Archiv der Kategorie: Gartenarbeiten

Apfel-Edelreiser schneiden und lagern

Wie schneide und lagere ich Edelreiser zur Veredelung von Apfelbäumen?

Genau das hab ich mich seit Längerem gefragt. Nachdem ich einige Apfelspalierbäume gepflanzt habe geht es jetzt an eine Umveredelung eines Halbstammes. Dazu muss ich sagen das ich hierbei als Anfänger agiere. Mein letzter Versuch liegt etwa 30 Jahre zurück und hat nur bei einigen Veredelungen geklappt.

Apfel-Edelreiser
Die diesjährigen Triebe ( Edelreiser) zur Lagerung können ab Ende Dezember bis Mitte Februar geschnitten werden.

Warum Veredeln bzw. Umveredeln oder auch Umpfropfen?

Durch das Veredeln erhält man genau die gleiche Qualität wie die Mutterpflanze. Dabei wird ein Ast ( Edelreis) aus dem letzten Jahr in einer etwa bleistiftdicken Qualität in der Winterruhe ( Ende Dezember bis Februar)geschnitten.

Zwischen Februar und Mai, je nach Art der Veredelung erfolgt dann das Einsetzen des Edelreises. Wenn dies erfolgreich anwächst, erntet man in einigen Jahren von diesem Ast die gleichen Früchte wie von der Mutterpflanze.

In meinem Beispiel möchte ich einen Apfelbaum der Sorte Jonathan mit anderen Apfelsorten bereichern. Es sollen also später auf diesem Baum mehrere andere Apfelsorten  wachsen.

Meine Favoriten dazu sind: Krügers Dickstiel,Boskoop,roter Boskoop, Manga Superapfel, Schöner von Wiltshire und Ontario.

Ich mache das weil mir der Jonathan nicht so gut schmeckt. Würde ich jetzt den Apfelbaum fällen und die Wurzeln entfernen um einen neuen Baum zu pflanzen, hätte das mehrer Nachteile.

  1. Der Boden ist für eine nochmalige Apfelbaumpfanzung ungeeignet da ausgelaugt
  2.  Bis zum ersten Ertrag kann es schon mal 15 Jahre dauern
  3. Der Arbeitsaufwand wäre ohne Maschinen schon enorm.

Deshalb habe ich mich entschieden diesen Baum umzupfropfen, also mit Edelreisen einer oder mehrer Sorten zu veredeln.

Edelreiser schneiden

Im Herbst habe ich mir überlegt welche Apfelsorten ich noch benötige. Wir essen gerne Boskoop, Ontario,Schöner von Wiltshire. Ausserdem hab ich noch bei einem Freund zwei Apfelsorten im Herbst probiert. Einmal der rote Boskoop und dann noch eine Sorte die ich vorher noch nie gehört hatte. Der Apfel schmeckt mir aber sehr gut und ausserdem soll er reiche Ernten und das regelmäßig tragen. Es ist der“ Krügers Dickstiel“.

Ich schneide jetzt nach Weihnachten die ersten Reiser ab und wiederhole das dann Mitte Januar und Mitte Februar nochmal. Damit will ich testen welche Version besser wächst. Ausserdem weiß ja niemand wie der Winter sich entwickelt. Wenn es im Januar zu alt oder zu warm wird, passt das wiederum auch nicht optimal zum Reiserschnitt.

Es werden die zu letzt gewachsenen Äste in etwa 30-40 cm Länge abgeschnitten. Am besten in Bleistiftdicke,wenn möglich.

Dann werden diese nach Apfelsorten beschriftet. Am besten mit einem Band und wasserfestem Stift beschriften.

Edelreiser richtig lagern

So bis hierher war mir das Ganze schon klar. Aber jetzt müssen die Reiser so gelagert werden das sie nicht austreiben bis diese zum Veredeln gebraucht werden.

Baumschulen haben dafür spezielle Kühlräume oder Kühlkammern die um die 2 Grad aufweisen.

Als Anfänger und Hobby-Apfelgärtner habe ich das nicht. Mein Kühlschrank hat zwar ein Gemüsefach, das ist aber recht klein und die erfolgreiche Lagerung ist hier fraglich.

Die Edelreiser dürfen nämlich auch nicht austrocknen und nicht schimmeln. Das ist wirklich schwierig im Gemüsefach machbar.

Nach Rückfrage bei einem Apfelexperten hab ich jetzt aber die richtige Lagermöglichkeit. So machte es auch ein Onkel von mir früher. Er steckte die Reiser in eine Dose mit feuchten Sand in den kalten Keller.

Die Edelreiser werden wie Blumen in einer Vase, in einen Eimer mit feuchten Sand gesteckt. Der Eimer wird dann an eine dunkle Stelle in der Garage oder einem Schuppen gestellt. Wenn es ab und an mal friert macht das nichts aus. Es sollte nur nicht tagelang durchfrieren.

Edelreiser lagern
Edelreiser in einem Eimer mit feuchtem Sand.Wird an einen kühlen und dunklen Standort gestellt. Das Wasser darf nicht im Eimer stehen, der Sand sollte nur ausreichend feucht sein.

Jetzt muss ich nur noch aufpassen das keine Mäuse die Kospen/Augen anknabbern!

Es werde auch noch andere Methoden beschrieben , z.B. die Reiser feucht mit Erde in einer Plastiktüte ins Erdreich einzugraben. Mir ist das aber zu aufwändig und ich kann nicht kontrollieren ob Schimmel oder Mäuse die Äste bedrohen.

Es geht auch ohne Lagerung der Edelreiser

Ab Februar werde ich dann mit dem Spaltpfrofen beginnen. Dazu berichte ich dann extra. Diese Veredelungsmethode kann ohne Lagerung direkt mit frisch geschnittenen Edelreisern erfolgen. Das hat natürlich auch seinen Reiz. Ich werde es testen und seh ob mir diese Methode liegt und ob das gelingt.

Was ihr alles benötigt für das Veredeln eines Apfelbaumes zeige ich euch im nächsten Artikel. Also bis bald, schaut einfach nochmal hier vorbei.

Mitte März gehts los!

Wie es mit den Reisern weiter ging- mein erster Versuch einen Apfelbaum zu eredeln

Das könnte euch auch noch interessieren:

Apfelessig selber machen

Spalierapfelbäume pflanzen

Apfelwein selbst machen

Essbare Städte – Obst und Gemüse für alle

Als wir neulich am Rhein unterwegs waren mussten wir unbedingt in Andernach vorbei fahren. Andernach ist in Deutschland Vorreiter in Sachen Essbare Stadt. Als Hobbygärtner interessiere ich mich für alle Anbauformen und besonders für diese in der Stadt.

Ernteschild Andernach
So weiß jeder Besucher des Gartens wann es Zeit zur Ernte ist

Ein weiteres interessantes Gartenprojekt in diesem Zusammenhang sind die „Prinzessinnen Gärten“ in Berlin. Diese haben wir im letzten Jahr besucht und uns u.a. den Anbau von Kartoffeln in Pflanztaschen angeschaut.

Wie kam es zu der essbaren Stadt in Andernach?

Garten in Andernach
Im Zentrum der Satdt Andernach findet sich ein Teil des Gartens

Geoökologe Lutz Kosack und die Gartenbauingenieurin Heike Boomgaarden haben  im Jahr 2010 das Konzept entwickelt und mit den Verantwortlichen der Stadt Andernach umgesetzt. Ziel war es u.a. die Pflegekosten pro Quadratmeter für z.B. Blumenbeete ( ca. 60€) zu reduzieren. Das gelang bei Staudenbeten sehr gut, bei Gemüsebeeten ist die Einsparung geringer.

Aber auch die Aspekte, die Bevölkerung mit ein zu binden und zu begeistern sowie mehr Touristen in die Stadt zu bringen waren ein Bestandteil des Konzeptes. Wichtig war auch die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen.

Jedes Jahr steht eine Gemüsesorte im Mittelpunkt. Im Jahr 2010 startete man mit dem Jahr der Tomaten. 101 verschiedene Tomatensorten wurden angebaut. 2011 war das Jahr der Bohne, 2012 das der Zwiebel.

Diesem Beispiel wollen jetzt einige andere Städte folgen. In Bayern zum Beispiel Ingolstadt und Regensburg. Dennoch wirken diese neue Projekte für mich noch etwas nachgemacht, sind aber auf einen richtigen und wichtigen Weg.

Essgarten-Andernach

Was bringt das Ganze?

Menschen beschäftigen sich wieder mehr mit dem Anbau von Obst und Gemüse. Auch Besucher und Touristen die auf die Gemüseflächen stossen sind überrascht und fragen sich wer oder was da wächst. In Andernach haben wir genau das auch erlebt. Immer wieder blieben Menschen vor den Beeten stehen und fragten sich was das ist und wer das anbaut. An den einzelnen Gartenbeeten waren kleine Schiefertäfelchen angebracht die darüber informierten ob das jeweilige Gemüse schon erntereif ist oder eben noch nicht. Genau das ist es was meiner Meinung nach immer wichtiger wird. das Menschen sind mehr damit beschäftigen wie ihr Essen wächst und das man Gemüse frisch in der Stadt ernten kann. Gerade in Zeiten von Wirtschaftskrisen kann es auch nicht ganz blöd sein zu wissen was,wann und wo am besten wächst. Neulich habe ich einen Fernsehbeitrag aus England gesehen. Eine der Damen meinte dann, dass es im Fall einer Krise nicht unsere Politiker sind, die uns etwas zu essen besorgen werden. Wir werden uns selbst darum kümmern müssen. Ich glaube das auch. Deshalb hatten wir vor 2 Jahren eine kleine Apfelbaumspende an Kindergärten und Schulen initiiert.

Zwiebeln

Ausserdem macht es Spass Obst und Gemüse beim wachsen zu zu sehen. Klingt vielleicht blöd, mir macht das aber immer wieder Spass.

Die urbane Landwirtschaft tut unserer meiner Meinung nach schon noch schwer, aber es wird. Das zeigen die neuen Beispiele in Ingolstadt oder Regensburg.

 

Die richtige Pflanzzeit im Mai

Was bedeuten die Eisheiligen oder Eismänner?

Auch wenn der Monat Mai mit wirklich warmen Sonnentagen lockt, so ist doch Vorsicht geboten wenn es darum geht die Pflanzen draussen zu pflanzen. Sehr gefährlich  für viele junge Pflänzchen wie Gurken oder Tomaten ist die erste Monatshälfte im Mai. Schützen Sie deshalb Ihre Pflanzen noch mit Vlies oder stellen Sie die Pflanzkübel nachts noch ins Haus zurück.

Mir passiert es leider auch immer wieder, dass Hortensien oder Obstbäumchen die kurze Frostperiode nicht überstehen.

Die Eisheiligen – die letzte, am 15. Mai – die kalte Sophie

Üblicherweise sprechen viele Gärtner auch heute noch von den Eisheiligen, die noch bis zum 15. Mai noch Frost bringen können. Die kalte Sophie (15.05.) ist dabei die letzte der Eisheiligen. Danach könne man laut den alten Bauernregeln vorsichtig draußen pflanzen. Vom 12.15 Mai werden laut Volksmund verschiedene Heilige genannt, die für bevorstehende Frosttage  eine Bedeutung haben sollen. Da hierbei auch Männer als Heilige (z.B. Bonifatius, Mamertus) erwähnt werden, nennt man die Eisheiligen auch ab und zu Eismänner. Der Begriff ist zwar seltener, aber ab und zu hört man diese Bezeichnung immer noch.

Stimmt die Auswirkung der Eismänner wirklich so?

Die Antwort lautet : Ja und Nein.

Man sollte sich bewußt sein, in welcher Region in Deutschland man sich befindet, dem entsprechend sollte man auch sein Pflanzzeit festlegen. In kalten Regionenz.B. in Bayern ist das durch aus Mitte bis Ende Mai, in wärmen Flußtälern kann man aber  meist schon Anfang Mai auspflanzen. Aber auch der Weinanbau wird so wie im Mai 2011 wieder einmal von großen Frostschäden getroffen.

Die alten Bauernregeln werden auch durch die Einführung des gregorianischen Kalenders von 1572 verschoben. So fanden die Eisheiligen ursprünglich erst 11 Tage später, also Ende Mai statt.

Fazit: Seien Sie beim Auspflanzen eher etwas vorsichtiger Und schützen Sie die Pflanzen zur Sicherheit mit einem atmungsaktiven Pflanzvlies.

Sense schärfen

Methoden zum Schärfen einer Sense

[button link=“http://www.garten-sonnenuhr.org/bildergalerie“]Neu ! Bildergalerie unserer Gartenkunst [/button]

Beim Sensen schärfen unterscheidet man zwischen Wetzen und Dengeln. Das Wetzen entspricht in etwa dem sogenannten Abziehen bei anderen Werkzeugen, man nutzt es, wenn man merkt, dass beim Schneiden mehr Kraft aufgewendet werden muss, die Schärfe also nachlässt. Grundsätzlich sollte man während des Mähens immer wieder wetzen, auf jeden Fall aber nach dem Dengeln.
Wie oft während des Mähens gewetzt wird, hängt ab vom Mähgut, wie gut vorher gedengelt wurde, welche Qualität das Sensenblatt hat, und natürlich vom Wetzstein.
Hier stehen Natur- und Kunststeine im Angebot. Der Kunststein wird als Carborundum, Korund- und Siliciumcarbidstein angeboten. Beim Naturstein werden vom Schiefer bis Granit mehrere Arten  genutzt. Dabei sollte man wissen, dass sehr harte Naturstein kaum Schleifwirkung besitzen, grobe Kunststeine dagegen eine sehr starke. Besitzt man eine Sense mit sehr dünnem Blatt empfiehlt sich auf jeden Fall der Naturstein. Naturstein kann man eigentlich nicht im Trockenzustand nutzen, sie wetzen dann nicht oder kaum, außerdem verschmutzen sie.

Schärfen mit dem Wetzstein – nass und trocken

Mit Kunststeinen kann man auch trocken wetzen, trotzdem ist es nicht zu empfehlen. Den Wetzstein sollte man immer beim Mähen mit dabei haben, dafür gibt’s den Wetzsteinbecher, den man am Gürtel tragen kann oder irgendwo in der Nähe deponieren kann. Trägt man ihn mit sich, Vorsicht beim Bücken, es ist Wasser im Gefäss.
Will man Wetzen, stellt man die Sense mit dem Blatt nach oben, die Spitze nach links zeigend. Mit einer Hand das Blatt am Rücken(!!!) festhalten und für sicheren Stand sorgen. Dann das Blatt sauber machen (Gras oder feuchter Lappen). Den Stein am unteren Ende nehmen und etwa im 45Gradwinkel zum Blatt halten, dann mit gleichmäßigen Streichbewegungen im Wechsel Vorder- und Rückseite entlangziehen. Der Stein muss dabei parallel zur Schneide gehalten werden und zur Spitze hin. Außerdem die abgerundete schmale Steinseite benutzen.Wetzen bedarf einiger Übung, also nicht verzagen, einfach versuchen mit der Zeit einen eigenen Rhythmus zu finden und vor allem die Finger nicht gegen die Schneide drücken. Nach dem Wetzen den Stein reinigen und trocknen lassen.
Das Dengeln ist etwas komplizierter und es empfiehlt sich, dies von einem Fachman oder einen langjährigen Mäher machen zu lassen. Man braucht dazu einen Dengelhammer und einen Dengelamboss. Mit ziehenden oder klopfenden Dengelschlag wird das Metall an der Schneide ausgezogen und verjüngt.

Mehr zum Mähen erfahren:

Richtig mähen mit der Sense

Mähen mit dem Aufsitztraktor

Mit der Sense mähen

So mähen Sie mit der Handsense richtig

Die Sense erfreut sich seit einigen Jahren wieder größerer Beliebtheit, Gründe dafür gibt’s genug. Mit der wachsenden Beliebtheit von Blumenwiesen allein kann man das allerdings nicht begründen, ökologische Gesinnung, Lärmschutz oder tatsächlich Fitnesstraining, tun noch ein übriges.
Eine Handsense besteht aus dem sogenannten Sensenbaum, dem Sensenblatt, dem Sensenring und dem Sensenschlüssel. Alle diese Teile spielen eine große Rolle für die richtige und leichte Handhabung dieses Werkzeuges.
Der Sensenbaum sollte ungefähr der Körpergröße des Mähers entsprechen und die an ihm angebrachten Griffe(zwei) sollten richtig für den einen Benutzer eingestellt sein, dabei ist der Griff für die linke Hand oben am Sensenbaum, der für die rechte Hand etwa in der Mitte. Unterschieden wird auch im Material und Form für den Sensenbaum, so gibt es Metall oder Holzsensenbäume und gerade und geschwungene. Bei der Größe sollte darauf geachtet werden, dass man aufrecht stehend mähen kann, alles andere kann auf die Dauer recht quälend werden, meist rechnet man von der jeweiligen Körpergröße etwa 25cm weg. Man kann die Größe prüfen, indem man sich mit der Sense bequem aufrecht hinstellt, die Beine leicht gespreizt und den rechten Arm ausgestreckt, den linken angewinkelt. Dann sollte das Sensenblatt etwa zwei Zentimeter über dem Boden schweben.

So hält man die Gartensense beim Mähen

Obwohl es auch Sensen mit einem Griff gibt, sind die mit den zwei Griffen am gebräuchlichsten. Probiert man beim Kauf die Sense aus, sollten diese Griffe(möglichst unlackiert) einfach gut in der Hand liegen, so verhindert man Blasen. Vor allem der Rechte-Hand-Griff muss passen, denn hier wird die Kraft übertragen. Für die Griffestellung ist wichtig, welchen Mähschwung man anwenden will, nämlich ziehen oder schiebend, wobei eigentlich der ziehende Mähschwung vorzuziehen ist, hierfür soll der Mittegriff nach links zur Sensenspitze zeigen. Der zweite Griff dient der Sensenführung. „Profis“ lassen den Griff gerne weg und fassen am Sensenbaum direkt an. Um Muskelkater zu vermeiden, ist die Abstandseinstellung der Griffe zueinander wichtig, ein Tip, der Abstand sollte in etwa so groß sein wie von der Achselhöhle zum Mittelfinger.

Die Qualität des Sensenblatt beachten

Das Sensenblatt gibt es in unterschiedlichen Längen(30-140cm) und Breiten(50-80mm), Stahlqualitäten, Rückenkrümmung und Schneiden zu kaufen. Das Wesentliche ist hier die Qualität des Stahls, sogenannte halbgeschmiedete Sensenblätter, so bezeichnet man gewalzte Stahlblätter, sind für häufigen Gebrauch nicht zu empfehlen, sie lassen sich schlechter dengeln(schärfen der Sense). Geschmiedete Sensen dagegen sind meist schärfer, dünner und besser verarbeitet, aber auch teuerer als die halbgeschmiedeten. Der Rücken des Blattes ist zur Stabilisierung verstärkt und außerdem gewölbt. Die Schneide des Blattes besteht aus den Riefen und dem Dangl, ersteres ist die Schneide. Der Dangl ist ein Teil dieses Riefens, nämlich der, der beim Anfassen nachgibt. Der Blattbogen ist der Zirkel. Merkmal eines guten Sensenblattes ist wie bei jedem Schneidewerkzeug, die langanhaltende Schärfe und die leichte Schärfbarkeit. Leider gibt’s keine Möglichkeit, dies vor dem Gebrauch zu testen, nachdem ersten Dengeln weiß man allerdings Bescheid, so oder so! Ein paar optische Merkmale gibt es natürlich schon, so soll das Sensenblatt ohne Unebenheiten oder Hubbel sein, die Schneide sollte über das ganze Blatt weg nicht dicker als 0,5mm sein und bei etwa 65cm nicht mehr als 500g wiegen, der Blattrücken sollte sich zur Schneide keilförmig verjüngen.

Sensen gibt es für verschiedene Einsätze

Wie bei jedem oft gebrauchten Werkzeug gilt auch hier, nicht geizig sein, auch der Sicherheit zuliebe. Es gibt Sensenblätter für Gras, Heide, Busch und Forsten.
Wichtiges Detail einer Sense ist der sogenannte Sensenring, er hält das Sensenblatt am Baum fest, ist also unerläßlich. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Materialien.
Eine Alternative zur Handsense ist ein Rasenmäher-Traktor oder ein Rasenroboter.

Winterschutzvlies

Winterschutzvlies

Wenn der Herbst zu Ende geht, heißt es „gut einpacken“ für viele Gartenpflanzen wie Rosen, Gartenstauden, Pflanzgefäße und Bäume.
Hierbei kann ein sogenannter Winterschutzvlies sehr gute Dienste leisten. Die atmungsaktiven Vliesstoffe sind unterschiedlich in ihrer Materialstärke, je nach Einsatzort. Diese wird in Flächengewicht pro Quadratmetern ausgewiesen. So ist ein 30 Gramm Vlies ein sehr dünnes Wintervlies und ein 150 Gramm schon sehr dick und stabil.
Achten Sie beim Kauf von Winterschutzfolien darauf, dass diese atmungsaktiv sind. Nur so kann Stauhitze und Fäulnis vorgebeugt werden. Beim Befestigen der Winterschutzvliese bedenken Sie, dass diese ausreichend geben Wind und Sturm befestigt werden. Dazu gibt es im Handel auch noch eigenes hergestellte Vliesbodenhacken. So kann man auch grossflächige flache Beete schnell vor Frost schützen. Die Vliesstoffe werden meist als Meterware auf der Rolle angeboten.

Neben dem Wintervlies auf der Rolle gibt es aber auch sogenannte Pflanzenschutzhauben aus Vliesstoff. Diese sind bei wenigen Pflanzen sehr praktisch und leicht in der Handhabung. Die Schutzhauben haben am unteren Ende oft eine Kordel, die nach dem Überstülpen einfach zugezogen wird. So kann man immer wieder mal im Winter schnell zum giessen an die Pflanzen.

Keine Plastikfolie als Winterschutz benutzen

Andere Winterschutzmatten bestehen aus Kokosgeflecht oder Jute und sind ebenfalls atmungsaktiv und sehr gut als Schutz vor Frostschäden an Bäumen oder Pflanzgefäßen geeignet.
Verwenden Sie zum Abdecken der Pflanzen aber auf keine Fall Kunststofffolien oder Luftpolsterfolien. Diese lassen der Pflanze keine Luft zum atmen und diese überstehen den Winter sehr oft nicht. Das wäre ja sehr schade, den gerade deshalb machen wir uns ja jeden Herbst die Arbeit und packen unsere „Lieblinge“ draussen gut ein.

Wann den Garten umgraben?

Tipps für die Gartenerde und das Umgraben

Da das A und O guter Ernten der Boden ist, sollte man beim Winterschutz auch den Boden selbst nicht vergessen. Lange wurde automatisch im Herbst der Boden im Garten umgegraben. Das hatte sicher manchmal seinen Sinn, aber fast nur bei sehr schweren Böden. Eindringender Frost verursacht dort nämlich die sogenannte Frostgare. Sie macht den schweren Boden dann feiner, durchlässiger und krümeliger. Umgraben kann allerdings dem Boden auch sehr schaden. So werden jedes Jahr aufs Neue die Bodenschichten durcheinander gebracht, das ist schlecht für Bodenbewohner, die immer wieder in andere Bodenschichten befördert werden. Außerdem beeinflusst  und begünstigt das Umgraben das Unkrautwachstum, weil die oft lange überdauernden Samen wieder an die Oberfläche kommen und dort keimen. Außerdem ist der Boden den Winter über völlig ungeschützt. Und natürlich lieben Schnecken das Umgraben. Durch das Auflockern ist es für die Schnecken leichter ihre Eier in die groben Schollen zu legen.

Gründüngung hilft

Eine gute Möglichkeit ist das Bepflanzen von schon abgeernteten Früchten im Sommer durch die Gründüngungspflanzen. Dies sind etwa Wicken, Lupinen oder auch Ringelblumen. Nach der Keimung bedecken und schützen sie den Boden, außerdem lockern die Wurzeln auch noch den Boden. Dann gibt es noch die sogenannten Überwinterungssaaten wie z.Bsp. Winterroggen. Im Oktober ausgesät, gehen sie noch auf und schützen den Boden. Eine besonders geeignete Pflanze ist auch die Phacelia, auch gut für die Bienen, die sie lieben. Im Winter friert das Kraut ab und bedeckt bis ins Frühjahr den Boden und eventuell auch die neue Aussaat. Allerdings ist es mühsam, diese ganzen pflanzlichen Massnahmen im Frühjahr wieder auszuhacken. Auch das Mulchen ist eine Option. Der Boden kann dadurch vor starken Temperaturschwankungen oder dem Eindringen von Frost geschützt werden. Laub als Mulch eignet sich besonders für Staudenbeete, Bäume und Sträucher, Rindenmulche für die Wege, Sträucher und ebenfalls Bäume. Flusskies eignet sich für den trocknen Ziergarten, Stroh für Beerensträucher.