumental und spektakulär aufgebaut. Die Herrschenden und der Adel wollten hauptsächlich repräsentieren, heutzutage würde man unverblümt sagen „angeben“.

Verschwunden waren die zurückhaltenden Formen der Renaissance mit ihren Sichtachsen und Perspektiven. Man schuf jetzt ein Gesamtkonzept, das Garten und Architektur zu einem großem Bild verband. Es entstand ein barockes Raumkonzept. Der positive Effekt dabei war vor allem, dass auch den natürlichen Elementen der Natur wieder Raum gegeben wurde, was aber nicht heißt, dass diese ungehindert tun konnte, was sie wollte. Man schuf darauf künstliche Grotten, die auf manches heutige Auge schlicht schrecklich kitschig wirken, dazu Felsformationen und regelrechte Klippenparks , ausschweifende Brunnen und mit ihnen eine Vielzahl von Göttinnen, Nymphen und ähnlichen Gestalten. Wasser wurde zu einem unverzichtbaren Element in der Gartenplanung. Treppenanlagen, über die in üppigen Wellen und Kaskaden das wunderbare Nass geleitet wurde. Wasserfälle und Wasserkaskaden sorgten für spektakuläre Effekte in der Gesamtkomposition.

Der neue Garten in Europa -Versailles

Diese Grundelemente wurden in den einzelnen Ländern in Europa noch verstärkt oder abgeschwächt, oder es wurden gar kleine Eigenheiten eingefügt. In Frankreich trieben es der Ludwig der XIV. mitsamt seinem Gartenbaumeister André Le Notre an die Spitze, sie schufen Versailles. Aus den Grundelementen des italienischen Gartens der Renaissance erschaffen, wurde der Garten so weiterentwickelt, dass schließlich ein völlig neues „Modell Garten“ entstand und sich in ganz Europa verbeitete.

Heute kennt man diese Gartenkultur auch als Grand Siècle des französischen Gartens. Hatte man noch Anfang des Jahrhunderts alles mit italienischen Baumeistern und Architekten geplant, so übernahmen spätestens ab Mitte des Jahrhunderts die französischen Experten komplett das Ruder.

Begünstigt durch den ungeheueren, heute fast unvorstellbaren Reichtum, den der französischen Adel, eine kleine Gruppe, und der König die vorausgehenden Jahre angehäuft hatte und damit einhergehenden Gebäude- und Grundbesitz, koppelte sich der Garten von dem dazugehörigen Haus ab und wurde eigenständig. All diese Veränderungen und Neuerungen gingen von den königlichen Gärten aus, immer neue Konzepte wurden ausprobiert und immer mehr Mäzene, die sich verewigen wollten, traten auf den Plan. Noch heute bekannte Dynastien von Gartenplanern und Gärtnern, wie Mollet, Du Cerceau oder eben  Le Notre, etablierten sich. Unterstützt wurden sie oft von italienischen Meisterhandwerkern wie die Francinifamilie, aus Florenz kommend, wird ihr Name immer mit Versailles verbunden sein. Sie konstruierten die Hydraulik für die Versailler Brunnen.

Wie im ganzen Barock üblich, wurden alles geschwungener, verspielter und mit komplizierten Mustern versehen und wie schon erwähnt, Wasser wurde das wichtigste Element im Garten.Aus normalgroßen Brunnen wurden richtige Bassin(als Spiegelfläche genutzt) und Wasserläufe, sowie künstliche Kanäle. Die Anzahl der Brunnen und Wasserspiele mit Skulpturen vervielfachte sich.(Anmerkung in eigener Sache: Beispiel von Gartenbrunnen für den heimischen Garten finden Sie unter Kundenreferenzen) Man führte zudem den Buchsbaum, sprich den Zwergbuchs, aus Italien ein, dort nicht sehr verbreitet, wurde er ein enorm wichtiges Element der Dekoration, außerdem hatte er den Vorteil, dass er schön duftete. Er wurde die vorherrschende Bordürenpflanze. Hatte man die Jahre vorher noch Elemente gemauert oder aus Holzlatten gefertigt, so wurde sie jetzt kurzerhand gezüchtet und gepflanzt. Die Hainbuche eignet sich hierfür vor allen anderen Pflanzen, die leicht zu beschneiden, für fast alle Formen zu haben war. Ganze grüne Wände und Zimmer entstanden, die Cabinet de verdure. Dreh- und Angelpunkt der Anlagen war die Zentralität, gleichzeitig wahrscheinlich auch ein Sinnbild der absolutistischen, monarchischen Herrschaft. Ludwig der XIV. wollte den Monarchen als absoluten Alleinherrscher etablieren und setzte sich gleichzeitig auf die göttliche Stufe.

Alle Neuerungen und Elemente waren die Grundelemente für die Gartenkunst André Le Notres und seines Hauptwerkes, der Garten von Versailles. Er schuf diesen immensen Garten mit den monumentalen Sichtachsen auch als Symbol für die grenzenlose Macht des Sonnenkönigs. Alle Gärten Le Notres waren als Sterne oder Dreistrahl konzipiert und beanspruchten riesiges Gelände. Alles und jedes Element im Garten orientierte sich dabei immer an der zentralen Achse. Diese gigantischen Anlagen sollten zum Bewundern und Begehen einladen, vor allem der König pflegte das alltägliche Ritual eines Spazierganges. Dies alles diente jedoch einem einzigen Zweck, Machterhaltung und Machtdemonstration. Le Notre diente dem König von 1637 -1700 und war damit der bestimmende Gartenplaner des Grand Siecle. Gärten wie die Tuilerien, die Gärten in Fontainbleau, der Garten von Chantilly oder der Garten des Vaux-de-Vicomte tragen seinen Stempel und natürlich sein Hauptwerk Versailles, ein Garten, der auch noch heute alle Dimensionen sprengt und schier unendlich beeindruckt. Beschlossen wurde Versailles vom König, als dieser dreiundzwanzig Jahre alt war. Eigentlich war das Gelände nicht geeignet für eine solche Anlage, wurde aber kurzerhand rigoros umgestaltet, abgeflacht, aufgeschüttet, Wasser eingeleitet, Wälder angelegt und so weiter. Grundelement ist wie immer eine schier endlose Zentralachse, die von Paris durch das Städtchen Versailles zum Schloss und danach durch den Garten führt. Die Arbeiten am Garten dauerten gut dreißig Jahre. Sie waren noch nicht abgeschlossen, als der König auch noch beschloss, das nahegelegene Schoss Trianon durch ein neues zu ersetzen und dazu einen Garten anzulegen, der auf zwei Ebenen ausgelegt war. Alles sollte mit Blumenbeeten und Zierpflanzen bepflanzt werden. So wuchs der Park immer weiter an.

Ein entscheidendes Element, das auch in Versailles entscheidend angewendet wurde waren die parterres und Bosquettes. Parterre ist eigentlich eine baumlose ebene Fläche, diese wird dann üppig mit Buchsbäumchen, Blumenrabatten, flachen Rosetten, Arbabesken,Voluten und ählichen geschmückt. Man unterscheidet dabei verschiedene Arten der parterres wie parterre à la anglais oder parterre de pièces coupées. Die Bosquettes dienen der Abgrenzung der ebenen Flächen, im Inneren entstehen dabei die cabinets de verdure, meist wurde dabei mit Hainbuchen gearbeitet. Andere Elemente waren palissades oder boulingrin, eine leicht ebene Rasenfläche, die leicht vertieft ist.

All diese wunderschönen Gartenanlagen und neuen Stilelemente sind auch heute noch ein echter Hingucker, der einem, wie in Versailles sprachlos macht. Vergessen sollte man dabei aber nicht, wie und aufgrund welchen Weltbildes all diese Herrlichkeit entstand und wohin dieses, letztendlich, führte oder führen musste.

Lust auf besondere Gartenkunst für den eigenen Garten?

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Löwenkopf Wasserspeier

Möbel aus Ästen und Wurzeln

Zu Besuch beim Wildholzmöbel-Bauer

Möbel aus Wildholz
Verschiedene Stühle aus Wildholz

Am letzten Wochenende hatte ich Gelegenheit den Schöpfer von Wildholzmöbeln, Bernhard Stöberl, zu besuchen. Er fertigt Möbel aus Ästen, Wurzeln, Leder, Weidengeflecht und vielem mehr. Die besonderen Möbel sind mir bereits vorher schon im Wildgarten aufgefallen. Deshalb habe ich mir heute das Ganze einmal genauer angesehen.

Bernhard hat sich vor einigen Jahren das Bauen von Möbeln selbst und mit Hilfe von Kursen beigebracht. Aus dem anfänglichen Interesse an Naturmaterialien und deren Verarbeitung ist mehr geworden. Heute gibt er auch Workshops. in denen man an einem Wochenende die ersten Schritte zum Bau eines Stuhles erlernen kann.

Was braucht man zum Bau von Wildholzmöbel?

Zuerst einmal benötigt man zum Bau eines Möbelstückes viele verschiedene Äste, Wurzeln, Knüppel und Naturhölzer. Diese findet Stöberl unter anderem auch bei Rodungs- und Fällarbeiten im Garten. Was andere zu Brennholz verarbeiten würden, damit gestaltet er wunderschöne Möbelstücke und Kunstobjekte.

Rückenlehne aus geflochtenem Pferdehaar

Im Grunde braucht man nur drei Werkzeuge um die meisten Arbeitschritte zu bewältigen. Zuerst einmal eine gute Holzsäge, einen Holzbohrer und ein Schnitzmesser. Das klingt beim ersten Betrachten recht einfach, ist es aber bei Leibe nicht. Diese Werkzeuge benötigen nämlich auch noch Muskelkraft, Fingerfertigkeit und viel Fantasie und Kreativität.

Bei der Verarbeitung des angesammelten Materials und während der kreativen Entstehungsphase eines Möbelstückes kann der Künstler nie genau im Voraus sagen. wir das „Endprodukt“ später aussehen wird. Aber gerade das ist ja das Spannende, nicht zu wissen, wie ein Holzobjekt nachher aussieht.

Kann ich die Möbel aus Naturholz in den Garten stellen?

Wie widerstandsfähig sind den die Möbel aus Ästen? Diese Frage kann Herr Stöberl genau beantworten. Schließlich stehen seine ersten Werke schon mehr als 8 Jahre im Freien. Die Möbel werden nach der Fertigstellung eingeölt und ab und an auch je nach Beanspruchung nachgeölt. Die Mischung ist natürlich geheim, jeder Handwerker verwendet seine ganz eigene Ölmischung. Dadurch bleiben die Möbel lange vor Feuchtigkeit geschützt. Am längsten halten die Möbel, wenn man sie im Winter an einen trockenen Ort stellt und erst im Frühjahr raus stellt. Bei einiger Pflege können die Wildholzmöbel 10 Jahre und älter werden. Je trockener der Standplatz ist, desto länger halten die Möbel.

Wo kann man fertige Wildholzmöbel kaufen?

Der Künstler verkauft seine Objekte, Stühle und Tische an interessierte Besucher im Wildgarten oder auch auf Anfrage. Auftragsarbeiten können aber genauso umgesetzt werden. Man sollte sich aber als Auftraggeber im Klaren darüber sein, dass Wildholzmöbel, wie der der Name esja auch schon vermuten lässt „wild“ sind. Die Gestaltung gibt in erster Linie die Natur sprich das jeweilige Holz vor. Bernhard Stöberl orientiert sich dabei meist an einem einzelnen Holzstück, das es ihm besonders angetan hat. Um dieses Hauptstück wird dann das komplette Möbelstück sozusagen „herumgestaltet“ gebaut.

Mehr vom Künstler können Sie u.a. im Fernsehbeitrag“ Wir in Bayern“ am Freitag den 29. Juni 2012 ab 15.30 Uhr sehen.

Wenn Sie sich für eines dieser Möbelstück interessieren, schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder melden Sie sich telefonisch bei uns: 0171-9038356.

Besondere Stühle aus Wurzeln und Naturholz
Wildholzstuhl – bereits verkauft
Stuhl mit Ledersitzfläche zu verkaufen
Stuhl mit Holzsitzfläche zu verkaufen
Stuhl aus Haselnussholz
Stuhl aus Haselnuss

 

Französische Gartenkunst

Besuch im Garten von Villandry im Loiretal

Bedeutende Gartenkunst in Frankreichs Schloßgärten

Gartengestaltung Villandry-Frankreich

Villandry – das etwas andere Gartenparadies lohnt auch eine weitere Anreise

Hört man von großen Schlössern oder Herrenhäusern mit ausgezeichnet angelegten Gärten, dann denkt man natürlich an Englands Gärten. Doch einer der ungewöhnlichsten Gärten befindet sich im Herzen Frankreichs, in Villandry im Loiretal. Die Anlage besteht aus dem Schloss,

dass ebenfalls besichtigt werden kann, und dem Garten. Konzipiert wurde das Anwesen schon um 1536 und ist in Frankreich als eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser bekannt. Der Erbauer, der Finanzminister von Franz Iieß Villandry als eine Art kleinerer Ausgabe des wohlbekannten Riesenschlosses Chambord verwirklichen. Das Anwesen ging im Laufe der Jahrhunderte durch allerlei adelige Hände, im 19.Jhd wurde der ursprüngliche Garten für die Errichtung eines englischen Gartens zerstört.

Das Außergewöhnliche geschah aber mit der Übernahme von Joachim Carvallo im Jahre 1906. Er wollte den Garten wiederherstellen, was dann daraus wurde kann man heute bestaunen. Der Garten besteht aus sieben verschiedenen Gärten, Ziergarten, Wald, Wassergarten, Sonnengarten, Labyrinth, Jardins des Simples und dem ungewöhnlichen Gemüsegarten. Alle Gärten sind bewundernswert und besuchenswert, doch am interessantesten ist der Gemüsegarten. Er liegt zwischen dem Schloss und dem Dorf Villandry und besteht aus neun identischen Quadraten. Jeweils ein Quadrat besteht wiederum aus vier Quadraten mit einem Mittelpunkt. Dort werden je nach Monat oder Wachstumsphase blauer Lauch, Lollo Rosso und Lollo Bianco, rote Rüben, grünes Karottenkraut, Artischocken oder roter Kohl eingesetzt. Insgesamt werden dabei 40Sorten verwendet. Die jeweiligen Quadratgestaltungen kann man einer Schautafel am Garteneingang entnehmen. Es ist bekannt, dass der Gemüsegarten seinen Ursprung im Mittelalter hat, vor allem in Klöstern, wo man Kreuzformen und andere geometrische Formen eingesetzt hat. Ebenso wurden dazu Rosen angeordnet, die die Mönche symbolisieren sollen. Im 16.Jhd, kam dann aus „Amerika“, der neuen Welt also,  dekoratives, in Europa nie gesehenes Gemüse hinzu. Seit etwa 2009 übrigens arbeitet man wieder eher biologisch angehaucht, also möglichst auf Chemie zur Pflege verzichten. Wasser erhält der Garten übrigens von einer unterirdischen Berieselungsanlage.

Ziergarten und Formschnitte in Villandry

Überstrahlt dieser Gemüsegarten, so sollte man die anderen Gärten keinesfalls mit Mißachtung strafen.

Formgarten Villandry
Formschnittgarten Villandry-Frankreich

Den Ziergarten sollte man am besten von einer höheren Warte begutachten, damit man die volle Wirkung erkennen kann. Genannt wird der Ziergarten auch „Garten der Liebe“, eingeteilt in die zarte, die leidenschaftliche, die unbeständige und die tragische Liebe. Dabei stellen die jeweils in Form geschnittenen Gärten Attribute dieser Lieben dar. Der Wald ist etwas für ausdauernde Spaziergänger, durch ihn gelangt man auch zu immer höheren Aussichtspunkten. Der Wassergarten liebt oberhalb von Zier-und Gemüsegarten und ist eher klassisch, mit einem großen mittleren Becken, konzipiert. Der Sonnengarten besteht aus drei Zimmer, das erste Wolkenzimmer mit weißen, silbrigen und blauen Pflanzen und Sträuchern, das Sonnenzimmer mit orangen und gelben Tönen und ein Kinderzimmer, das ein Spielplatz mit Rastplätzen ist. Das Labyrinth besteht aus Weißbuchen und man wird sich nicht allzu lange darin verlaufen. Der Jardin des simples schließlich ist eher eine Art Küchengarten mit Kräuter und ähnlichen. Ein Tip, wer sich nicht wirklich für Schlösser interessiert, dem dürfte es genügen „Jardin seuls“ zu bezahlen, im Moment 6,50Euro pro Person, für alles dann 10,50Euro.

Knotengarten anlegen

Knotengärten planen, schneiden und anlegen

Ein großes Thema bei Formschnitt sind Einfassungen, und die Krone der Kunst sind die Knotengärten, oder auch Parterres(zu ebener Erde) genannt. In der Renaissance und noch mehr im Barock pflanzte man niedrige Pflanzen, meist Buchsbaum, in Form von Ornamenten. Dabei achtete man darauf, dass man diese Anlage gut von oben sehen kann, meist gelingt das am Besten, wenn man die Gärten terrassenförmig anlegt.
In der praktischen Ausführung werden die Pflanzen ganz dicht über dem Boden geformt. Die ebenfalls ornamentalen Zwischenräume werden ebenfalls gestaltet, oft mit dem Setzen von verschiedenfarbigen Hornveilchen oder Vergissmeinnicht, im Sommer dann auch hin und wieder mit niedrigblühenden Sommerblumen. Für weitere Farben sorgen das Einbringen von verschiedenen Kiesen, Split, Tongranulat oder einfach Erde. Die Pflege eines solchen Knotengarten bedeutet also immer eine Menge Arbeit.
Für die Knotengärten verwendet man kleinbleibende Buchsbaumsorten, aus ihnen schneidet man Sonnenuhren, Tiere oder heraldische Motive. Ähnlich wie Knotengärten werden auch Knotenbeete angelegt, sie stammen ursprünglich aus England. Hier werden statt einer einheitlichen Höhe die Buchsbäume in verschiedenen Höhenstufen geschnitten, das erhöht die Plastizität. So entstehen Bänder, die übereinander und untereinander verschlungen laufen. Zum Erhöhen der Wirkung wechselt man auch die benutzten Pflanzen in Farbe und Aussehen, um alles noch anschaulicher zu gestalten. Neben dem allgegenwärtigen Buchsbaum wird hier gerne Lavendel wegen seiner silbrigen Farbe oder Berberitze wegen der rötlichen Färbung in Form geschnitten. Was beide, Knotengärten und Knotenbeete, so besonders macht, ist ihre wirklich beeindruckende Wirkung auf den Besucher.

Wie legt man einen Knotengarten an?

Will man sich selbst mal im Anlegen dieser Schmuckstücke versuchten, sollte man auf jeden Fall die Arbeit und auch die intensive Pflege bedenken. Hier noch einige Tipps für das Anlegen.
Machen Sie Vorlagen, denn alle Linien müssen sauber und symmetrisch aufgebracht werden. Dabei kann man Muster aus Büchern nutzen, sie kopieren oder auf Millimeterpapier auftragen und dann vergrößern. wird’s ernst, sollte man die gewählte Ornamentik erstmal auf den Boden mit Sand vorstreuen. Am besten in eine Flasche füllen und dann ausstreuen. Um exacte Aussenkanten für die Flächen zu bekommen, markiert man am besten mit Steinen oder Hölzchen. Steht der Rückschnitt der Anlage an, ist eine elektrische Schere mit Balken ideal.
geht’s an den Schnitt, wird es schon komplizierter, vor allem beim verschlungenen Knotenbeet. Wenn es möglich ist, sollte man sich die Knoten plastisch vorstellen, für Anfänger reichen eigentlich erst mal zwei unterschiedlich gefärbte Stränge, die verknotet sind. Ansonsten hilft nur Ausprobieren und Üben, und keine Angst, die Pflanzen wachsen schnell.