Kategorie: Gartenarbeiten

Dahlien überwintern

Dahlien winterfest machen

Um die nicht frostfesten Dahlien im Spätherbst frostsicher aufzubewahren müssen diese vorsichtig aus der Gartenerde geholt werden. Die Dahlien müssen unbedingt vor den ersten, starken Frösten geschützt werden um im nächsten Frühjahr wieder ausgepflanzt zu werden.

Die farbenfrohe Gartenstaude kommt ursprünglich aus Mittelamerika, fühlt sich aber auch bei uns mittlerweile recht wohl. Das sieht man im Herbst an den vielen unterschiedlichen und prächtigen Dahlien in unseren Gärten.
Schützen Sie die Dahlien in einem frostsicheren Lager, Keller oder Schuppen. Dazu graben Sie zuerst die Knollen der Dahlie vorsichtig, am besten mit einer Grabgabel aus und klopfen die Gartenerde etwas ab. Dann schneiden Sie die Pflanze etwa eine faustbreit über den Knollen ab und beschriften diese mit der entsprechenden Dahliensorte. Nur so sind Sie im zeitigen Frühjahr sicher die reichten Knollen an die richtige Stelle zu pflanzen.

Die Dahlienknollen müssen vorsichtig und ohne Verletzungen ins Winterlager gebracht werden, da sich sonst meist Fäulnis einstellt .Die Knollen in Holzkisten oder mit Sand gefüllten Körben unterbringen. Der Sand sorgt dafür, das die Dahlien bis zum Frühjahr nicht austrocknen.

Im Frühjahr dann, nach den letzten starken Bodenfrösten kann man dann wieder ans Werk gehen. Größere Dahlienknollen können dann auch geteilt und auseinander gepflanzt werden.

Tipp: Düngen Sie die Dahlien etwa zwei Monate vor der Einlagerung nicht mehr und reduzieren Sie die Wassergaben ebenfalls. So können die Dahlien besser durch den Winter kommen.

Wann Leimringe anbringen?

Leimringe am Birnbaum im September anbringen

Es gibt ja viele Gartenkalender die die wichtigsten Gartenarbeiten für den jeweiligen Monat vorstellen. Dann gibt es mehr oder weniger gute Gartentipps dazu. Im Herbst fallen immer die selben Gartenarbeiten an. Dazu zählt im September das Ausschneiden von der Hauszwetschge und anderen Pflaumensorten.

Leimringe gegen Schädlinge

Leimring gegen Frostspanner

Ein wichtiger Punkt im September ist mir dabei aufgefallen. Leimringe für Birnbaum und Holzpfahl sollte man bereits im September anbringen, da hier bereits der Birnenknospenstecher am Baum aufsteigt und seine Eier anlegt. Dieser dunkle Käfer besitzt einen weissen Streifen auf dem Rücken. Die befallenen Birnenknospen treiben im Frühjahr nicht mehr aus.
Neben den Leimringen können aber auch die Äste im September „abgeklopft“ werden um so zu sehen, ob der Birnenknospenstecher schon aktiv ist.

Anders als bei Apfelbäumen, bei denen es ausreicht die Leimringe Ende Oktober anzubringen, sollen die Leimringe für Birnbäume bis Ende September angebracht sein.
Bitte denken Sie daran auch die Stützpfähle mit Leimringen zu versehen. Nur so haben Sie einen optimalen Schutz vor den im Herbst aufkriechenden Schädlingen.

Garten neu anlegen – Bodenbeschaffenheit

Die Beschaffenheit der verschiedenen Gartenböden

Bevor man einen Garten neu anlegt, lohnt es sich immer, die Bodenbeschaffenheit näher zu betrachten.
Insgesamt besteht der Boden aus einer Mischung von verschiedenen Substanzen, Bodenluft und Bodenwasser.
Die Hälfte des Bodens macht im allgemeinen der sogenannten Mineralboden, entstanden durch verwittertes Gestein, aus. Die andere Hälfte machen obengenannte Substanzen aus.
Organische Anteile sind Humus, jegliche Lebewesen, die im Boden leben, und Pflanzenwurzeln.
Grob unterteilt man Böden in Sandboden, Lehmboden und Moorboden. Gute Infos bzgl. Bodentests und ähnl. Bietet die Internetseite www.bodenwelten.de.
Sandboden lassen sich durch die Knet-und Fühlprobe recht leicht erkennen. Sie fühlt sich natürlich sandig an. Und formen kann man sie auch nicht. Gärtnerisch sind sie meist wegen des wenig „nahrhaften“ Inhalts nicht sehr beliebt. Es bleibt nicht aus, Kompost oder Dünger unter zu mischen. Außerdem können solche Böden das Wasser nur sehr begrenzt halten. Wichtig ist es deshalb Gesteinsmehlarten(Tonmehl, Basaltmehl, Urgesteinmehl) einzuarbeiten. Natürlich gibt’s beim Sandboden auch Vorteile für den Garten, er lässt sich leicht bearbeiten, ist gut durchlüftet, durchwurzelt und durchwässert. Außerdem erwärmt sich der Boden recht schnell.
Solch leichter Boden sollte nur ganz selten, möglichst gar nicht, umgegraben werden. Als Geräte im Falle des Falles sind die Doppelgrabegabel, der Kultivator, und der Sauzahn ideal.
Lehmboden, bei der Knet- und Fühlprobe merkt man gleich, dass er im feuchten Zustand sehr gut formbar ist, im trockenen Zustand wird der Boden allerdings hart. Extrem tonhaltiger Boden kann sehr dünn ausgerollt werden. Der größte Vorteil dieses Bodens ist seine hervorragende Fähigkeit die Feuchtigkeit und das Wasser zu halten, der Nachteil ist die schlechte Durchlüftung und Wasserableitung. Außerdem bietet der Boden nur sehr schwierige Voraussetzung für die Keimung von Pflanzen und deren Wurzelwachstum. Leichtes Lockern und Lüften gehört vor der Bepflanzung dieser Bodenart auf jeden Fall dazu. Zusätzliche Kompostzugabe verbessert die Bodenqualität. Vor allem Staunässe macht beim Lehmboden zu schaffen. Einarbeiten von Sand oder Kompost und Gründüngung ist unerläßlich.
Moorboden ist sehr wassergesättigt, er besteht eigentlich aus Torf, bei der Fühlprobe merkt man es sofort, es fühlt sich nass an. Wer einen Moorgarten besitzt, kann  den Boden verbessern durch Zugabe von Gesteinsmehl und Kalk. Für Gärten ist er eigentlich nicht so richtig gut geeignet. Als Zugabe wird Torf heute fast nur noch für sehr kalkhaltigen Boden verwendet. Torf ist nämlich sauer und besitzt einen niedrigen pH-Wert. Auch umwelttechnisch ist es besser, dass kaum mehr Torf- oder Moorboden verwendet wird, so  werden durch Abbau keine intakten Moorflächen mehr zerstört.

Gartenhecke anpflanzen

Die Gartenhecke richtig planen

Wer seinen Garten mit einer Hecke begrenzen möchte, der sollte die gesetzlichen Vorgaben zum Nachbargrundstück unbedingt beachten. Auch dann, wenn der Nachbar mit einem geringeren Abstand einverstanden ist. Sollte es zu einem Hausverkauf kommen ist sonst unter Umständen Ärger vorprogrammiert.

Im Frühjahr pflanzt man die Buchensorten und einige Kirschlorbeerarten, alle anderen Heckensorten werden in der Regel im Herbst gepflanzt.

Bei der Auswahl der Heckensorte bedecken Sie bitte auch die spätere Wuchshöhe der Hecke. Es ist nicht hilfreich einfach ein paar Tannen oder Fichten zu pflanzen, nur um schnell einen Sichtschutz zu haben. Die Tannen wachsen später sowohl in die Höhe, als auch in die Breite und ein Nachschneiden wirkt in einigen Jahren immer auch etwas unschön. Da sind Formhecken wie der Liguster schon besser zu pflegen, auch wenn es zu Beginn etwas dauert bis eine gewisse Höhe erreicht ist. Es gibt eine immergrüne Ligustersorte „ Atrovirens“ mit der Sie auch im Winter noch eine grüne Gartenhecke haben. Liguster lässt sich durch Stecklinge fast das ganze Jahr über auch selbst vermehren.

Weitere Gartenhecken können Thuja, auch Lebensbaum genannt, Buchsbaum oder Eibe sein.

Um die Wuchszeit nach der Anpflanzung zu überbrücken wird sehr oft auch hinter der neuen Hecke eine Sichtschutz auf Schilfrohr oder Weide positioniert. Dieser übernimmt dann den Schutz bis die Hecke gross genug ist.

Bei der Planung und Vorbereitung heben Sie einen entsprechend grossen Graben aus und wässern Sie die Pflanzen etwa eine halbe Stunde vor dem Einpflanzen. Die Pflanzgrube sollte etwa doppelt so gross wie die Wurzelballen sein. Spannen Sie sich eine Schnur entlang der Heckenanpflanzung und binden Sie die neuen Pflanzen je nach Sorte auch etwas an. Nur so erreichen Sie eine gerade Flucht der Formhecke.

Achten Sie bei breiten Gartenhecken im Winter darauf, dass Schnee nicht die Hecke eindrücken kann. Ab und zu den Schnee herunternehmen und die Hecke erleidet keinen Schneebruch.

Wühlmausgefahren beim Mulchen

Mulchen mit Problemen

Sind Schnecken, und dabei vor allem Nacktschnecken,  so ein großes Problem im Garten, so finden sie in gemulchten Gärten optimalen Unterschlupf und geschützte Eiablageplätze unter dem feuchtwarmen Schichten. Bevor man also mit dem Mulchen des Gartens beginnt, sollte man sehr sorgfältig alle Schneckenverstecke suchen und beseitigen. Dazu gehören abgestellte Bretter, hohes Gras oder irgendwelche „dunklen“Gartenecken, in denen kaum etwas gemacht wird, feuchte und dunkle Stellen unter Stauden und Gehölzen , sowie im Gemüsebeet. Hat man soweit alles abgesucht, kann man Platten, Steinwege und Kiesflächen mit Kalk oder Steinmehl bestreuen, beides sehr unbeliebt bei den Nacktschnecken. Es besteht noch die Möglichkeit, mit Schneckenzäunen, Schneckenkorn(auf Basis von Eisen-III-Phosphat), Schneckengranulat vorzubeugen. Außerdem seien hier die indischen Laufenten als wahre Schneckenvertilger angepriesen. Erst danach sollte man Mulch aufbringen.
Beimischungen von Tannen und Lavagrus im Mulch ist zu empfehlen. ausserdem sollte man in nassen Sommern ganz auf das Mulchen verzichten, und wenn doch, dann auf jeden Fall auch wieder abtragen. Auch Unkraut kann durch Mulchen beflügelt werden, vor allem, wenn die Samen dafür schon im Mulch enthalten sind. Deshalb sollten die Beete vor dem Mulchen auf jeden Fall unkrautfrei sein, auch von Unkrautwurzeln. Und natürlich muss das Mulchmaterial unkrautfrei sein. Hier ist Vorsicht bei Stroh und Heu geboten. Bei zwei Tierarten gerät auch jeder noch so eingefleischte Biogärtner in Rage, bei Wühlmäusen und, wie schon oben erwähnt, Schnecken. Wühlmäuse sind etwa 16-20cm lang, sie sind etwas plump und gelbbraun bis schwarz. Sie sind Pflanzenfresser, oder schlimmer gesagt, Wurzelfresser. Hauptmahlzeit sind Möhren, Salat und Kohl. Aber auch Obstbaumwurzeln, Tulpen, Lilien und Weinstockwurzeln werden nicht verachtet. Lockerer Mulchboden sind für die Tiere ein Anziehungspunkt. Außerdem flüchten die Tiere, wenn in der Nachbarschaft intensive Rinderhaltung durchgeführt oder viel gepflügt wird, in die Gärten. Die Wühlmäuse lieben ruhige Bereiche. Bevor man also Mulch ausbringt, sollte man den Garten nach noch benutzten Gängen absuchen. Dies kann man beispielsweise mit einem Stock, den man in den Boden stößt, ausführen, trifft man auf einen Hohlraum, öffnet man durch Drehen des Stabes den Gang. Ist er am nächsten Tag wieder zugewühlt, sind die Mäuse noch aktiv. Jetzt kann man Gegenmassnahmen ergreifen. Neben vielen bereits bekannten, ist das Pflanzen der Topinambur um den Garten herum, recht erfolgreich. Diese Lieblingsspeise lockt die Mäuse aus dem Ganzen. Sind die Wühlmäuse einigermassen vertrieben, kann man den Mulch ausbringen. Jedoch sollte man immer wieder nachprüfen, wie es an der Wühlmausfront aussieht.

Was muss ich beim Mulchen beachten?

So das Mulchmaterial richtig zusammenstellen

Bevor man sich für ein Mulchmaterial entscheidet, muss man er ein paar Fragen für sich beantworten. Die erste Überlegung wäre, was man mit dem Mulchen erreichen möchte. Dabei unterscheidet man zwischen Schutzfunktion, Düngung, Bodenabdeckung, Wärmefunktion und Schutz und Düngung in einem. Dann noch die Frage nach der Beschaffenheit der einzelnen Materialien, wie die chemischen Zusätze, Pestizide, Schwermetalle oder Kompostkomponenten. Dabei muss man auf jeden Fall beachten, dass sich der Mulch nicht erwärmt bzw. erhitzt, also auch keine Keime abtötet. Das Mulchmaterial muss deshalb auf jeden Fall frei von Schädlingen und Krankheiten sein. Dient das Mulchen rein dem Schutz des Bodens sind Laub und Laubkompost, Stroh und Pflanzenreste geeignete Materialien. Mulcht man mit Laub, sollte man die einzelnen Sorten sehr wohl unterscheiden. Buchenlaub ist stark kalkhaltig(für Gemüsebeete), Eichenlaub säurehaltig und langsam zersetzend(für Heidelbeeren und Rhododendron), Walnusslaub, Kastanienblätter und Platanenlaub sind stark gerbstoffhaltig und wirken keimhemmend, ungeeignet für Gemüsebeete(aber für Wege, Boden unter Gehölzen), Obstbaumlaub ist mild und ziemlich allumfassend zu verwenden, Kiefer- und Tannennadeln sind sehr sauer, sollen deshalb mit anderen Laubmaterialien vermischt werden. Für allgemeinen Laubmulch, im Herbst ausgebracht, vermischt man beispielsweise verschiedene Laubsorten mit einem Teil Erde, bei zuviel Nässe Stroh hinzufügen, ca. 15cm aufbringen und im Frühjahr abharken. Möglichst nie reines Laub nehmen, das verbindet sich meist zu einer Matte, fördert Schimmelbildung und erstickt alles darunter.

Laubkompost wird Erde und Kalk zugesetzt, außer er wird für Azaleen und Rhododendren gebraucht.
Bei der Verwendung von Strohmulch muss man wissen, dass es sehr schwer verrottet und große Anteile von Stickstoff enthält, ausserdem enthält das Stroh wenig Nährstoffe. Verwendet man Stroh aus Getreide, ist Vorsicht vor chemischen Rückständen geboten, eher beim Biobauern nachfragen. Ein großer Nachteil von Strohmulch sind die im Material enthaltenen Unkrautsamen. Aufgetragen kann der Mulch während des ganzen Jahres. Die Dicke der Schicht kann bei reinem Stroh 20cm betragen.
Dann gibt es noch die Möglichkeit des Mulchens mit Pflanzenresten mit großen Blätter(Rhabarber oder Beinwell) für Feuchtigkeit und Schatten , Tomatenblätter gegen Kohlweißling, Brennnesseln gegen Insekten, oder Kräutergemische.
Dient das Mulchen der Düngung sind Mist, Gras, Heu und Algen das Mittel der Wahl. Dabei ist der beste Mulch der Mist. Er ist ein sehr wertvoller Düngung und für Obst und Gemüse, Rosen, Obstgehölzen und Stauden geeignet. Hervorragend wirkt Mist gemischt mit Stroh, Rinde und Sägespänen. Als alleiniges Mulchmaterial ist Mist eher ungeeignet.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Rindermist, Schweinemist(sog. kalter Mist, hoher Wassergehalt, langsam), Pferdemist(trocken, wenige Nährstoffe) und Geflügel-und Kaninchenmist(sehr stickstoffreich, sehr „scharf“).
Gras vom Rasenschnitt und gemähten Wiesen anfallend ist stark wasserhaltig, es besteht allerdings die Gefahr von Fäulnis und Verkleben. Deshalb sollte Grasmulch nur sehr dünn aufgetragen werden und vermischt mit Stroh oder Brennesseln.
Heumulch ist Nährstoffreicher und stark düngend, aber der große Nachteil sind die enthaltenen Samen anderer Pflanzen. Sie keimen bei Feuchtigkeit. Und vor allem älteres Heu ist ungeeinget.
Algen, Tang und Seegras sind an den Küsten und auf Inseln ein guter Mulch, da sie hohen Gehalt an Nährstoffen und Spurenelementen enthalten, sie besitzen auch viel Salz, das Pilzerkrankungen vorbeugt.
Dient das Mulchen Schutz und Düngung ist Kompost das Beste Mulchmaterial. Es ist der überwachte und kontrollierte Kompost von den kommunalen Sammelstellen dem Hauskompost vorzuziehen.
Dient das Mulchen der Abdeckung aus Hygienegründen, Sauberkeit oder zu geringer Wasserverdunstung kann man Mulchpapier oder Pappe verwenden. Hier eignet sich am besten Wellpappe. Sie lässt sich gut verlegen. Spezielles schwarzes Mulchpapier ist aber vorzuziehen, es erwärmt sich in der Sonne und ist sauber, allerdings ist es recht teuer. Beides Wellpappe und Mulchpapier ist luft- und wasserdurchlässig und verrottet.
Auch Vliese und Folien werden verwendet
Dient das Mulchen der Bodenerwärmung verwendet man Steinmaterialien. Sie speichern sonnenwärme. Beliebt sind Lavagrus und Kiessorten. Dieser Mulch ist auch grundsätzlich geeignet für Kräutergärten.
Bei all dem gibt es auch Materialien, die nicht besonders gut geeignet fürs Mulchen sind.
Dazu gehören Hobel- oder Sägespäne, die man nie alleine verwenden sollte. Ebenfalls eher schlecht sind Hackschnitzel, Torf(ohne Nährstoffe und extrem sauer).

Die Wirkungsweise des Mulchens

Wie mulche ich mit einem Rasenmäher?

Mulchen hat mehrere sinnvolle Aufgaben im Garten.
Eine erste davon ist der Schutz vor Austrocknung und das Speichern von Wasser. Unter der Mulchschicht kann der Boden seine Feuchtigkeit halten und beeinflusst damit positiv den Boden und Pflanzenwachstum. Vor allem bei Sandböden hilft eine Abdeckung mit Mulch. Bei Lehm- oder Tonböden sollte man jedoch vorsichtig sein. Sie erwärmen sich nur sehr langsam und speichern durch ihre kompakte Konsistenz Wasser. Bei diesen Böden sollte jeglicher Mulch im Frühjahr abgetragen werden. Eine weitere Aufgabe ist der Ausgleich bei Temperaturschwankungen, die in den oberen Bodenschichten oft herrschen. Mulch wirkt dabei oft wie eine Isolierschicht, sommers bleibt der Boden kühl, im Winter kann der Frost nicht so schnell eindringen. Auch vor übermässiger Überhitzung und zu starker Auskühlung während eines Tages schützt Mulch. Vorsicht ist bei wärmeliebenden Pflanzen wie Paprika oder Tomaten geboten, denen die Temperaturen unter der Mulchschicht oft zu niedrig sind. Eine wichtige Funktion der Mulchschicht ist die Verbesserung der allgemeinen Bodengesundheit. Mulch fördert die Verpilzung im Boden und damit die Bodengesundheit. Diese Pilze setzen Antibiotika und keimhemmende Stoffe frei, zerstören Giftstoffe und stärken grundsätzlich damit die Abwehrkräfte der Pflanzen. Die Verpilzung des Boden kann man übrigens mit der einfachen Spatendiagnose sehen. Man sticht mit dem Spaten einen etwa 20cm Erdblock aus. Typischer, frischer Erdgeruch deutet auf einen gesunden Boden hin und auf sog. Strahlenpilze. Dann übergießt man den Block mit einer Giesskanne voll Wasser. Löst er sich sofort auf, gibt es wenig Pilzleben, ist er verklebt und löst sich nur schwer auf, gibt es eine rege Besiedlung und damit einen gesunden Boden. Noch eine Aufgabe des Mulches ist der Erosionsschutz. Wenn Wasser nicht sofort vom Boden aufgesogen wird, wird die Erde abgeschwemmt. Mulch wirkt hierbei wie eine Schutzmatte, die die Regentropfen abfedert, daneben saugt die Mulchschicht auch das Wasser wie ein Schwamm auf und festigt die Erde, das sie nicht abgeschwemmt wird.
Gibt es viel Unkraut im Garten, kann eine Mulchschicht auch dagegen helfen. Allerdings kann sich die Schicht auch ins Gegenteil umkehren. Zum einem kann Mulch Unkrautwuchs eindämmen, wachsen aber wirklich einmal Unkräuter unter der Mulchschicht, sind sie sehr schwer zu bekämpfen.
Mulcht man regelmässig, so steigt natürlich auch der Nährstoffgehalt des Bodens. Dazu gibt es heute entsprechende Mulchmäher die die Arbeit im Garten erleichtern
Und ein letzter, für viele Gärtner vielleicht unwichtiger, nichtsdestotrotz angenehmer Aspekt ist die Dekoration und Arbeitserleichterung durch Mulch. Vor allem mit Farbspielen wie hellgrüne Pflanzen auf dunkelbraunen Grund kann man schön experimentieren. Ausserdem wird durch das Entfallen von mühseligen Jäten, Unkrautausreißen und Gießen viel Arbeit ersparen.