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Alte Apfelsorte pflanzen -Brettacher

Es geht ja bestimmt vielen Apfelliebhabern so. Man hat auf einem Grundstück einen alten Apfelbaum. Die Sorte schmeckt gut, man kann sie sehr gut und lange lagern. Aber niemand kann mehr sagen welche Apfelsorte das nun ist.

 

So ging es uns auch. Jetzt werden die Apfelbäume älter und kahler und die Angst wächst das der Baum mal abstirbt und dann die schmackhaften Äpfel für immer verloren sind.

Die Suche nach alten Apfelsorten gestaltet sich manchmal schwierig
Die Suche nach alten Apfelsorten gestaltet sich manchmal schwierig

Was tun?

Es gibt dazu mehrere Möglichkeiten.

  1. Man läßt sich von einer Baumschule einen Apfelbaum aus den Edelreisern des Lieblingsbaumes veredeln.
  2.  Man findet heraus welche Apfelsorte es ist und kauft sich einen entsprechenden Baum.

Das klingt einfach, ist es aber dann in der Praxis wiederum nicht. Wir haben leider keine Baumschule gefunden die uns einen Wunschbaum veredelt. Zuviel Arbeit hieße da immer nur.

Also ging es an die Recherche nach der Apfelsorte. Das war dann auch deutlich effektiver. Anhand von unseren Fotos der erntereifen Äpfeln haben wir im Internet die Bildersuche bemüht und wurden schnell fündig.

Unsere Apfelsorte war ein Brettacher.

Diese Sorte ist sehr lange lagerfähig, wir haben welche bis im April hinein im Keller. Leider stelte sich dann die spannende Frage welche Baumschule heute noch den Brettacher Apfel verkauft.

Gute Lageräpfel sind selten geworden
Gute Lageräpfel sind selten geworden-wir haben bis in den April frische Äpfel

So sind wir auf die Baumschule Horstmann gekommen. Die Lieferung hat dann noch fast 3 Wochen gedauert aber dann kommte wir unsere alte Apfelsorte endlich einpflanzen.

Jetzt besitzen wir unseren Lieblings-Apfelbaum als Jungpflanze und sind guter Dinge für die Zukunft.

Hier noch ein paar Fotos vom Einpflanzen.

Zum Schutz vor Wühlmäusen kommt der Draht unter den Apfelbaum
Zum Schutz vor Wühlmäusen kommt der Draht unter den Apfelbaum

Wir haben die Pflanzgrube sehr groß ausgehoben und dann Komposterde eingefüllt. Dann wurde der Hasendraht oder auch kleiner Maschendraht in der Grube ausgebreitet. Dieser schützt den Baum vor Wühlmäusen, die so ziemlich die schlimmsten Feinde von jungen Apfelbäumen sind. Das durfen wir im letzten Jahr leidvoll mit erleben. Die Population der Wühlmäuse hatte sich ja expolsionsartig entwickelt. Der Draht-Halbkorb schützt auf jeden Fall die allermeisten Angriffe von unten ab.

So steht er jetzt da unsere alte Apfelsorte Brettacher
So steht er jetzt da unsere alte Apfelsorte Brettacher-der überstehende Draht wird dann noch weggeschnitten und mit Erde bedeckt.

Zum Schluss wurde noch ordentlich gewässert und jetzt kann er wachsen, unser Brettacher Apfel.

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Sauerkraut in kleinen Mengen herstellen

Sauerkraut in kleinen Schraubgläsern herstellen

Sauerkraut ist nach wie vor sehr beliebt. Manche kennen es sogar noch aus Großmutters Zeiten. Man hatte im Keller einen großen Topf (25 Liter) aus Keramik. Darin wurde im Herbst das fein geschnittene Weißkraut ( Weißkohl) eingestampft, Dann mit einem Holz, Tuch und Steinen beschwert. Das Ganze diente dazu, dass keine Luft an das Weißkraut gelangt. Das Kraut wurde aber mit der Zeit immer saurer und schmeckt zum Frühjahr hin nicht mehr wirklich gut.

Sauerkraut in Gläsern
Test- verschiedene Gemüse milchsauer eingelegt, Rübe, Karotte/ Sellrie,Sauerkraut

Und dann noch- wer hat heute einen passenden Keller? Und wer möchte eine solch große Sauerkrautmenge essen? Unser Speiseplan sieht heute etwas anders aus als das noch vor 100 Jahren der Fall war.

Deshalb war ich auf der Suche nach der Herstellung im Kleinen. Es sollte ohne großen Aufwand und keine zusätzlichen Gerätschaften ( Gärtopf etc.) funktionieren. Dazu kauft ich mir das Buch “ Milchsauer eingelegt“ um mich mit der Milchsäuregärung zu beschäftigen.

Mein Prinzip: Weißkohl dünn hobeln, durchkneten, ins Glas füllen und mit Salzwasser auffüllen.

Genau so funktioniert das Ganze und ist überhaupt nicht kompliziert. Zuerst den Weißkohl hobeln, dann mit der Hand ordentlich durchkneten ( ihr könnt ihn auch stampfen) in die Gläser mit dem Schraubverschluss zu 3/4 einfüllen und oben auf ein Weißkohlblatt ( Stück davon) gefaltet oben drauf legen.  Während dem füllen immer wieder mal etwas salzen. Ihr könnt auch noch Lorbeerblätter oder Wacholderbeeren dazu geben. Einfach mal ausprobieren was euch am besten schmeckt. Ic habe die Daten aus dem Buch für mich ews abgewandelt, funktioniert genau so gut.

Sauerkraut im Kleinen
Das frisch gehobelte Weißkraut fest kneten und anschließend in Gläser füllen, mit Salzlake auffüllen und vergären lassen

Das obere Blatt verhindert dass das Weißkraut oben am Deckel Luft bekommt und dann braun wird. Jetzt kommt das Wichtigste- die Salzlake. Dazu einfach ein Glas Wasser mit Salz aufrühren. Die Salzmenge ( ca.2-3 Telöffel) richtet sich nach eurem Geschmack und verändert natürlich auch das Resultat. Hier habe ich das Salzverhältnis so gewählt, dass ich die Lake noch halbwegs gut trinken konnte. Jetzt mit Lake auffüllen aber noch etwas Platz zum Deckel für die Gärung lassen.

Das Ganze mit dem Drehdeckel verschliessen und an einem warmen Ort ( ca 20-22 C) stellen. Hier hat sich bei mir der Backofen ganz gut gemacht. Die Gläser stehen nicht im eg und der Gärgeruch hält sich in Grenzen.

Testet  euer Sauerkraut einfach mal mit 1-2 Gläsern aus. So könnt ihr am besten feststellen ob euch der Gärgeruch nicht all zu arg stört. Bedenkt das die Gläser zu Beginn die Wärme zur Gärung benötigen. Später könnt ihr die Gläser dann kühler stellen.

Achtung Gärung: Das Glas beginnt nach etwa 2 Tagen zu gären, am Anfang recht heftig. Die Autorin des Buches hat hier gewarnt das es auch schon mal ein Glas zerreissen kann. Das sollte man bei der Gärung bedenken. Mir ist das nicht passiert. Kommt aber wohl schon mal vor. Meine Gläser habe ich normal fest mit dem Deckel geschlossen. So kommt kein Sauerstoff von aussen heran. Die Gärgase können aber mit etwas Überdruck entweichen. Das klappt bei den meisten Gläsern sehr gut.

Gläser-Test

Am besten ihr füllt eure Gläser am Anfang mit Wasser, verschließt sie mit dem Schraubdeckel und stellt sie auf den Kopf. Wenn Wasser heraus tritt sind sie undicht und nicht geeignet.

Bei der Gärung wird Flüssigkeit aus dem Deckelrand heraus gedrückt. Deshalb stelle ich die Gläser auf das Backblech und lege Papierküchentücher darunter. Dies wechsele ich 2-3 mal. Nach ca. 14 Tage ist die Gärung zum Großteil abgeschlossen. Jetzt sollte man die Gläser an einem kühlen Ort stellen und kann diese so einge Monate lagern.

Mit der gleichen Methode haben wir noch Karotten, Sellerie und Herbstrüben vergoren.

Fazit: Es ist sehr einfach und man sollte es einfach mal probieren. Das Ergebnis mach euch sicher stolz und glücklich. Uns gung es jedenfalls so. Wir möchten jetzt nicht mehr auf unser selbst gemachtes Sauerkraut verzichten.

Das Buch “ Michsauer eingelegt“ aus dem Ökobuch Verlag kann ich hierzu sehr empfehlen. Hier werden viele verschiedene Gemüssorten besprochen. Neu war mir das man auch Pflaumen milchsauer einmachen kann. Im Bayerischen Wald hat man diese früher als Beilage zu Fleisch gegessen.

So können Imker ihren Honig verkaufen

Honig aus deiner Region – für Imker und Honigkunden

Das Projekt „ nearbees – Honig von nebenan „möchte eine Plattform für den Verkauf von Imkerhonig sein. Die Idee gefällt mir sehr gut und so habe ich vor ein paar Wochen das Crowdfunding Projekt mit einem Geldbetrag unterstützt.

Honigwabe
Honigwabe gefüllt mit Honig von nearbees

Nearbees will eine bundesweite Plattform für regionalen Honig aufbauen und hat deshalb über Startnext Geld eingesammelt. Von dieser Initiative habe ich erstmals beim Isarblog gelesen. Da ich ja so gut wie keine Papierzeitungen lese, sind Blogs meine erste Anlaufstelle für Informationen jeglicher Art. Danke an Isarblog für den Artikel.

Das Start-Up und die Idee zu dieser Aktion kommen von Viktoria Schmidt, die in einer Imkerfamilie aufgewachsen ist. Nach ihrer Masterarbeit über Bienen und der Vermarktung von regionalem Honig, war der Startschuss für nearbees gefallen. Die Firma finanziert sich über eine Verkaufsprovision des Honig. Hier gibt es ein Video zur Idee.

Imker die ihren Honig verkaufen möchten, melden sich dort an. Danach bekommen sie die Verpackungen um ihren Honig in speziellen Beuteln ab zu füllen und an die Kunden per Post zu verschicken.

Honigkunden wiederum finden über die Internetseite ihren nächsten, registriereten Imker und können dort bequem ihren Honig kaufen. Dazu müssen diese nur ihre Postleitzahl eingeben und dann sehen sie, welcher Imker in ihrer Nähe welche Sorte Honig gerade anbietet. Der Preis versteht sich immer für eine 400 gr. Honigtüte.

Anfang August kam jetzt mein Unterstützerpaket als Pate eines Bienenvolks. Was drin war, hat mich sehr überrascht. Da der Honig noch nicht fertig war, habe ich jetzt schon mal ein Stück Honigwabe, ein sehr nettes Schreiben von „meinen Bienen“ und ein T-Shirt von Ben & Jerrys bekommen. Ich  bin jetzt für ein Jahr Pate eines Bienenvolks. Später gibt es noch Honig per Post.

Unterstützerpaket
Mein Paket als Dankeschön von nearbees

Honigwaben kannte ich schon von Fotos. Das man diese aber auch essen kann, nicht. Dazu habe ich ein kleines Stück Wabe (voll mit Honig) abgeschnitten und in den Mund gesteckt. Siehe Foto oben. Und jetzt kommt es, du musst das Dings in deinem Mund wie einen Kaugummi behandeln. Der Honig fliesst heraus und den kann man so auch essen. Die Wabe allerdings kaust du zusammen und spuckst sie dann wieder aus. Die Wabenzellen bestehen aus hochwertigem Bienenwachs und sind nicht essbar. Tolles Geschmachserlebnis!

Sponsoren T-Shirt, passt
Sponsoren T-Shirt, passt

Ausserdem habe ich von „meinen Bienen“ noch einen Brief bekommen. Sehr emotional gemacht- schöne Idee. Bienenpost, heißt auch die Überschrift über meiner Adresse. Zum Schluss verabschieden sich meine Bienen mit:

“ Bis bald – deine Bienen aus Freising“

Ich werde das Projekt und den Verlauf der Firma weiter verfolgen und wenn es Neues gibt hier berichten.

Fazit: Eine tolle Idee, die auch mit viel Herz und Gefühl umgesetzt wurde. Hoffentlich schafft es das Start-Up auch die erste Zeit zu überstehen. Deshalb auch mein Artikel, der mit helfen soll die Idee zu verbreiten.

Apfelessig zuhause machen

Apfelessig selbst gemacht – so gehts

Essigflasche
Der erste eigene Apfelessig, noch nicht gefiltert

Seit einigen Jahren stelle ich jetzt Apfelwein her. Deshalb lag es nahe auch einmal die Herstellung von Essig zu probieren. Früher war das ja auf Bauernhöfen an der Tagesordnung, heute kauft man seinen Essig für Centbeträge im Supermarkt. Ja toll aber wie macht man jetzt selbst Essig?

Es gibt einige Methoden Essig herzustellen. Meine ist die aus Apfelwein einen Apfelessig zu machen. Dazu braucht ihr erst einmal Apfelwein. Wie ihr den macht könnt ihr in meinem Artikel nachlesen. Wichtig dabei, es muss ein biologischer Apfelwein sein, also selbst gemacht oder ein Apfelwein ohne Konservierungsstoffe oder Schwefel.

Was brauche ich für einen Apfelessig?

Apfelwein ( frischer Apfelsaft der vergoren ist)

Eine Essigmutter ( was ist das bitte schön?)

Eine weithalsige Flasche oder Glas

Windelstoff oder luftdurchlässiger Zellstoff

Standort mit durchgängig mindestens 20 Grad

Zeit ( je nach Vorbereitung 2-5 Monate)

Die Basis meines Apfelessig ist ein selbstgemachter Apfelwein aus frischen Äpfel. Die Äpfel habe ich im Herbst gemahlen und gepresst. Der frische Saft wurde in Korbflaschen zu je 10 Liter abgefüllt und mit einem Gäröhrchen verschlossen. Je nach Temperatur braucht der Wein dann bis zu 5 Monaten bis er fertig ist.

In der Zwischenzeit musste ich an eine Essigmutter kommen. Und genau das war ein Problem. Niemand in meiner Nähe macht heute noch Essig selbst. Fragt man etwas herum erntet man meist Kopfschütteln und Verständnislosigkeit. Aber ohne diese gelartige Essigmutter gibt es keinen Essig.

Was ist eine Essigmutter? Das ist eine glibrige meist hellbis bräunliche Masse die entsteht wenn Wein zu lange an der Luft steht. Dann nämlich wandelt die Essigsäuren den Alkohol in Essig um. Herrlich diese Natur und ihre Bakterien.

Essigmutter Apfelessig
Die Essigmutter bildet sich nach einigen Monaten von selbst-hier ist sie am absterben und sinkt nach unten.

So eine Essigmutter musste ich mir selbst herstellen. Dazu habe ich einfach einen Apfelwein in einem leeren (sauberen) Gurkenglas in ein Regal gestellt. Vorher noch mit einem  luftdurchlässigen Zellstoff ( Wattepads gehen auch) abgedeckt. Das Ganze habe ich dann mehrere Monate stehen lassen. So bildete sich dann nach und nach eine Essigmutter. Sieht nicht gerade schön aus, aber das ist ja auch nicht entscheidend.

Essig zuhause machen
Links der fertige Essig rechts das Glas mit der Essigmutter

Essigzubereitung. Nach einigen Rückschlägen ( es funktioniert nur bei Temperaturen über 20 besser 25-30 Grad) Habe ich diesen Sommer mit einer Gabel die Essigmutter in eine leere Flasche gehoben und mit frischem Apfelwein aufgefüllt. Auch hier wieder die Flasche mit einen luftdurchlässigen Stoff abdecken. Das Ganze einfach ans Fenster gestellt und nach 4-6 Wochen ist der Essig fertig. Man riecht es schon wenn der Apfelessig fertig ist. Den Flascheninhalt habe ich dann in eine andere Flasche umgefüllt und die Schwebstoffe und die Essigmutter abgefiltert. Die Essigmutter habe ich natürlich gleich wieder mit frischem Apfelwein in eine neue Flasche gefüllt. Das Spiel beginnt wieder von neuem.

Apfelessig filtern
Den fertigen Essig fltern und abgefüllt noch einige Zeit reifen lassen.

Den abgefüllten Essig kann man sofort verwenden. Er kann aber auch noch nachreifen. Die Reifezeit teste ich im Momnet noch.

Übrigens: Schwebstoffe im Apfelessig sind kein Zeichen für schlechte Qualität sondern ein natürlicher Prozess.

Fazit: Es ist schon etwas Arbeit bis der erste Apfelessig fertig ist. Dafür macht es einen stolz selbst Essig gefertigt zu haben. Wichtig ist es das Ganze bei Temperaturen von über 20 Grad zu erledigen. Fällt das Thermometer darunter, können die Essigbakterien nicht mehr arbeiten und es passiert nichts. Das wußte ich bei meinen ersten Versuchen noch nicht. Danke an einige Teilnehmer im Gartenforum von „Mein schöner Garten“ die mich darauf hingewiesen haben.

Wenn ihr eure Essigmutter weiter nutzen möchtet, müsst ihr sie immer wieder mal mit frischem Apfelwein versorgen. Hat die Essigmutter allen Alkohol umgewandelt,  stirbt sie ab. Nur durch das Nachfüllen von Apfelwein kann man das verhindern.

Essigmutter
Aktive Essigmutter auf Apfelwein-schön zu erkennen wie sie sich am Glasrand hochzieht.

Diese Methode der Essigherstellung beruht auf den Erzählungen( nicht jedes Detail 🙂 von Menschen die das so früher auch gemacht haben. Ich übernehme keine Gewähr für die Richtigkeit. Ich habe es einfach ausprobiert und für mich für gut befunden. Jeder Anwender muss sich seine eigene Meinung dazu bilden.

Wer Apfelwein und Essig herstellt muss Materialien wie Trichter ober Meßbecher peinlichst genau reinigen. Am besten die Utensilien nur entweder für Wein oder fürs abfüllen von Essig verwenden. Andernfalls könnt es passieren das ihr euren Apfelwein versehentlich mit Essigbakterien impft.

 

 

Apfelsaft-Apfelwein-Apfelsekt

Seit ein paar Jahren experimentiere ich mit selbst gemachtem Apfelsaft. Wenn man viele Äpfel hat kommt man ja auf die seltsamsten Ideen:-) Jedenfalls ist das bei mir so. Zuerst einmal bangt man im Frühjahr bei der Blüte. Hoffentlich ist es nicht zu kalt und die Bienen sind fleißig. Auch dafür gibt es mittlerweile Hilfsmittel aber das erzähle ich euch später in einem anderen Artikel.

Apfelsaft selbstgemacht
Selbstgemachter Apfelsaft nach 2 Stunden im Kühlschrank

Aber wenn alles klappt und die Äpfel im Herbst reif sind geht es an die Ernte und dann ans entsaften. Das ist nicht ganz so einfach wie es sich anhört. Ich nutze dazu zwei Varianten. Erstens den elektrischen Entsafter ( bis max. 10 Liter) und dann noch die Apfelmühle mit Apfelpresse ( ab 20 Liter).

So jetzt hat man den herrlichen Apfelsaft und nun?

Frischen Apfelsaft abkochen und in Flaschen füllen

Frischen Apfelsaft vergären zu Apfelwein( Most Viez)

Apfelwein zu Apfelessig werden lassen

Apfelsaft wird Apfelsekt !

Erster Test des Apfelsekt
Erster Test des Apfelsekt

Ja genau aus Apfelsaft wird Apfelsekt. Hier bin ich noch am ausprobieren und auch schon erfolgreich. Die ersten Flaschen ermutigen mich hier weiter dran zu bleiben. Leider gibt es kein Rezept das ich wie beim Kochen übernehmen kann um mich von dort weg zu entwickeln. Mein Apfelsekt entsteht in der Flasche und hat ordentlich Druck. Für die Herstellung hab ich mir im Fachhandel extra dicke Sektflaschen gekauft dazu noch Stopfen und Drahtbügel. Der Rest bis zum fertigen sekt ist aber noch offen und mein kleines Geheimnis – Sorry geht jetzt nicht anders.

ACHTUNG !! Wer mit einer Flaschengärung experimentiert sollte sehr vorsichtig sein. Flaschen können jeder Zeit platzen und Verletzungen verursachen. Das tragen einer Schutzbrille und Handschuhe ist zu empfehlen.

Mein Apfelsekt hat geschätzte 10 % Alkohol und gute eigene Kohlensäure. Der Geschmack variiert noch von Flasche zu Flasche. Aber das wird schon noch. Das Sektergebnis macht mich aber stolz.

Es gibt nach meiner Recherche so gut wie keine brauchbare Literatur über die Herstellung von Mostsekt, Apfelsekt oder wie man ihn nennen möchte.

Interessant war für mich ein Gespräch mit einem Hausbesitzer der am Dachboden alte Korbflaschen hatte. Er erzählte mir dass sein Opa früher Sekt aus Äpfel für Feierlichkeiten selbst hergestellt hat. Damals verwendete man leere Bierflaschen mit Bügelverschuss. Aber leider konnte kein Rezept übermittelt werden. Der Opa hat wohl Freihand seinen Sekt hergestellt ganz so wie das viele Köche auch heute noch tun.

Wie nützlich sind Bienen?

Bienen anlocken für den Garten

Der eigene Garten dient natürlich in erster Linie dem Gärtner, als Erholung, Entspannung, Experimentierfeld oder sonstigem. Doch neben diesen „egoistischen“ Gründen ist der Garten auch eine sehr wertvolle Heimat für Tier, allen voran Insekten wie Wildbienen oder Hummeln. Wenn man den Tieren entgegenkommen möchte, dann achtet man beim Anlegen oder Bepflanzen des Gartens auf bestimmte Dinge. Denn die Insekten haben bei den Pflanzen nicht gerade den gleichen Geschmack wie der Gärtner. Deshalb heißt es, seinen eigenen Wunsch für die Tierchen mal hinten anzustellen. Tatsächlich ziehen bestimmte Pflanzen erst bestimmte Insekten wie die Schenkelbienen oder Wollbienen an. Man geht davon aus, dass z.Bsp. etwa 35% der Wildbienen nur ganz bestimmte Pollen sammeln. Zuerst sollte man auf heimische Pflanzen achten, was gar nicht so einfach ist, denn eine ganze Reihe von beliebten Gartenpflanzen stammen eigentlich gar nicht von hier, sprich aus unseren Breitengraden. Dazu gehören Gewächse wie die Robinie mit weißer Blütenpracht oder auchTulpen, alle sehr gerne von den Bienen angenommen, aber es ist leider vorprogrammiert, dass sie in ihrer Üppigkeit die einheimischen Arten verdrängen und benötigte unbepflanzte Fläche zuwachsen. Ein Beispiel ist auch das Springkraut, oft zu unrecht verteufelt, ist es sehr nektarreich, aber leider breitet es sich auch unerbittlich aus. Also sollte man sich vielleicht öfter mal auf die heimischen Pflanzen rückbesinnen. Außerdem ist es auch eine Tatsache, das viele ursprüngliche Wildpflanzen immer weiter bezüchtet werden, um möglichst üppig und prachtvoll zu blühen. Dies ist für viele Bienen geradezu kontraproduktiv. Denn große, übervolle, gefüllte Blüten öffnen sich nicht gerade leicht, damit man sie bestäuben kann, noch dazu wird bei vielen Züchtungen daraufhin gearbeitet, dass die Innereien der Blüten zu Blütenblätter werden, um möglichst prächtig auszusehen. Das führt allerdings dazu, dass Nektar und Pollen wegen der fehlenden Innereien nicht mehr vorhanden sind und damit werden die Pflanzen unattraktiv für die Insekten. Deshalb sollte man beim Anlegen eines insekten-, oder bienenfreundlichen Gartens auf Züchtungen nicht ganz soviel Wert legen. Ein wichtiger Aspekt ist auch noch die Blühzeit. Also muss man darauf achten, dass die Blütenpracht nicht nur immer Frühjahr überbordend auftritt, sondern auch im eher wenigblühenden Sommer ein paar bunte Pflanzen auftreten.

Pflanzen, die Vögel, Wildbienen oder andere Gesellen so gar nicht brauchen, sind tatsächlich die Magnolie, da sie kaum Nektar hat, die Forsythie, deren Blüten einfach nicht gemocht werden, oder auch dem gleichen Grund, der Pfeifenstrauch. Sehr begehrt dagegen sind die ausdauernd blühenden Malven, sie sind auch noch extrem pollenreich. Ebenso begehrt, natürlich, die Sonnenblumen, vor allem, weil sie auch spät im Sommer blühen.

Welche Bienen- und Wespenarten gibt es?

 

Die Efeu-Seidenbiene kann bis zu 15mm lang werden, sie wurde erst spät als eigene Art registriert, nämlich erst in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Ihr besonderes Merkmal ist, dass sie spät im Jahr fliegt, was eher untypisch für Wildbienen ist. Die Efeu-Seidenbiene sieht der Honigbiene recht ähnlich, aber ihr Hinterleib ist kräftiger gefärbt, außerdem hat sie, nomen est omen, eine sehr spezielle Vorliebe für Efeu. Ihr Nistort ist vorzugsweise der boden, sandig und in Hanglage, und vor allem in der Nähe von Efeu.

Eine sehr auffällige Biene ist die Blutbiene, wegen ihrer Farbe und auch oft kleinen Größe, wird sie gern mit Ameisen verwechselt. Ihr Hinterleib ist blutrot bis auf eine schwarze Spitze, während sie sonst schwarz ist. In der Blütenauswahl ist die Biene nicht sehr wählerisch.

Eine recht große und eher ungewöhnliche Biene ist die Raufüßige Hosenbiene. Tatsächlich sieht es so aus als hätte sie an Ihren Hinterbeinen Hosen mit langen dunkelgelben Haaren an. Sie wird bis 15mm groß und wirkt insgesamt recht kräftig. Ihr Nistort ist der Boden und sie fliegt bis Ende September. Ihre Nahrungsquelle sind gezielt Korbblütler wie Habichtskraut oder Wegwarte.

Ganz schwarz mit knackigen gelben Bändern ist die Große Wollbiene, die Männchen werden bis 18mm lang. Sie nisten in Holz, Boden und Stein. Sie bauen Ihre Nester ist bereits bestehenden Löchern.

Die bekannteste Wildbiene ist die Rote Mauerbiene. Sie changiert zwischen hellbraun, rotbraun und dunkelbraun. Ihr Nistort ist Totholz und Pflanzenstängel und sie fliegt nur bis Ende Juni. Bezüglich ihrer Nahrungspflanzen ist sie nicht spezialisiert. Manchmal findet man sie auch in Schraublöchern, Mauer- oder Fensterrahmenritzen. Mehr Infos findet man über wildbienen unter www.wildbienen.info oder www.wildbiene.de

Auch unter den Hummeln gibt es bemerkenswerte Arten wie die Dunkle Erdhummel als die wohl bekannteste Art. Außerdem die Gartenhummel mit einem 21mm langen Saugrüssel oder die Wiesen-und Steinhummel. Auch hier gibt’s ein paar sehr informative Infoquellen unter www.bombus.de oder www.aktion-hummelschutz.de.

Obwohl meist nicht sehr beliebt, gehören die Wespen auch zu nützlichen Bewohnern im Garten. Die Haus-Feldwespe und die Heide-Feldwespe sind die wohl bekanntesten Vertreter. Dazu gehört aber auch die Hornisse mit bis zu 38mm großen Königinnen, ihr Lebensraum sind Waldränder und Baumbestände mit alten Bäumen, aber auch in Menschennähe sieht man sie immer öfter. Sie fliegen von Anfang April bis Ende Oktober.

Wer selbst als Imker tätig werden möchte, kann hier mein Interview mit einem Imker in der Großstadt lesen.

 

Tropfbewässerung im Garten

Vereinfacht gesagt, bei der Tropfbewässerung gibt es eine Leitung mit kleinen Öffnung, aus denen je nach bestimmten Bedingungen Wasser austritt oder eben auch nicht. Ob und wie es funktionier hängt dabei von der Größe der Öffnungen, vom Druck des Wassers und von der abzugebenden Wassermenge ab.

Technische Mittel wie Drosseln oder Ventil vermindern meistens den Druck, ebenso wie der bekannte Knick im Schlauch bzw. der Leitung. Am optimalsten sind Tropfbewässerungen mit einer völlig gleichmäßigen und gut zu kontrollierenden Wasserabgabe. Dies ist verhältnismäßig schwierig kontinuierlich zu erreichen. Dazu kommt noch ein Problem, das alle Tropfbewässerungssysteme haben, nämlich die Gefahr, dass es zu Einschlüssen von Luft in der Leitung kommt. Ist das Wasser stark kalkhaltig, muss man in regelmäßigen Abständen die Anlage durchspülen, meist geschieht dies mit verdünnter Salpetersäure.

Während dieses Vorgangs muss die Anlage außer Betrieb sein. Zusätzlich benötigt jede dieser Anlagen einen Filter, der Verstopfungen verhindern soll. Bei der Nutzung von weichem Regenwasser besteht die Gefahr von Algenbildung bei warmer Witterung und auch Bakterien vermehren sich dann stark. Ist die Leitung schon verunreinigt, helfen oft nur noch chemische Mittel. Sind sie im Einsatz darf man keinesfalls düngen.
Angewendet im privaten Garten können alle Tropfbewässerungen problemlos. Trotzdem sollte man in jedem Einzelfall überlegen, ob man den relativ hohen Aufwand bei Installation und Pflege wagen sollte.
Bei der Tropfbewässerung unterscheidet man im Allgemeinen zwischen der Bewässerung mit einem Rohr, dem Schlauch- und dem Ventiltropfer, und dem durch die Erdfeuchte gesteuerten Tropfer. Einrohrtropfer hat bestimmt schon jeder gesehen. In festen Abständen tritt dabei Wasser aus einem Rohr oder einer Leitung aus. Man kann sie draußen nutzen, aber auch im kleineren Maßstab bei Gewächshäusern. Hat man sich für diese Art der Bewässerung entschieden gibt es auch noch verschiedene Systeme wie sogenannte Lippenschläuche, Mikrokanalschläuche, Tropfnadelschläuche und Polydripschläuche. Interessant sind dabei die Tropfnadelschläuche, bei ihnen gibt es erst einmal keine Tropföffnungen im Schlauch, dafür eine gekennzeichnete Linie, an der entlang man je nach Belieben selbst die Öffnungen einstechen kann.
Dann gibt es noch die Schlauchtropfer, sie eignen sich eher für Einzeltöpfe oder Pflanzen, die nicht in einem Beet stehen oder praktisch in einer Reihe plaziert sind. Dabei wird an ein Hauptrohr, das mit einem Druckregler versehen ist, mehrere Tropfschläuche gesteckt, diese sorgen ganz automatisch für weiteren Druckabbau.
Die Ventiltropfer teilen sich in einstellbare und nicht einstellbare Tropfer. Beim Einstellbaren kann man die Wasserabgabe je  Öffnung einstellen. Ausserdem sind hier die Schläuche etwas größer im Durchmesser, so das sie nicht so leicht verschmutzen und auch kaum Lufteinschlüssen ausgesetzt sind. Beim nichteinstellbaren Ventiltropfer  verringern kleine Öffnungen, Kanäle oder ähnliches den hohen Druck im Haupt- bzw. Zentralrohr und sorgen damit für eine konstante Wasserabgabe.
Ein besonderes System ist der durch die Feuchtigkeit des Bodens gesteuerte Tropfer. Es gibt dabei verschiedene Varianten wie die Blumatkegel oder den Tropfblumat oder das Tröpfchenbewässerungssystem. Alle Arbeiten dabei nach dem Prinzip, auf irgendeine Art und Weise die Bodenfeuchtigkeit zu „bestimmen, ertasten, fühlen“ und bei Bedarf die Bewässung dann zu steuern.