So richtig die Gießkanne einsetzen
Ein großes Thema ist immer wieder und immer noch der richtige Umgang mit Wasser und Gießkanne im Garten. Ein paar Grundregel gelten beim Gießen , so z.Bsp. dass man im Sommer nicht tagsüber gießen sollte, auch Pflanzen lieben es nicht, kalt geduscht zu werden, wenn sie gerade von der Sonne so schön gewärmt sind. Abends gießen ist am besten, so dringt das Wasser gut ein und kann für den nächsten Tag gespeichert werden.

Schöne, alte Giesskanne, Zink
Im Frühjahr und Herbst dagegen sollte man morgens gießen, wenn die Sonne schon ein bißchen wärmt, auf keinen Fall, wenn nach Raureif auf den Pflanzen liegt. Trotz der Kälte sollte man im Winter auch gießen, wenn auch nur gelegentlich und tagsüber. Wenn es regnet, braucht man nicht jeden Tag zu gießen.
Und natürlich kann man beim gießen selbst noch einiges beachten. Nur mit sanften Strahl oder Rieseln gießen, nicht mit Wucht, außerdem sollte man nicht unbedingt das Laub nass machen. Die Temperatur des Gießwassers sollte der Umgebung angepasst sein. Zu häufiges und üppiges Gießen erkennt man an ständig feuchter Erde, beim Rasen zu erkennen, dass dauernd Moos dabei ist oder die Rosen nicht richtig wachsen. An Stellen mit Staunässe oder Überschwemmungen kann man einfach die geeigneten Pflanzen setzen wie Teppichknöterich oder Pappeln. Rasen muss ebenfalls sehr vorsichtig gegossen werden. Bei frisch gesäten Flächen soll es oft, aber nur ganz leicht geschehen, da die Pflanzen ja noch kaum Wurzeln besitzen. Eingewachsenen Rasen braucht man auch nicht übermßig sprengen, da auch hier die Wurzellänge kaum mehr als 10cm beträgt. Bei neugesetzten Sträuchern ist der Wasserbedarf in den ersten drei Jahren recht hoch, später kommen die meisten allerdings oft mit einem guten Guss einmal im Monat aus. Es gibt sowieso Pflanzen, die sehr wenig Wasser brauchen wie Lavendel, Pfingstrosen, Mönchspfeffer oder der beliebte Schmetterlingsstrauch. Eine besondere Bedeutung kommt dem Sammeln von Wasser im Garten zu. Ein Hausdach gehört dabei zum Besten was es gibt, einfach die Dachrinne in einen geeigneten Behälter leiten. Meist gibt es dafür Kunsststofftonnen, es gibt sie aber mittlerweile schon in dekorativen Formen.
Wichtig ist beim Nutzen der Regenrinne auch ein Anschlussstück mit Überlaufschutz, damit bei Starkregen das Wasser auch abgeleitet wird. Richtige Wassertanks haben auch schon einen Wasserhahn, das erleichtert das Einfüllen von Giesskannen oder man kann direkt einen Sickerschlauch anschließen. Man kann natürlich auch unterirdische Tanks anlegen, sogenannte Erdzisternen. Der größte Vorteil ist, dass man sie nicht sehen kann, sie müssen im Herbst nicht entleert werden und sind vor Frost geschützt. Meist sind die Zisternen Behälter aus Polyethylen, für große Wassermengen muss man Stahltanks nutzen. Weitere Vorteile sind die konstante Wassertemperatur und das Nichtbehandeln des Wassers.
