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Baumfällungen und Baumpflege im Winter

Was muss ich beim Fällen von Bäumen beachten?

Wer in seinem Garten einen Baum oder gleich mehrer Bäume fällen möchte, sollte das im Winter tun. Die Bäume sind in der Saftruhe und das gewonnene Holz ist somit auch schneller trocken um etwa als Kaminholz verwendet zu werden.

Andererseits sind die Zufahrtswege und der Gartenboden meist gefroren und die Fahrzeuge richten keinen so grossen Schaden am Rasen und Gartenboden an.

Bedenken Sie dabei aber auch, dass unter Umständen Fisch im zugefrorenen Gartenteich aufgeschreckt werden und ersticken könnten. Halten Sie in diesem Fall vorab schon einmal ein paar Luftlöcher frei. Hier lesen Sie wie man den Gartenteich eisfrei hält.

Achtung Unfallgefahr

Gerade bei Baumfällarbeiten entstehen viele Unfälle. Für Ungeübte und Gartenlaien ist es sehr gefährlich grössere Bäume selbst zu fällen. Hier hilft ein sogenannter Baumpfleger weiter. Auch Gartenbaubetriebe helfen bei der Baumfällung weiter. Wer beides nicht in der Nähe hat, der kann ja vielleicht auch mal bei der örtlichen Feuerwehr nachfragen. Gegen eine Spende in die Feuerwehrkasse könnten diese dann eine kleine „Übung“ in Ihrem Garten durchführen.

Für die Angebotserstellung bei einem Gartenfachbetrieb ist es von Vorteil, wenn Sie den Stammumfang wissen und wie der Zugang zum Baum selbst möglich ist. Wenn Sie ein Foto vom Baum haben und die Baumart nenne können, haben Sie schon alles Nötige für eine Angebotserstellung beim Baumpfleger.

Rechnen Sie bei der Fällung auch damit, das der Baum beim Umfallen in eine ganz andere Richtung fällt, als Sie das vorher geplant haben. Das kann durch die Baumstruktur am Stamm entstehen die sehr unterschiedlich beschaffen ist. So kann sich der Baum noch am Absatz drehen und fällt womöglich in Nachbars Garten.

Das Arbeiten mit der Motorsäge erfordert eine vorschriftsmässige Schutzbekleidung wie Helm, Visier, Handschuhe, Gehörschutz, Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe und Schnittschutzjacke. Neben der Ausrüstung muss auch in manchen Regionen ein sogenannter „Motorsägen-Führerschein“ oder „Motorsägennachweis“ vorhanden sein. Dieser wird bei Fachbetrieben oder Forstämtern angeboten und ist eine Art Unterweisung im fachgerechten Umgang mit der Kettensäge.

Grössere Bäume unbedingt vom Fachmann schneiden oder fällen lassen. Riskieren Sie nicht Ihre Gesundheit, nur um ein paar Euro zu sparen.

Fragen Sie beim Ordnungsamt der Stadtverwaltung nach. In manchen Regionen dürfen Bäume mit einem gewissen Durchmesser nur mit vorheriger Genehmigung der Behörden gefällt werden. Meist sind es ab 10 cm Stammdurchmesser, gemessen in einem Meter Höhe, ab derer man eine Genehmigung zur Fällung benötigt. Überlegen Sie auch im Voraus ob Wege oder gar eine Strasse kurzfristig gesperrt werden müssen. In diesem Fall müssen Sie unbedingt die Stadt oder Gemeindeverwaltung um Genehmigung fragen. Die Kosten für eine zeitweilige Sperrung wird unterschiedlich gehandhabt. In kleinen Gemeinden oder Dörfer sind die oft kostenfrei, in Grossstädten dagegen fallen fast immer Gebühren an.

Wann soll ich Edelreiser schneiden?

Den richtigen Zeitpunkt für Edelreiser finden

Da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Die beste Zeit ist aber auf alle Fälle eine frostfreie Zeit ab Mitte Dezember bis etwa im Februar. Die Bäume oder Sträucher, die vermehrt werden sollen, dürfen noch nicht ausgetrieben haben. Sollte das der Fall sein, verschieben Sie die Vermehrung mit Edelreiser auf den nächsten Winter. Die Reisser sollten aber nach eine kurzen Frost erst geschnitten werden. So stellt man sicher, dass der Baum, Strauch, Rose etc. auch zur Ruhe gekommen ist.

Wer mit dem Gedanken spielt seine Lieblingssorten im Garten zu vermehren, der kommt am schneiden von Edelreiser nicht vorbei. Damit ist sind kleine Äste gemeint, meist Bleistift dick, die vom letzten Jahr stammen. Man sollte sich die kräftigsten Triebe aussuchen und diese möglichst lang abschneiden. Die Wasserschosse, also die geradeaus hochgeschossenen Triebe sind aber für die Vermehrung nicht geeignet.

Lagerung der Edelreiser

Die so geschnittenen Reisser müssen vor Nagern, Frost und Austrocknung geschützt werden. Es gibt auch hier wieder verschiedene Methoden. Manche lagern eine kleine Menge im Gemüsefach des Kühlschrankes. Andere wiederum schlagen die Äste im Garten in etwas Erde ein und befeuchten diese vorsichtig im Winter. Das Lagern im Keller oder der Garage ist aber auch eine gute Alternative. Einfach in Zeitungspapier einwickeln und in einen Eimer  mit feuchter Erde oder feuchtem Sand einstecken. Ab und zu kontrollieren ob sich nicht ein paar Mäuse daran gemacht haben.

Im Frühjahr geht es dann ans Veredeln. Das sollte auch vor dem Austreiben geschehen. Manche veredeln auch nach dem Austreiben der Bäume oder Sträucher noch. Aber die besten Chancen auf „ Nachwuchs“ hatte ich mit dem Veredeln noch vor dem ersten Austreiben. Bei Steinobst lässt sich die Kirsche am besten veredeln. Auch Apfelbäume veredeln klappen noch halbwegs gut. Mehr dazu im nächsten Artikel rechtzeitig vor Frühlingsbeginn hier.