Die Fettwiese, Feuchtwiese und Magerwiese
Wiese ist nicht gleich Wiese, diese Erkenntnis gewinnt man, wenn man sich mit diesem Bestandteil unserer Kulturlandschaft beschäftigt. Es gibt zum Beispiel die wertvolle Blumenwiese und die „einfach“grüne Wiese, die hauptsächlich schön anzuschauen ist.
Meist findet man die Blumenwiesen mit all ihren Bewohnern an trockenen Steilhängen oder an sehr feuchten, fast nassen Orten. All diesen Plätzen ist gemein, dass sie nur sehr schwer zu bewirtschaften sind und auch sehr wenig sogenannten Futterertrag bringen.
Wiesen sind allgemein ein sehr artenreiches Idyll. Wesentlich für den Erhalt solcher Kleinode ist das jährliche Mähen. Gegen noch so kleine Veränderungen in ihrer Bewirtschaftung, Düngung oder dem Mähen sind diese Lebensgemeinschaften extrem empflindlich. Ist eine solche Wiese einmal „abgemagert“, kann es bis zu 100 Jahre dauern bis sie sich wieder erholt und damit Heimat für viele Lebewesen bildet. Neben den Wiesen gibt es die Weiden, sie werden mit Vieh bewirtschaftet und nicht durch das Mähen. Es gibt sie je nach Bedingungen mit niedrigen, fast stopeligen Gras oder auch mit hochwachsenden Gräsern, oft sind auch Kräuter dazwischen. Ein Grund für dieses vielfältige Aussehen sind die jeweiligen Vorlieben der grasenden Tiere, die z.Bsp. ungeliebte Pflanzen einfach stehen lassen, andere dagegen bis zur Gänze abgrasen.
Eine weitere Variante sind Brachen, diese Flächen werden nicht mehr genutzt. Werden sie grundsätzlich nicht mehr bewirtschaftet, dann werden sie zum Buschland und in letzter Konsequenz zum Wald. Die Artenvielfalt schränkt sich ein, manche Arten werden dominant und breiten sich aus.
Eine Zeitlang war es üblich, das man sogenannte magere Wiesen in Fettwiesen umwandelte. In Folge verschwanden viele Tiere und Pflanzen, erstickt sozusagen vom Stickstoff in den Düngern. Die daraus entstehenden überschüssigen Nährstoffe, gelangten immer mehr ins Grundwasser. In letzter Zeit bemühten sich alle Beteiligten dies wieder einzudämmen.
Es gibt mehrere Wiesentypen, sie reichen von intensiv genützten Flächen bis hin zu hochgefährdeten und bedrohten Wiesen. Bekannteste Wiesenvertreter sind Fettwiesen, Feuchtwiesen und Magerwiesen. Dazu natürlich noch die kleinen Varianten wie die Fühlingswiesen, Blumenrasen oder auch Schmetterlingswiesen.




