Blutwurz als Heilpflanze

Blutwurz oder Tormentill

Nicht nur für einen guten Schnaps aus dem Bayerischen Wald wird Blutwurz verwendet, auch eine gewisse Heilkraut besitzt die Pflanze. Der Botanische Name Potentilla erecta lässt zwar gewisse Heilwirkung vermuten, dem ist aber keineswegs so. Blutwurz ist eine rech kleine Staude mit verzweigten Stengeln, die kleine, schöne gelbe Blüten ausbildet.
Die Blütezeit reicht von März bis Juni.
Die Inhaltsstoffe sind in erster Linie Gerbstoffe, Flavonoide und Triterpene. Dabei haben die Gerbstoffe einen recht hohen Anteil mit 22%. Wissenschaftlich belegt in der Wirkung ist die Anwendung bei akutem Durchfall und leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Allgemein verwendet wird die Blutwurz auch noch bei Magen-Darm-Entzündungen, äußerlich schlecht verheilenden Wunden, Nasenbluten, Erfrierungen, Verbrennungen und Hämorrhoiden.
Hauptsächliche Präparate sind hier Teeabkochungen, Tinkturen, sowie „trockene“ Formen wie Pulver oder Trockenextrakte. Zu empfehlen ist auf jeden Fall die Verwendung in Pulverform, denn hier ist die Blutwurz besonders wirksam, da sie sehr langsam freigesetzt wird und deshalb auch tiefere Darmabschnitte erreicht.
Wie bei allen Heilpflanzen gilt auch hier wieder die Vorsicht bei Einnahme während der Schwangerschaft oder Stillzeit. Als Nebenwirkungen können bei recht empfindlichen Menschen Magenbeschwerden auftreten.

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